Mittwoch, 27. Mai 2026

Interkommunale ZusammenarbeitDritte Förderphase für Digitale Dörfer Rheinland-Pfalz

[01.04.2025] Das Netzwerk Digitale Dörfer RLP erhält bis 2026 weitere 730.000 Euro Landesförderung. Erfolgreiche Digitalprojekte sollen landesweit ausgerollt und die interkommunale Zusammenarbeit gestärkt werden. Ein Schwerpunkt liegt auf wissenschaftlich unterfütterten Pilotprojekten zum Bürokratieabbau.

Das Netzwerk Digitale Dörfer RLP will ländlichen Kommunen agiles Handeln im Bereich der Digitalisierung ermöglichen.

(Bildquelle: peopleimages12/123rf.com)

Das Netzwerk Digitale Dörfer RLP wurde im Dezember 2020 vom Innenministerium Rheinland-Pfalz initiiert, um ländliche Kommunen bei der Digitalisierung zu unterstützen. Es fördert den Wissenstransfer, den Austausch zwischen Gemeinden und praxisnahe Lösungen für digitale Herausforderungen. Auch in den Jahren 2025 und 2026 erhält das Netzwerk erneut Landesfördermittel, deren Höhe sich auf 730.000 Euro beläuft. Das teilt das Innenministerium mit. „Die Landesregierung hilft den Kommunen im Netzwerk dabei, sich mit innovativen Ansätzen und enger Kooperation noch besser für die Zukunft aufzustellen. Im Förderzeitraum 2025/2026 geht es vor allem darum, bewährte Erfolgsmodelle verstärkt in die Fläche zu bringen“, so Innenminister Michael Ebling.

Weniger Bürokratie

Das Netzwerk vereint inzwischen landesweit mehr als 60 Kommunen, koordiniert wird es durch die Verbandsgemeinden Betzdorf-Gebhardshain (Landkreis Altenkirchen), Göllheim (Donnersbergkreis) und Otterbach-Otterberg (Landkreis Kaiserslautern). Einer der Schwerpunkte in der Förderphase 2025/2026 soll der enge Austausch mit der Wissenschaft sein – unter anderem um Pilotprojekte zu initiieren, die den Bürokratieabbau voranbringen und Verwaltungsabläufe vereinfachen. Diese Projekte sollen dann als Blaupause für andere Kommunen dienen. Außerdem ist geplant, die Digitalisierungsbeauftragten in den Kommunalverwaltungen zu unterstützen und beispielsweise Empfehlungen für ein gelungenes Onboarding oder auch Fragestellungen rund um Aufgabenzuschnitte oder Stellenbeschreibungen auszusprechen, sagte der Minister.

Interkommunale Zusammenarbeit aktiv stärken

Insgesamt soll die interkommunale Zusammenarbeit innerhalb des Netzwerks auch in Zukunft weiter gestärkt werden, etwa durch den Ausbau der interkommunalen Austauschplattform und die Weiterentwicklung der Projektdatenbank. Zu diesem Zweck organisiert die Transferstelle Netzwerktreffen und thematische Arbeitsgruppen. Außerdem unterstützt die Transferstelle die Mitgliedskommunen dabei, Ansprechpartner zu gewinnen und Allianzen für gemeinsame Projekte zu schaffen. „Wir arbeiten gemeinsam daran, Technologien so zu nutzen, dass sie den Alltag der Menschen bereichern und gleichzeitig unsere ländlichen Regionen als lebendige, zukunftsfähige Orte gestalten. Uns ist es wichtig, gemeinsam Lösungen für reale Probleme unserer Bürgerinnen und Bürger sowie unserer Kolleginnen und Kollegen zu erproben“, sagt der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Betzdorf-Gebhardshain, Joachim Brenner.





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