Freitag, 17. April 2026

GüterslohEinmal geklickt, schnell erledigt

[09.03.2015] Das neue Bürgerportal der Stadt Gütersloh ermöglicht es, Behördengänge mithilfe des heimischen PCs zu erledigen. Ein persönliches Bürgerkonto überträgt zudem automatisch alle Nutzerdaten in die Anträge.
Per Buzzer wird das Gütersloher Bürgerportal freigeschaltet.

Per Buzzer wird das Gütersloher Bürgerportal freigeschaltet.

v.l.: Dirk Schweikart, regio IT; Hartmut Beuß, Beauftragter der Landesregierung Nordrhein-Westfalen für Informationstechnik; Georg Thiel, Ständiger Vertreter der Abteilungsleitung Verwaltungsmodernisierung und Verwaltungsorganisation des Bundesinnenminist

(Bildquelle: Stadt Gütersloh)

Ein neues Bürgerportal stellt ab sofort die Tür zu vielen städtischen Dienstleistungen in Gütersloh dar. Mit der Online-Plattform startet die nordrhein-westfälische Kommune in eine neue Ära elektronischer Angebote für die Bürger. Möglich gemacht hat das die Teilnahme am Projekt Modellkommune E-Government des Bundesinnenministeriums (BMI) (wir berichteten). Das Bürgerportal bietet viele Vorteile: Erreichbarkeit rund um die Uhr, Bündelung elektronischer Dienstleistungen aus dem Rathaus oder neue Online-Bezahlangebote wie PayPal und GiroCheckout. Außerdem stellt ein persönliches Bürgerkonto alle Verwaltungskontakte schnell und unkompliziert zur Verfügung. Wie die Stadt berichtet, plant sie mit dem Portal eine medienbruchfreie Abwicklung aller Bürgeranliegen, vom Erstkontakt bis zur Archivierung. Das sei Teil des Projekts Modellkommune E-Government, an dem neben Gütersloh die Stadt Düren und der Kreis Cochem-Zell teilnehmen. Für Bürgermeisterin Maria Unger ist das ein gutes Beispiel für interkommunale Kommunikation, denn der Erfahrungsaustausch zwischen den Teilnehmern sei Bestandteil des Projekts.

Bürgerkonto erleichtert Arbeit

Auf dem Portal sind zahlreiche Angebote zu finden, etwa zur An-, Ab- und Ummeldung von Müllgefäßen, Hundesteuerangelegenheiten, oder zur Beantragung und Bezahlung von Melde- und Aufenthaltsbescheinigungen sowie Sperrmüllanträge. Außerdem finden Nutzer auf der Plattform Unterlagen zu Melderegisterauskünften oder Bestandsurkunden. Auch die Beantragung und Zahlung von Personenstandsurkunden können im Netz erledigt werden. Der Online-Ticketverkauf oder die Kita-Anmeldeplattform Little Bird sowie Fundsache und Ferienspiele online sind ebenso über das Bürgerportal zu erreichen. Mehr Dienstleistungen fügt die Stadt Schritt für Schritt hinzu. Ergänzt werden sollen sie um dezentrale Terminal-Lösungen. Wichtiger Bestandteil des Bürgerportals ist das Bürgerkonto. Nach einmaliger Registrierung hat der Bürger die Möglichkeit, Anträge zu stellen und sich den jeweiligen Bearbeitungsstand eines Anliegens anzeigen zu lassen. Auch eine Archivierung der beantragten Dienstleistungen ist möglich. Die Anmeldung für ein Bürgerkonto erfolgt klassisch über die Eingabe einer Kennung und des Passworts oder mithilfe des neuen Personalausweises. Einmal registriert und eingeloggt, überträgt das System automatisch die Nutzerdaten in den jeweiligen Antrag. Das spart Zeit und erleichtert die Beantragung einer Dienstleistung. Viel Lob für die Stadt Gütersloh gab es von Georg Thiel, dem Vertreter des Bundesinnenministeriums und Hartmut Beuß, dem Vertreter des Landes Nordrhein-Westfalen. Nach Angaben von Georg Thiel lernt der Bund hier von den Kommunen. Und Hartmut Beuß betonte: „Man kann auch etwas tun, ohne dazu rechtlich verpflichtet zu sein. Gütersloh ist dafür das beste Beispiel.“





Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: CMS | Portale

Kreis Steinfurt: Digitale Antragstellung im Immissionsschutz

[14.04.2026] Der Kreis Steinfurt hat die digitale Antragstellung im Immissionsschutz gestartet und damit ein umfangreiches Genehmigungsverfahren effizienter und transparenter gemacht. mehr...

Hand, die Euronoten in die Höhe hält, blauer Hintergrund.

Nordrhein-Westfalen: Digital zum Mittelabruf

[10.04.2026] Das Land Nordrhein-Westfalen hat ein umfangreiches Infrastruktur- und Investitionsprogramm für Kommunen auf den Weg gebracht. Der Antragsweg für die Kommunen sollte dabei möglichst glatt verlaufen: Über ein Portal können sie über ein rein digitales Verfahren auf die Mittel zugreifen. mehr...

Frau schaut auf Tablet

S-Public Services: PublicFlow für Prozesse

[01.04.2026] Die Plattform PublicFlow hat jetzt S-Public Services vorgestellt. Sie ermöglicht Kommunen die einfache digitale Bearbeitung von Verwaltungsanträgen Schritt für Schritt – sicher, effizient und mit automatisierter Unterstützung. mehr...

Bürgermeister Christian Zwingmann hält ein Smartphone in der Hand, auf dem die Leinefelde-Worbis-App zu sehen ist, im Hintergrund sind auf einem Display weitere App-Ansichten zu sehen.

Leinefelde-Worbis: Informationen direkt aufs Smartphone

[23.03.2026] Mit der Leinefelde-Worbis-App erhalten die Bürgerinnen und Bürger nicht nur städtische Informationen und Dienstleistungen auf ihr Smartphone. Mittels Schadensmelder können sie auch Mängel im öffentlichen Raum mitteilen oder per Umfragemodul an Befragungen teilnehmen. Die modular konzipierte Lösung wird auf Servern in Deutschland gehostet. mehr...

Finger tippt auf einem Smartphone, im Hintergrund Bokeh-Effekte

Leipzig: Vieles ist schon online möglich

[20.03.2026] Wohnsitz, Wohngeld und ganz neu die Hundesteuer – in Leipzig stehen viele Verwaltungsservices online zu Verfügung. Sie können ganz ohne Amtsbesuch beansprucht werden. Die Stadt strebt zudem für viele Leistungen eine Ende-zu-Ende-Digitalisierung an. mehr...

In Wollpulloverärmeln steckende Hände tippen an einem Laptop, der auf einem niedrigen Couchtisch steht. Die ganze s´Szene ist warm beleuchtet.

Hessen: Quick-Check Bauantrag gestartet

[18.03.2026] Das Land Hessen hat ein einfaches digitales Angebot geschaffen, mit dem Bürgerinnen und Bürger schnell prüfen können, ob für ihr Bauvorhaben ein Bauantrag erforderlich ist. Das spart Zeit, schafft Klarheit und entlastet auch die Behörden. mehr...

Screenshot der Startseite des Bürgerportals Maerker Brandenburg.

Maerker Brandenburg: Neues Design, verbesserte Funktionen

[17.03.2026] Umfassend modernisiert ist jetzt das Bürgerportal Maerker Brandenburg online. Die Plattform wartet mit einer übersichtlichen Struktur, barrierefreier Nutzung und einer intuitiven Navigation auf. Zudem können Missstände noch einfacher über eine zentrale Suche und eine interaktive Karte gefunden, gesucht oder gemeldet werden. mehr...

Hand hält Handy mit Website der Stadt Mainz, Relaunch

Mainz: Neues Zeitalter der Online-Präsenz

[16.03.2026] Einen umfassenden Relaunch hat der Internetauftritt von Mainz erfahren. Er wartet mit einer neuen technischen Basis, neuen Funktionalitäten und inhaltlich mit starkem Fokus auf Services der Stadtverwaltung auf. Weiterentwicklungen sind bereits in Planung. mehr...

Altstadtgasse mit nebeneinander liegenden Holztüren in verschiedenen Farben

Nordrhein-Westfalen: Digitale Eingangstür zur Verwaltung

[12.03.2026] Eine verwirrende Vielzahl von Verwaltungsportalen erschwert den Zugang zur benötigten Verwaltungsleistung. Nordrhein-Westfalen betreibt nun eine Portalkonsolidierung: Statt sich durch verschiedene Portale zu navigieren, genügt ein Einstiegspunkt, der – per KI – den Weg zum passenden Angebot weist. mehr...

Zwei Desktopbildschirme zeigen unterschiedliche Seiten des Stuttgarter Internetportals an.

Barrierefreiheit: Studie sieht Stuttgart auf Rang vier

[11.03.2026] Das Internetportal der Landeshauptstadt Stuttgart gehört laut einer Studie zu den barriereärmsten kommunalen Webseiten in Deutschland. Unter 83 untersuchten Städten belegt stuttgart.de den vierten Platz. Die Untersuchung zeigt zugleich: Vollständig barrierefrei ist bisher kein Stadtportal. mehr...

fünf Personen vor einem Bildschirm_relaunch_kreis Neuwied

Kreis Neuwied: Website erneuert

[04.03.2026] Seine Internetpräsenz hat der Kreis Neuwied neu gestaltet. Nach dem Relaunch präsentiert sich die Website nun nutzerfreundlich, barrierefrei und konsequent auf Service ausgerichtet. mehr...

Screenshot der Rosengarten-App.

Rosengarten: App schafft digitale Nähe

[17.02.2026] Um Servicethemen und Meldungen noch direkter und unkomplizierter zu vermitteln, bietet die Gemeinde Rosengarten ab sofort eine City-App an. Die Kommune kann somit relevante Informationen in Echtzeit und gezielt verteilen. mehr...

Screenshot der Bernauer Plattform mit eingeblendeten Eye-Able-Einstellungen.

Bernau bei Berlin: Barrierearmes Online-Rathaus

[11.02.2026] In Bernau bei Berlin können die Bürgerinnen und Bürger über das Serviceportal Rathaus online bestimmte Verwaltungsdienste zeit- und ortsunabhängig digital in Anspruch nehmen. Der integrierte Eye-Able-Assistent erleichtert Menschen mit Einschränkungen den Zugang zur Plattform. mehr...

Screenshot der Startseite von Augsburg.de mit eingeblendetem Barrierefreiheit-Menü.

Augsburg: Informationen in Leichter Sprache

[11.02.2026] Die Augsburger Website kann nun in 15 Sprachen und zahlreiche Inhalte auch in Leichter Sprache ausgespielt werden. Die Plattform soll so barriereärmer werden. Das Angebot wird Schritt für Schritt erweitert. mehr...

Screenshot leben in Weimar

Weimar: Leben in der Stadt im Überblick

[06.02.2026] Die Stadt Weimar hat ihre Internetseiten rund um das Leben in der thüringischen Kommune überarbeitet und neu strukturiert. Statt eines komplexen Mixes aus Zuständigkeiten, Formularen und Verweisen stehen nun lebensnahe Themen im Mittelpunkt. mehr...