GüterslohEinmal geklickt, schnell erledigt

Per Buzzer wird das Gütersloher Bürgerportal freigeschaltet.
v.l.: Dirk Schweikart, regio IT; Hartmut Beuß, Beauftragter der Landesregierung Nordrhein-Westfalen für Informationstechnik; Georg Thiel, Ständiger Vertreter der Abteilungsleitung Verwaltungsmodernisierung und Verwaltungsorganisation des Bundesinnenminist
(Bildquelle: Stadt Gütersloh)
Per Buzzer wird das Gütersloher Bürgerportal freigeschaltet.
v.l.: Dirk Schweikart, regio IT; Hartmut Beuß, Beauftragter der Landesregierung Nordrhein-Westfalen für Informationstechnik; Georg Thiel, Ständiger Vertreter der Abteilungsleitung Verwaltungsmodernisierung und Verwaltungsorganisation des Bundesinnenminist
(Bildquelle: Stadt Gütersloh)
Ein neues Bürgerportal stellt ab sofort die Tür zu vielen städtischen Dienstleistungen in Gütersloh dar. Mit der Online-Plattform startet die nordrhein-westfälische Kommune in eine neue Ära elektronischer Angebote für die Bürger. Möglich gemacht hat das die Teilnahme am Projekt Modellkommune E-Government des Bundesinnenministeriums (BMI) (wir berichteten). Das Bürgerportal bietet viele Vorteile: Erreichbarkeit rund um die Uhr, Bündelung elektronischer Dienstleistungen aus dem Rathaus oder neue Online-Bezahlangebote wie PayPal und GiroCheckout. Außerdem stellt ein persönliches Bürgerkonto alle Verwaltungskontakte schnell und unkompliziert zur Verfügung. Wie die Stadt berichtet, plant sie mit dem Portal eine medienbruchfreie Abwicklung aller Bürgeranliegen, vom Erstkontakt bis zur Archivierung. Das sei Teil des Projekts Modellkommune E-Government, an dem neben Gütersloh die Stadt Düren und der Kreis Cochem-Zell teilnehmen. Für Bürgermeisterin Maria Unger ist das ein gutes Beispiel für interkommunale Kommunikation, denn der Erfahrungsaustausch zwischen den Teilnehmern sei Bestandteil des Projekts.
Bürgerkonto erleichtert Arbeit
Auf dem Portal sind zahlreiche Angebote zu finden, etwa zur An-, Ab- und Ummeldung von Müllgefäßen, Hundesteuerangelegenheiten, oder zur Beantragung und Bezahlung von Melde- und Aufenthaltsbescheinigungen sowie Sperrmüllanträge. Außerdem finden Nutzer auf der Plattform Unterlagen zu Melderegisterauskünften oder Bestandsurkunden. Auch die Beantragung und Zahlung von Personenstandsurkunden können im Netz erledigt werden. Der Online-Ticketverkauf oder die Kita-Anmeldeplattform Little Bird sowie Fundsache und Ferienspiele online sind ebenso über das Bürgerportal zu erreichen. Mehr Dienstleistungen fügt die Stadt Schritt für Schritt hinzu. Ergänzt werden sollen sie um dezentrale Terminal-Lösungen. Wichtiger Bestandteil des Bürgerportals ist das Bürgerkonto. Nach einmaliger Registrierung hat der Bürger die Möglichkeit, Anträge zu stellen und sich den jeweiligen Bearbeitungsstand eines Anliegens anzeigen zu lassen. Auch eine Archivierung der beantragten Dienstleistungen ist möglich. Die Anmeldung für ein Bürgerkonto erfolgt klassisch über die Eingabe einer Kennung und des Passworts oder mithilfe des neuen Personalausweises. Einmal registriert und eingeloggt, überträgt das System automatisch die Nutzerdaten in den jeweiligen Antrag. Das spart Zeit und erleichtert die Beantragung einer Dienstleistung. Viel Lob für die Stadt Gütersloh gab es von Georg Thiel, dem Vertreter des Bundesinnenministeriums und Hartmut Beuß, dem Vertreter des Landes Nordrhein-Westfalen. Nach Angaben von Georg Thiel lernt der Bund hier von den Kommunen. Und Hartmut Beuß betonte: „Man kann auch etwas tun, ohne dazu rechtlich verpflichtet zu sein. Gütersloh ist dafür das beste Beispiel.“
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