Sonntag, 13. September 2026

Frankfurt am MainErweiterung für die Urbane Datenplattform

[28.10.2024] Die Stadt Frankfurt am Main hat ihre Urbane Datenplattform weiterentwickelt, diese ermöglicht jetzt auch den Zugang zu Echtzeitdaten über die Lufttemperatur. Die Plattform setzt auf die Smart-City-Lösung von ekom21, um Umwelt- und Klimadaten öffentlich zugänglich zu machen und um sich besser für anstehende Klimaveränderungen zu rüsten.
Aktuelle Temperaturverteilung in Frankfurt (Tag und Nacht)

Beispiele für Anzeigen der Temperaturverteilung in Frankfurt (Tag und Nacht) im UDP.

(Bildquelle: ekom21)

Die Stadt Frankfurt am Main hat ihre Urbane Datenplattform Frankfurt (UDP) ausgebaut, um präzise Umweltdaten zur Lufttemperatur in Echtzeit bereitzustellen. Bereits seit Oktober 2022 ist die Plattform aktiv und arbeitet mit der Smart-City-Lösung cosma21 des kommunalen IT-Dienstleisters ekom21 in Kooperation mit dem Technologieunternehmen [ui!]. Ziel ist es, die durch den Klimawandel zunehmenden Temperaturbelastungen in urbanen Bereichen gezielt anzugehen und den Bürgerinnen und Bürgern Echtzeitinformationen zur Verfügung zu stellen.

Ein Dashboard für Umwelt- und Verkehrsinfos

Auf dem UDP-Dashboard werden verschiedene relevante Informationen visualisiert, darunter Daten zu Luftqualität, Verkehrsdichte, Passantenströmen und Standorten von E-Ladesäulen. Die Datenplattform stellt den Nutzerinnen und Nutzern damit eine zentrale Informationsquelle zur Verfügung, die dabei helfen soll, den Alltag im urbanen Raum sicherer und umweltfreundlicher zu gestalten.

Neu hinzugekommen sind detaillierte Temperaturkarten, die mit einem räumlich hochauflösenden 10 x 10-Meter-Raster aktuelle Lufttemperaturen anzeigen. Die Karten können nicht nur die tagesaktuelle Temperatur anzeigen, sondern auch kurzfristige Prognosen und historische Daten, die von Meteoblue bereitgestellt werden. Stadträtin Eileen O’Sullivan betont, dass diese Erweiterung besonders für vulnerable Bevölkerungsgruppen wie ältere Menschen, Kinder und chronisch Kranke wichtig ist, die durch extreme Temperaturen stärker gefährdet sind.

Temperaturkarten unterstützen Klimaanpassung

Durch die Temperaturkarten soll auch die Anpassung der Stadt an klimatische Veränderungen unterstützt werden. Die Stadtverwaltung kann künftig gezielte Maßnahmen zur Stadtentwicklung und Infrastruktur planen, die beispielsweise mehr schattige Grünflächen oder kühlende Elemente an heißen Orten vorsehen. Die Temperaturkarten helfen zudem im Winter, Frost- und Glättestellen zu identifizieren, wodurch die Stadtverwaltung in der Lage ist, präventiv auf extreme Wetterbedingungen zu reagieren und die Sicherheit zu verbessern.

Frankfurt zeigt mit diesem Ausbau der Urbanen Datenplattform, wie städtische Datensysteme einen zentralen Beitrag zur Klimaanpassung und zum Schutz der Bevölkerung leisten können.





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