Sonntag, 8. November 2026

WegebaubeiträgeHamburg rechnet mit Archikart ab

[05.11.2013] Bei der Abrechnung der Wegebaubeiträge setzt die Freie und Hansestadt Hamburg die Software-Lösung ARCHIKART ein. Dafür ist die Anwendung an die Besonderheiten des Hamburgischen Wegegesetzes angepasst worden.
Diana Wegner

Diana Wegner, Sachbearbeiterin Anliegerbeiträge in Hamburg, nutzt die Software ARCHIKART als Datenquelle zur Abrechnung der Wegebaubeiträge.

(Bildquelle: Archikart)

Die Freie und Hansestadt Hamburg rechnet Wegebaubeiträge mit Software der Firma Archikart ab. Die moderne ARCHIKART 4 Programmoberfläche, die gute Integration in die vorhandene Systemlandschaft sowie die Vielzahl von vorhandenen und potenziellen Schnittstellen waren laut Unternehmensangaben Faktoren für die Entscheidung. Seit ihrer Einführung in der Abteilung Anliegerbeiträge der Hamburger Finanzbehörde sei die Software eine wichtige Datenquelle zur Abrechnung der Wegebaubeiträge. Durch die Integration in die städtische Immobiliendatenbank konnten Sachdaten wie Grundstücksinformationen und Eigentümerabgaben, aber auch räumliche Daten, beispielsweise Lageinformationen oder abrechnungsrelevantes Planrecht, recherchiert werden. Das Hamburgische Wegegesetz als Rechtsgrundlage für die Abrechnung von Erschließungs- und Ausbaubeiträgen in der Freien und Hansestadt beinhaltet eine Reihe von abrechnungstechnischen Besonderheiten. So werden etwa die beitragsfähigen Aufwendungen nicht nach den tatsächlichen Kosten, sondern nach Einheitssätzen ermittelt, die in einem besonderen Gesetz geregelt sind. Zu dem Wegegesetz gibt es außerdem eine Reihe von fachlichen Weisungen, die bestimmte Regelungen, Fallbeispiele und besondere Auslegungsbestimmungen enthalten. ARCHIKART ist an diese Besonderheiten angepasst worden. Die Verbindung der Software mit dem SAP-Buchhaltungssystem war laut Unternehmensangaben eine besondere Aufgabe. Jetzt erfolgt die Übergabe der Sollbuchungen an das SAP-System durch die vollständige Umsetzung des Vier-Augen-Prinzips im Fachverfahren ARCHIKART vollautomatisch und beleglos. Über eine Rückschnittstelle werden der Anwendung alle relevanten Informationen zur Verarbeitung, zu Folgebuchungen, Zahlungseingängen und eventuellen Verarbeitungsfehlern automatisiert mitgeteilt.
Ein wichtiges Werkzeug für die Projektorganisation in Hamburg sei die Einrichtung eines externen SharePoint gewesen. In diesem browserbasierten Projektraum konnten alle relevanten Dokumente, Unterlagen und Protokolle transparent verwaltet und von allen Beteiligten via Web direkt eingesehen und bearbeitet werden. Seit Programmabnahme im April 2013 arbeite zunächst eine eingeschränkte Anzahl von Sachbearbeitern mit ARCHIKART. Weitere Mitarbeiter werden mit dem Ziel geschult, den Abrechnungsprozess Schritt für Schritt komplett auf ARCHIKART umzustellen. Parallel dazu wird die ARCHIKART-Nutzung ausgebaut, heißt es in der Meldung. So laufe derzeit die Abstimmung zur Anbindung an das Vorgangsbuch via Web-Service. Damit sollen auch die Bescheide als zahlungsbegründete Unterlagen automatisiert im Dokumenten-Management-System abgelegt werden. Außerdem denke das Projekt-Team über die Bearbeitung von Widersprüchen und Anliegerbescheinigungen mit ARCHIKART sowie die Archivierung der Workflow-Funktionalitäten nach.





Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Geodaten-Management
Hausfassade mit Klimasensor, dieser sieht etwa aus wie ein weiß angestrichenes Mikrofon.

Bonn: Sensordaten weisen den Weg ins Kühle

[29.10.2026] Die Stadt Bonn ergänzt ihre Stadtklimaanalyse um ein Netz von Klimasensoren. Aktuelle Messwerte sollen die Bedingungen vor Ort sichtbar machen und helfen, an heißen Tagen kühlere Aufenthaltsorte zu finden. Die Daten sind über das Geoportal öffentlich zugänglich. mehr...

Hightech trifft Vermessungstradition: Hans Peter Jelinek (links), Leiter des Vermessungsamtes, und Erster Bürgermeister Jürgen Odszuck mit Drohne und modernen Messgeräten.

Heidelberg: Vom Geometer zum Digitalen Zwilling

[23.10.2026] Das Vermessungsamt der Stadt Heidelberg feiert sein 125-jähriges Bestehen. In dieser Zeit hat sich die Arbeit grundlegend verändert: Aus Messlatte und Theodolit wurden Laserscanner, Drohnen und digitale 3D-Stadtmodelle. Heute bilden die Geodaten des Amtes eine wichtige Grundlage für Stadtplanung, Verwaltung und digitale Anwendungen. mehr...

Screenshot Solarkataster Stadt Kaiserslautern

Kaiserslautern: Klimadaten im Geoportal

[16.10.2026] Die Stadt Kaiserslautern stellt in ihrem Geoportal zahlreiche digitale Karten und Fachdaten zu Klimaschutz und Klimaanpassung bereit. Das Angebot informiert unter anderem über Solarpotenziale, die kommunale Wärmeplanung und die Folgen des Klimawandels. mehr...

Smart Country Convention: RIWA zeigt Anwendungen für kommunale Geodaten

[07.10.2026] RIWA zeigt auf der Smart Country Convention Anwendungen, die kommunale Geodaten mit KI, BIM und Digitalen Zwillingen verknüpfen. Im Mittelpunkt stehen Baugenehmigungen, die KI-gestützte Datenauswertung und der Digitale Zwilling der Stadt Speyer. mehr...

Hochwassergebiet, knapp über der Wasserfläche sieht man ein Verkehrsschild, im Hintergrund Bäume und eine Stadtsilhouette

Dortmund: Digitale Karten zeigen Hochwassergefahren

[02.10.2026] Die Stadt Dortmund hat erste detaillierte Hochwassergefahrenkarten für kleinere städtische Gewässer veröffentlicht. Die digitalen Karten zeigen Wassertiefen, Fließrichtungen und Strömungsgeschwindigkeiten und sollen unter anderem den Katastrophenschutz, die Stadtplanung und die private Hochwasservorsorge unterstützen. mehr...

bericht

Geodatenmanagement: Systeme verbinden

[28.09.2026] Geodaten sind längst kein Spezialthema einzelner Fachabteilungen mehr. Sie sind Grundlage für zahlreiche kommunale Aufgabenbereiche. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an Aktualität, Qualität, Verfügbarkeit und Sicherheit. mehr...

Esri Digital Atlas: Interaktive Karten für den Unterricht

[17.09.2026] Mit dem Esri Digital Atlas steht Schulen und Bildungseinrichtungen eine neue kostenfreie Kartenanwendung zur Verfügung. Sie soll Schülerinnen und Schülern ermöglichen, geografische Zusammenhänge anhand interaktiver Karten und Daten zu untersuchen. mehr...

Zwei Personen halten eine 5¼-Diskette zur Datensicherung in die kamera

Frankfurt am Main: Geodateninfrastruktur feierte Jubiläum

[08.09.2026] Die Stadt Frankfurt am Main hat das zehnjährige Bestehen ihrer Geodateninfrastruktur gefeiert – und dabei auch einen Ausblick auf künftige Entwicklungen gegeben. mehr...

Zwei Personen vor einem Monitor auf dem historische 3D-Modell Gütersloh um 1900 zu sehen ist

Gütersloh: Virtueller Spaziergang durch die Vergangenheit

[04.09.2026] Die historische Gütersloher Stadtmitte um das Jahr 1900 lässt sich nun dauerhaft virtuell erleben. Die Abteilung Geoinformation der Stadt hat dazu eine von Modellbauer Norbert Jebramcik detailgetreu errichtete Miniaturstadt in ein 3D-Modell umgewandelt. mehr...

Überwiegend orangefarbene Stadtkarte

Frankfurt a.M.: Stadtklima neu kartiert

[17.08.2026] Wo staut sich Hitze, auf welchen Wegen gelangt kühle Luft in die Stadt und wo fehlt Grün? Der aktualisierte Klimaplanatlas macht solche Zusammenhänge sichtbar. Neue Simulationen und hochaufgelöste Vegetationsdaten unterstützen eine klimaangepasste Stadtplanung. mehr...

VertiGIS: Whitepaper zur Cybersicherheit

[12.08.2026] Steigende Sicherheitsanforderungen stellen Vermessungs- und Katasterverwaltungen vor neue Herausforderungen. Ein Whitepaper von VertiGIS beschreibt regulatorische Vorgaben und mögliche Betriebsmodelle für den Schutz von Geobasisdaten. mehr...

Blick über die Schulter einer Frau, die auf ihrem Smartphone die Coole Karte der Stadt Münster geöffnet hat

Münster: Cooler Stadtplan mit neuen Funktionen

[31.07.2026] Der „Coole Stadtplan“ der Stadt Münster wurde jetzt um eine 3D-Karte und zusätzliche Informationen ergänzt. So kann in dem Online-Angebot nun auch nach Wetterstationen und Standorten öffentlicher Toiletten gesucht werden. mehr...

Screenshot aus dem Stadtbezirksatlas Hannover/Stadtbezirk Bothfeld-Vahrenheide

Hannover: Kommunalpolitik sichtbar machen

[27.07.2026] Hannovers Stadtbezirk Bothfeld-Vahrenheide macht Kommunalpolitik auf einer digitalen Karte für jedermann sichtbar. Der Atlas will zeigen, wo Entscheidungen des Stadtbezirksrats konkret wirken und so auch die Demokratie stärken. mehr...

Thermometer, das knapp 40 Grad anzeigt, im Gegenlicht gegen einen blauen Himmel und strahlende Sonne fotografiert

Augsburg: Erholung von hohen Temperaturen

[24.07.2026] Die Stadt Augsburg kontert brütende Sommerhitze mit einer interaktiven Karte, die kühlere Orte wie Parks, Schattenplätze oder Kirchen ausweist. Damit will die Stadt während Hitzeperioden die Gesundheit und das Wohlbefinden von Bürgerinnen und Bürgern unterstützen. mehr...

Trinkwasserbrunnen in einem Park vor verschwommenem Hintergrund

Kreis Wesel: Geoportal als Gesundheitskompass

[24.07.2026] Das Geoportal des Kreises Wesel wird zum Hitze- und Gesundheitskompass ausgebaut: Eine interaktive Karte führt Nutzende schnell zu gesundheits- und hitzerelevanten Angeboten und Infrastrukturen im gesamten Kreisgebiet. mehr...