Mittwoch, 25. Februar 2026

BremenKI-Assistenz für Behördendienste

[25.02.2026] Der Bremer Senat stellt 500.000 Euro für einen KI-Assistenten im Serviceportal bereit. Die Anwendung soll Bürgerinnen, Bürger und Unternehmen künftig verlässlich durch Verwaltungsleistungen führen und den Zugang zu digitalen Angeboten gezielt erleichtern.
Frau in einem hellen Büro starrt mit genervtem Gesichtsausdruck auf einen Computerbildschirm

Undurchdringlicher Antragsdschungel? In Bremen soll ein KI-Assistent entstehen, der Antragstellenden bei der Bearbeitung ihrer Anliegen hilft.

(Bildquelle: dragoscondrea/123rf.com)

Die Freie Hansestadt Bremen beginnt mit der Planungsphase für einen neuen digitalen Assistenten für das Serviceportal Bremen. Für das Vorhaben hat der Senat am gestrigen Dienstag (24. Februar 2026) 500.000 Euro aus dem Investitionssofortprogramm beschlossen. Der KI-Assistent soll Bürgerinnen, Bürger und Unternehmen schrittweise durch Verwaltungsverfahren führen und offene Fragen klären – und damit den Zugang zu Online-Leistungen deutlich erleichtern. Es ist vorgesehen, die KI fest in das Serviceportal zu integrieren – dort auffindbar, wo die meisten Nutzerinnen und Nutzer in die Verwaltungsverfahren einsteigen. Dabei hat die Lösung ausschließlich auf geprüfte Informationen der Verwaltung Zugriff.

Entlastung für alle

Bürgerinnen und Bürgern wie auch Unternehmen wird es durch den Assistenten erleichtert, den richtigen Antrag zu finden und ihn vollständig mit allen erforderlichen Unterlagen abzugeben. „Das zeigt, wie KI dabei helfen kann, die öffentliche Verwaltung digitaler und noch bürgernäher zu gestalten“, so Bremens Finanzsenator Björn Fecker. Auch die Beschäftigten in der Verwaltung profitierten: Für sie reduziere sich der Arbeitsaufwand, wenn Anträge vollständig abgegeben werden und Rückfragen entfallen. „Dieses Potenzial von KI für den gegenseitigen Nutzen von Bürgerinnen und Bürgern sowie Verwaltung wollen wir zielgenau heben“, betont Fecker.

Klärung wichtiger Fragen

Darüberhinaus kann der KI-Assistent gezielte Auskünfte erteilen, etwa zu Gebühren, erwarteten Bearbeitungszeiten, Zuständigkeiten und Ähnlichem. Er unterstützt aber auch bei komplexeren Anliegen: So kann er dazu beitragen, Antragsvoraussetzungen und Antragsberechtigung zu klären oder weist auf fehlende oder widersprüchliche Angaben hin. In der Umsetzung liegt der Schwerpunkt zunächst auf Leistungen mit hoher Nachfrage und relevanter Online-Nutzung. Perspektivisch ist eine Ausweitung auf weitere Leistungen vorgesehen. Die Lösung wird barrierefrei konzipiert; im Projektverlauf soll außerdem geprüft werden, in welchem Umfang mehrsprachige Unterstützung – vor allem für stark nachgefragte Leistungen – umsetzbar ist.





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