SingenLoRaWAN für Wertstoffhof
Als Schritt in Richtung Smart City und Internet of Things (IoT) wollen Stadt und Stadtwerke Singen ein LoRaWAN-Funknetz aufbauen und setzen dabei auf die Kompetenzen der Unternehmen Thüga Energienetze und Thüga SmartService. Zunächst kommt der LoRaWAN-Service am Wertstoffhof in Singen zum Einsatz. Wie Thüga mitteilt, wurden dazu vor dem Wertstoffhof auf einer Länge von 150 Metern Sensoren im Boden verbaut. „Werden diese Messstellen von einem Auto überfahren, senden die belegten Sensoren jeweils Signale zur Antenne und die schickt sie weiter zum Server“, erklärt Dietmar Ehinger, Projektverantwortliche bei den Thüga Energienetzen. Auf der Website der Stadtwerke Singen könnten Kunden so die Anliefersituation digital überprüfen, also vor einer Fahrt zum Wertstoffhof nachsehen, welcher Andrang dort aktuell herrscht.
Die Technik wird laut Thüga bereits seit Sommer vergangenen Jahres getestet. Denn die Sensoren mussten auch bei Wetter-Extremen funktionieren, also bei zweistelligen Minusgraden im Winter oder wenn sich im Sommer der Asphalt auf Temperaturen von über 50 Grad erhitzt.
Die Anwendungsgebiete für LoRaWAN sind nach Angaben von Markus Kittl, Mitglied der Geschäftsleitung der Thüga Energienetze, vielfältig. „In der Versorgungstechnik etwa kann man den Füllstand von Abfallcontainern abrufen, die Frage klären, ob nach einer Großveranstaltung ein Stadtbus mehr eingesetzt werden soll, oder ob nach einem Unwetter ein Überlaufbecken geöffnet werden muss“, meint Kittl. „Wir schaffen mit solchen Übertragungssystemen konkrete Mehrwerte für die Bürgerinnen und Bürger. Das bedeutet den Übergang unseres Dienstleistungsangebots von der reinen Versorgung mit Erdgas und Strom hin zu einem Ausbau der Lebensqualität für alle. Das ist unser Ziel.“
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