Samstag, 26. September 2026

KasselNeues Verkehrsmanagement

[19.10.2015] Mit einem neuen Management-System will Kassel den Verkehr in der Stadt besser steuern. Ein so genannter Ampelphasen-Assistent soll unter anderem den Verkehrsteilnehmern helfen, ihr Fahrverhalten anzupassen.
Luftbild der Stadt Kassel mit Altstadt und Fulda

Ein neues Management-System soll in Kassel den Verkehr besser steuern.

(Bildquelle: Andreas Pott  / pixelio.de)

Ein neues Verkehrsmanagement-System soll den Verkehr in Kassel sicherer, effizienter und umweltverträglicher machen. Entwickelt wurde es laut der hessischen Kommune im Rahmen des bundesweiten Forschungsprojekts UR:BAN. Kassel gehöre neben Düsseldorf und Frankfurt am Main zu den ersten Städten, die auf einer nationalen Plattform zahlreiche Verkehrsdaten anbieten. „Für Dienstleister von Navigationsgeräten ist es jetzt schon möglich, hilfreiche Verkehrsdaten aus dem Kasseler Stadtgebiet wie aktuelle Verkehrsstärken oder Beeinträchtigungen durch Baustellen abzurufen“, erklärt Stadtbaurat Christof Nolda. „Rundfunksender beziehen Daten über die Belegung der Parkhäuser. Mit dem Informationsangebot unterstützen wir Verkehrsteilnehmer, sich sicher, umweltgerecht und wirtschaftlich im Straßenverkehr zu verhalten.“ Dazu beitragen könnte laut der Meldung auch der so genannte Ampelphasen-Assistent. Er ist während des UR:BAN-Projekts an der Universität Kassel unter der Leitung von Professor Robert Hoyer entwickelt worden. Der Assistent signalisiert dem Autofahrer frühzeitig, ob er an der nächsten Ampel auf „Rot“ oder „Grün“ treffen wird. „Der Verkehrsteilnehmer kann damit sein Fahrverhalten so anpassen, dass unnötige Brems- und Beschleunigungsvorgänge vermieden werden: Umweltschädliche Emissionen wie Schadstoffe und Lärm werden dadurch reduziert“, erklärt Professor Hoyer. Das neu aufgebaute Verkehrsmanagement-System der Stadt versorge den Ampelphasen-Assistent mit den notwendigen Daten. Im Straßennetz hat die Stadt laut eigenen Angaben ein Testfeld aus 27 Ampeln eingerichtet. Die hochdynamischen Schaltdaten dieser Ampeln seien in einer eigenen Projektdatenbank bei der Stadt in Echtzeit gesammelt und für eine Prognose der Schaltzeiten aufbereitet worden. Der Datenaustausch erfolgt über den Mobilfunk, der Prototyp einer Smartphone-App wurde an der Universität Kassel getestet. Die Forschungsergebnisse können laut der Meldung auch das Steuerungsverfahren an den Ampeln optimieren. Vorgesehen ist außerdem, im Kasseler Stadtgebiet mehrere variable Anzeigetafeln an den Hauptzufahrtsstraßen aufzustellen. Denkbar sei, darauf Informationen zum Verkehrsfluss in der Stadt anzuzeigen.





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