Montag, 21. September 2026

Open SourceÖffentlicher Code für smarte Kommunen

[25.03.2022] Open Source Software (OSS) kann auch im Bereich Smart City genutzt werden. Einer der Vorteile: die Anpassung und Nachnutzung bereits entwickelter Lösungen. Eine neue Infoplattform soll es OSS-interessierten Kommunen erleichtern, bestehende Projekte zu finden und sich zu vernetzen.

Open Source Software (OSS) hat nicht nur für die Nutzung innerhalb der Verwaltung viel Potenzial. Auch im Smart-City-Umfeld können Open-Source-Lösungen ihre Vorteile ausspielen – etwa die Nachnutzung durch andere Kommunen. Doch welche Lösungen gibt es bereits in diesem Bereich? Wo können interessierte Kommunen Information zu bereits bestehenden Open-Source-Entwicklungsprojekten rund um Smart City finden? Nun ging mit smartfloss.de eine Infodatenbank online, die eine Übersicht bereits bestehender Open-Source-Entwicklungsprojekte für Smart Cities und andere kommunale Anwendungen bietet. Darüber berichtet die Kommunale Gemeinschaftsstelle für Verwaltungsmanagement (KGSt), die – neben verschiedenen Kommunen, Forschungseinrichtungen und der Koordinierungs- und Transferstelle Modellprojekte Smart Cities (KTS) – an der Arbeitsgruppe beteiligt ist, in der die Idee zu der Infoplattform entstand. Kommunen sind herzlich zur Mitarbeit am Infoportal SmartFLOSS eingeladen, so die KGSt, die die Zusammenarbeit ebenfalls unterstützt.

SmartFLOSS und andere Austauschplattformen

Die Software-Grundlage der SmartFLOSS-Datenbank ist Mediawiki. Nach erfolgreicher Registrierung können mit Open-Source-Projekten befasste kommunale Mitarbeiter sofort loslegen und Information zu ihren konkreten Entwicklungsprojekten hinterlegen. Auch Kooperationspartner der Kommunen können sich an SmartFLOSS beteiligen. Im Wiki können auch externe Links, etwa zu Open Source Code Repositories wie GitHub gesetzt werden. Im April 2022 soll zudem die Open-Source-Plattform der öffentlichen Verwaltung, Open CoDE, online gehen, auf die dann ebenfalls verlinkt werden kann. Open CoDE soll es Interessierten aus Bund, Ländern und Kommunen erlauben, offene Quellcodes ihrer verwaltungsrelevanten Software-Projekte abzulegen und mit anderen Entwicklern zusammenarbeiten. Klare Richtlinien und lizenzrechtliche Anforderungen auf der Open-CoDE-Plattform sollen die (rechts-)sichere Wiederverwendung von Open Source Software in der öffentlichen Verwaltung fördern. Eine weitere Austauschmöglichkeit, auf die die KGSt hinweist, ist die Plattform KGSt-Kommunect. Hier ist ein Austausch zu Projekten und Ideen im Kontext der Digitalisierung unabhängig von Open Source möglich. Die Zielrichtung sei hier also eine andere, doch für viele der Projekte sei durchaus auch diese Plattformen von Interesse.





Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Smart City
Holzblöcke vor blauem Hintergrund bilden eine aufsteigende Treppe mit einem roten Block ganz oben. Symbol für eine Rangliste

Haselhorst Smart City Ranking: Ranking ohne Rangliste

[17.09.2026] Das Haselhorst Smart-City-Ranking verzichtet 2026 erstmals darauf, die Platzierungen der untersuchten Städte aktiv zu veröffentlichen. Ganz geheim bleibt die Rangliste dennoch nicht: München hat seinen erneuten ersten Platz bereits selbst bekannt gegeben. mehr...

Gruppenfoto mit Vertreterinnen und Vertretern der Urban Stack Community

Gütersloh: Zusammenarbeit im Urban Stack

[17.09.2026] Gemeinsam kommt man auf dem Weg zu Digitaler Souveränität besser voran: Dieser Überzeugung sind die aktuell zehn Kommunen, die sich der von der Stadt Gütersloh entwickelten Datenplattform Urban Stack bereits angeschlossen haben. Beim ersten Community-Treffen gab es jetzt konkrete Weichenstellungen und Neuigkeiten. mehr...

Fünf Personen präsentieren den neuen Sensor am Marktplatz Rheydt.

Mönchengladbach / Viersen: Nächtliche Kaltluftströme unter der Lupe

[16.09.2026] In einem gemeinsamen Smart-City-Projekt erforschen Mönchengladbach und Viersen über fest installierte Sensoren die Kaltluftströme in den beiden Städten. Ziel ist es, damit neue Datengrundlagen für Klimaanpassung und Stadtplanung zu schaffen. mehr...

Stuttgarter Schlossplatz mit Jubiläumssäule bei gutem Wetter, Menschen sitzen auf der Wiese.

Smart City Index 2026: Stuttgart übernimmt die Spitze

[09.09.2026] Stuttgart führt erstmals den Smart City Index des Digitalverbands Bitkom an und verdrängt München auf Rang 2. Hamburg folgt auf Platz 3. Mönchengladbach, Bremen, Erlangen und Hildesheim zählen zu den größten Aufsteigern unter den deutschen Großstädten. mehr...

Stadtansicht Braunschweig

Braunschweig: Innovationsstrategie für die digitale Zukunft

[09.09.2026] Für die digitale Transformation der Verwaltung hat Braunschweig eine Innovationsstrategie vorgelegt, über die der Rat Ende September entscheidet. Sie umfasst den Einsatz von Künstlicher Intelligenz und Cloud-Lösungen sowie den Aufbau einer urbanen Datenplattform. mehr...

Smart-City-Plattformen: Neuer DIN-Standard veröffentlicht

[07.09.2026] Handlungsempfehlungen für den Aufbau resilienter, skalierbarer und nachhaltiger Smart-City-Infrastrukturen liefert jetzt die neue DIN SPEC 91377 zu „Datenmodellen und Protokollen in offenen urbanen Plattformen“. mehr...

Wolfsburg: Virtuelles Modell für reale Planungen

[02.09.2026] Das virtuelle Wolfsburg ist fertig. Der vollständig auf Open-Source-Technologien basierende digitale Stadtzwilling bündelt unter anderem Klima-, Wetter- und Straßenzustandsdaten und soll städtebauliche Vorhaben anschaulicher machen – für die Planenden ebenso wie für Bürgerinnen und Bürger. mehr...

Lächelnde Frau im geblümten Sommerkleid vor einem großen Monitor.

Hanau: Mit einem Klick informiert

[31.08.2026] Hanau hat eine öffentliche Datenplattform freigeschaltet, die Live-Informationen zu Parkraum, Innenstadtfrequenz und Wetter bündelt. Das browserbasierte Dashboard ist kostenlos und ohne Anmeldung verfügbar und soll um weitere Smart-City-Anwendungen ergänzt werden. mehr...

Drei Menschen mit Spaten, im Hintergrund ein orangefarbenes Baufahrzeug

Grünpflege: Smart Gießen in Augsburg

[31.08.2026] Augsburg baut die sensorgestützte Bewässerung seiner Stadtbäume aus. Messwerte aus mehreren Bodenschichten und Wetterdaten zeigen, wann und wo gegossen werden muss. So will die Stadt Wasser sparen, Pflegefahrten reduzieren und ihr Grün besser durch Trockenperioden bringen. mehr...

Smart-City-Strategie: Für viele Kommunen eine Herausforderung.

Smart City: Offenheit als Schutz vor Abhängigkeiten

[24.08.2026] Kommunen sollten ihre Smart-City-Infrastruktur so aufbauen, dass Systeme verschiedener Hersteller zusammenarbeiten und Daten unter kommunaler Kontrolle bleiben. Armin Mühlberger von sixData hat in einem Interview vor langfristigen Abhängigkeiten gewarnt und sieht offene Schnittstellen als Voraussetzung für flexible und sichere digitale Infrastrukturen. mehr...

Kartenansicht in Grau mit gelben, grünen und orangenen Punkten.

Karlsruhe: Kleinräumige Daten zum Stadtklima

[21.08.2026] Karlsruhe gehört zu den heißesten Städten in Deutschland. Hunderte Klimasensoren erheben nun detaillierte Daten zum Stadtklima, die auf einer Online-Karte ausgewertet werden können. Die Stadt hat bereits vor mehr als zehn Jahren ihre erste Klimaanpassungsstrategie veröffentlicht. mehr...

Ein Wasserhahn, aus dem Euroscheine fließen, wird von der Hand eines Mannes im schauten Anzu zugedreht
bericht

Serie Smart Cities, Teil 5: Digitalisierung verstetigen

[13.08.2026] In vielen Kommunen wurde die Einführung digitaler Lösungen mithilfe von Fördermitteln angestoßen. Was ist nun zu tun, um die Smart-City-Projekte auch nach dem Ende des Förderzeitraums finanzierbar zu machen und fest in den kommunalen Prozessen zu verankern? mehr...

Geflutete Straße in Deutschland, Schild Hochwasser im Vordergrund

Studie: Digitale Hochwasservorsorge

[10.08.2026] Eine neue Publikation aus der Begleitforschung des Programms Modellprojekte Smart Cities zeigt anhand mehrerer Praxisbeispiele, wie digitale Lösungen Kommunen bei der Hochwasservorsorge unterstützen. mehr...

Messfahrzeug zum Erfassen des Straßenzustands

Dresden: Straßenzustand smart erfasst

[07.08.2026] In der Smart City Dresden erfolgt derzeit eine Befahrung im gesamten Stadtgebiet, um den Zustand des Straßennetzes digital zu erfassen. In Kombination mit Sensordaten soll das der Stadt künftig ermöglichen, die finanziellen Mittel für den Straßenbau mit dem größtmöglichen Nutzen einzusetzen. mehr...

Abholboxen für Pässe oder Urkunden unweit des Wiesbadener Bürgerbüros.
bericht

Serie Digitalstädte: Stadt der Pilotprojekte

[04.08.2026] Wiesbaden setzt bei der Digitalisierung auf einen ganzheitlichen Ansatz. Bürgerorientierung steht bei allen Vorhaben im Vordergrund. Gleichzeitig beteiligt sich Hessens Landeshauptstadt an zwei prestigeträchtigen Pilotprojekten des Bundesdigitalministeriums. mehr...