Sonntag, 26. Juli 2026

Frankfurt am MainReform der städtischen IT

[15.12.2016] Die Stadt Frankfurt am Main stellt ihre IT neu auf. Künftig darf das Amt für Informations- und Kommunikationstechnik etwa verbindliche Regelungen für den IT-Betrieb erlassen und erhält die Fachaufsicht über die zentrale IT-Infrastruktur, Basisdienste und IT-Standardarbeitsplätze.
Frankfurt am Main: Amt für Informations- und Kommunikationstechnik wird in seiner Rolle als zentraler IT-Dienstleister der Stadtverwaltung gestärkt.

Frankfurt am Main: Amt für Informations- und Kommunikationstechnik wird in seiner Rolle als zentraler IT-Dienstleister der Stadtverwaltung gestärkt.

(Bildquelle: PIA/Stefan Maurer)

Eine weitreichende Reform der städtischen IT hat der Magistrat der Stadt Frankfurt am Main beschlossen. Wie das Frankfurter Presse- und Informationsamt (PIA) mitteilt, wird das Amt für Informations- und Kommunikationstechnik damit in seiner Rolle als zentraler IT-Dienstleister der Stadtverwaltung gestärkt. Es erhalte zudem umfassende Richtlinienkompetenz und Fachaufsicht. „Die IT nimmt sowohl bei den verwaltungsinternen Arbeitsprozessen als auch bei der Verbesserung des Bürgerservices eine immer wichtigere Rolle ein. Bisher fehlten in der Stadtverwaltung jedoch oftmals verbindliche Grundlagen, um IT- und E-Government-Verfahren sowie die damit einhergehenden Effizienz- und Serviceverbesserungen flächendeckend umsetzen zu können“, erklärte Frankfurts IT-Dezernent Jan Schneider. Wesentlicher Grund hierfür sei die dezentrale IT-Struktur der Stadt mit einer Vielzahl kleinerer IT-Organisationseinheiten in den Fachämtern, deren Betriebsprozesse bislang keiner einheitlichen fachlichen Steuerung unterliegen. „Aus diesem Grund wird das Amt für Informations- und Kommunikationstechnik die Kompetenz erhalten, stadtweit einheitliche und verbindliche Regelungen für einen sicheren und wirtschaftlichen IT-Betrieb der Stadtverwaltung zu erlassen“, so Schneider weiter. Insbesondere werde das Amt die Fachaufsicht über die zentrale IT-Infrastruktur, darunter das städtische Netzwerk und die Rechenzentren, die IT-Basisdienste wie zum Beispiel stadtweit eingesetzte Kollaborationsplattformen sowie die IT-Standardarbeitsplätze bekommen. Die ämterspezifischen Fachverfahren sollen dagegen in der Verantwortung der dezentralen IT-Bereiche verbleiben. Darüber hinaus werde das Amt für Informations- und Kommunikationstechnik für die strategische Ausrichtung der gesamtstädtischen IT sowie die Erarbeitung und konsequente Umsetzung von IT-Sicherheitsstandards zuständig sein. Stadtrat Schneider: „Ich bin davon überzeugt, dass wir mit dieser Reform die städtische IT insgesamt sicherer, wirtschaftlicher und serviceorientierter aufstellen werden.“





Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Politik
Porträtaufnahme von Kristina Sinemus.

Hessen: Digitale Basis für finanzschwache Kommunen

[22.07.2026] Mit einem neuen Förderprogramm unterstützt Hessen insbesondere finanzschwächere Kommunen bei der Einführung grundlegender Technologien für die Verwaltungsdigitalisierung. Damit soll die digitale Transformation auch in Kommunen mit engen finanziellen Spielräumen vorankommen. mehr...

Zahnräder_Hände
bericht

Digitalisierung: Taskforce eingerichtet

[16.07.2026] Niedersachsen versteht die Digitalisierung als ebenenübergreifende Aufgabe. Mit Rahmenwerk, strategischer Steuerung und operativer Unterstützung, gebündelt mit Standardisierung und konsequenter Kooperation, sind Land und Kommunen auf einem guten Weg. mehr...

bericht

Baden-Württemberg: Komm.ONE fordert neue Dynamik

[06.07.2026] Die Verwaltungsdigitalisierung in Baden-Württemberg soll deutlich an Tempo gewinnen. Im Mittelpunkt stehen eine engere Zusammenarbeit zwischen Land und Kommunen, verlässliche Finanzierungsmodelle sowie eine stärkere Rolle des kommunalen IT-Dienstleisters bei der Umsetzung zentraler Digitalisierungsprojekte. Auch eine langfristige Annäherung an die Landes-IT BITBW schließen die Verantwortlichen nicht aus. mehr...

Sachsen-Flagge im Wind

Sachsen: Mittel für kommunale Digitalisierung

[06.07.2026] Sachsen plant im Doppelhaushalt 2027/2028 weitere Mittel für die Verwaltungsdigitalisierung ein. Neben dem Sächsischen Verwaltungsnetz und zentralen Landesportalen sollen auch Kommunen bei digitalen Diensten und internen Verfahren unterstützt werden. mehr...

Gruppenfoto am Spreeufer, das Kanzleramt im Hintergrund

Vitako: Der moderne Staat fängt in den Kommunen an

[02.07.2026] Die Staatsmodernisierung entscheidet sich nicht im Konzept, sondern in der kommunalen Umsetzung. Beim Politischen Abend von Vitako diskutierten Bundestagsabgeordnete und Fachleute, wie kommunale IT-Dienstleister, gemeinsame Standards und klare Governance die Verwaltungsdigitalisierung voranbringen können. mehr...

Porträt Landrat Dr. Achim Brötel

Deutscher Landkreistag: Landkreise als Innovationsräume

[25.06.2026] Digitale Modernisierung muss in der kommunalen Praxis ankommen: Der Deutsche Landkreistag dringt im Austausch mit Bundesdigitalminister Karsten Wildberger darauf, Landkreise bei zentralen Vorhaben der Staatsmodernisierung frühzeitig einzubinden. mehr...

Dr. Annika Busse - Hamburg CIO
interview

Hamburg: Gemeinsam mehr erreichen

[24.06.2026] Seit Ende vergangenen Jahres ist Annika Busse neue Hamburg-CIO. Im Interview spricht sie über Mitarbeitermotivation, Ziele für Hamburgerinnen und Hamburger sowie die Verwaltung und darüber, woran sie am Ende ihrer Amtszeit gemessen werden möchte. mehr...

von rechts: Mehring, Sinemus, Wildberger, daneben noch weitere (unbekannte) Personen

BMDS/Bayern: Kooperation zur flächendeckenden Digitalisierung

[23.06.2026] Im Rahmen einer Pilotkooperation wollen das Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung (BMDS) und das Bayerische Staatsministerium für Digitales (StMD) bis Ende dieses Jahres in allen bayerischen Kommunen zentrale digitale Verwaltungsleistungen bereitstellen. Die Rolle des Generalunternehmers auf Ebene des Landes übernimmt die AKDB. mehr...

zwei Männer geben sich die Hand_Karsten Wildberger_mario Voigt

Thüringen: Wichtige Online-Dienste für alle Kommunen

[11.06.2026] Thüringen und der Bund wollen fünf Verwaltungsleistungen bis Ende März 2027 landesweit digital verfügbar machen. govdigital und KIV Thüringen sollen die Online-Dienste in den Thüringer Kommunen bis zur vollständigen Betriebsfähigkeit integrieren. mehr...

Niedersachsen: Im Maschinenraum der Verwaltungsdigitalisierung

[28.05.2026] Seit April unterstützt eine Taskforce niedersächsische Kommunen dabei, wichtige Verwaltungsleistungen online anzubinden. Die Beteiligten arbeiten eng zusammen, um technische, organisatorische und finanzielle Hürden für den Einsatz der Online-Dienste aus dem Weg zu räumen – mit Erfolg. mehr...

bericht

re:publica26: Vom Ankündigen zum Liefern

[21.05.2026] Auf der Digitalkonferenz re:publica26 zieht Bundesdigitalminister Karsten Wildberger eine Jahresbilanz und spricht sich resolut für mehr digitale Souveränität und Open Source aus. mehr...

Komm.ONE: Landesregierung strebt engere Zusammenarbeit an

[18.05.2026] Die neue Landesregierung in Baden-Württemberg will Landes-IT und kommunale IT künftig enger zusammenführen und ein gemeinsames Rechenzentrum aufbauen. Komm.ONE unterstützt die Pläne und sieht darin eine wichtige Grundlage für die weitere Digitalisierung der Verwaltung. mehr...

Offizielles Porträt von Bundesdigitalminister Karsten Wildberger

Ein Jahr BMDS: Gute Ansätze – zu wenig Verbindlichkeit

[07.05.2026] Ein Jahr nach dem Start des Digitalministeriums ziehen weitere Branchenverbände Bilanz. Die Open Source Business Alliance fordert mehr Verbindlichkeit bei Open Source und digitaler Souveränität, der BREKO verlässliche Rahmenbedingungen für den Glasfaserausbau. mehr...

Mitglieder des Digitalausschusses des DStGB

DStGB: Umsteuern zur rein digitalen Verwaltung

[30.04.2026] Wie digitale Lösungen, Automatisierung und Künstliche Intelligenz zur Modernisierung des Staates beitragen und so für die dringend nötige Entlastung der Kommunen sorgen können, diskutierte der Ausschuss für Digitalisierung des Deutschen Städte- und Gemeindebunds auf seiner Frühjahrstagung.
 mehr...

Vitako: Impulse für die Digitalisierung

[29.04.2026] Auf der Vitako-Mitgliederversammlung haben Deutschlands kommunale IT-Dienstleister zentrale Weichen für die Verwaltungsdigitalisierung gestellt. Im Fokus standen der Deutschland-Stack, die interföderale Marktentwicklung, das Zukunftsbild der kommunalen IT sowie Fragen der digitalen Souveränität.  mehr...