Donnerstag, 13. August 2026

Limbach-OberfrohnaSensoren zählen Weihnachtswichtel

[12.12.2024] Ein erster Use Case im Rahmen der Smart-City-Kooperation zwischen der Stadt Limbach-Oberfrohna und dem Unternehmen GISA dient der temporären Personenstrommessung. Im Pilotprojekt Wichtelcounter wurde die Anwendung jetzt getestet.
Weihnachtsmarkt m Rathaushof von Limbach-Oberfrohna

Die Besucher des Weihnachtsmarkts im Rathaushof von Limbach-Oberfrohna wurden mittels Sensortechnik gezählt.

(Bildquelle: Stadt Limbach-Oberfrohna)

Die nahe Chemnitz gelegene Stadt Limbach-Oberfrohna hat den IT-Dienstleister GISA damit beauftragt, eine Smart-CityPlattform für die Digitalisierung ihrer Verwaltungsprozesse bereitzustellen und verschiedene Use Cases dafür zu entwickeln. Ein erster Anwendungsfall betrifft die temporäre Personenstrommessung im Stadtkern. Ziel ist es, Erfolge von Maßnahmen zur Innenstadtbelebung messbar zu machen. Die Pilotanwendung wurde nun vom 6. bis 8. Dezember 2024 auf dem Weihnachtsmarkt getestet.  

Das Areal des Limbach-Oberfrohnaer Weihnachtsmarktes, der an drei Tagen stattfindet, verfügt über drei Zu- und Ausgänge. Mit diesen Limitierungen bot er laut GISA perfekte Voraussetzungen für einen Proof of Concept. Die Idee: ein Wichtelcounter, also die Besucher des diesjährigen Weihnachtsmarkts mittels Sensortechnik zu zählen.

Dabei arbeitete GISA nach eigenen Angaben mit dem Unternehmen Intenta ARC zusammen, einem Spezialisten für Besuchsstatistiken, der im Rahmen des Wichtelcounters ein neues Sensorsystem für den Outdoor-Bereich getestet hat. Die Sensoren wurden jeweils über die Eingänge zum Weihnachtsmarkt montiert. GISA wiederum zeichnete für die IoT-Verknüpfung verantwortlich, also die Erfassung und Verarbeitung der Daten über seine Smart X Platform. Ausgegeben wurden die visualisierten Informationen dann auf einem internen Dashboard für die Stadtverwaltung sowie einem öffentlichen Dashboard, welches die Besuchszahlen des aktuellen Tages jeweils übersichtlich darstellte. Die Zählung erfolgte minütlich, die Aktualisierung der Darstellung alle fünf Minuten.

„Befürwortung findet das Projekt schon jetzt durch die Ordnungsbehörden der Stadt Limbach-Oberfrohna, die bisher auf Schätzungen der Besuchszahlen angewiesen waren und nun endlich mit genauen Werten arbeiten können“, heißt es vonseiten der Firma GISA. Zudem erhalte die Stadt durch das Projekt Einblicke in das Besuchsverhalten des Weihnachtsmarktes sowie die Funktionsweise der Sensorik und der GISA Smart X Platform. Mit den Erkenntnissen aus dem Pilotprojekt könnten nun weitere Einsatzszenarien wie etwa die Besucherzählung bei offenen Veranstaltungen in der Stadthalle hinsichtlich Umsetzbarkeit und Wirksamkeit geplant werden.





Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Smart City
Geflutete Straße in Deutschland, Schild Hochwasser im Vordergrund

Studie: Digitale Hochwasservorsorge

[10.08.2026] Eine neue Publikation aus der Begleitforschung des Programms Modellprojekte Smart Cities zeigt anhand mehrerer Praxisbeispiele, wie digitale Lösungen Kommunen bei der Hochwasservorsorge unterstützen. mehr...

Messfahrzeug zum Erfassen des Straßenzustands

Dresden: Straßenzustand smart erfasst

[07.08.2026] In der Smart City Dresden erfolgt derzeit eine Befahrung im gesamten Stadtgebiet, um den Zustand des Straßennetzes digital zu erfassen. In Kombination mit Sensordaten soll das der Stadt künftig ermöglichen, die finanziellen Mittel für den Straßenbau mit dem größtmöglichen Nutzen einzusetzen. mehr...

Abholboxen für Pässe oder Urkunden unweit des Wiesbadener Bürgerbüros.
bericht

Serie Digitalstädte: Stadt der Pilotprojekte

[04.08.2026] Wiesbaden setzt bei der Digitalisierung auf einen ganzheitlichen Ansatz. Bürgerorientierung steht bei allen Vorhaben im Vordergrund. Gleichzeitig beteiligt sich Hessens Landeshauptstadt an zwei prestigeträchtigen Pilotprojekten des Bundesdigitalministeriums. mehr...

Silke Lehnhardt
interview

Interview: Mehr Mut zum Ausprobieren

[04.08.2026] Silke Lehnhardt hat nach 30 Jahren Privatwirtschaft den Wechsel in die Verwaltung gewagt. In Wiesbaden leitet sie nun das Amt für Innovation, Organisation und Digitalisierung. mehr...

Gruppenbild mit Förderurkunde im Schatten eines Baumes

Dietzenbach: Nachhaltiger und noch smarter

[04.08.2026] Dietzenbach erweitert sein Smart-City-System um ein Energiemonitoring und eine automatisierte Wintergefahrenerkennung. Dafür integriert die Stadt erprobte Anwendungen anderer hessischer Kommunen in ihre bestehende Datenplattform. mehr...

Ein Sensor an einem Baum im Tennenloher Forst, im Hintergrund eine Feuerwehrkraft

Katastrophenschutz: Waldbrände mit KI frühzeitig erkennen

[03.08.2026] Im Rahmen des Projekts SmartForestFire entwickelt das Fraunhofer Cluster für kognitive Technologien CCIT ein KI-gestütztes Frühwarnsystem, um Brände schneller zu erkennen, Fehlalarme zu reduzieren und insbesondere kleinere oder kritische Waldgebiete effizient überwachen zu können. Im Tennenloher Forst bei Erlangen wird es aktuell unter realen Bedingungen erprobt. mehr...

Kassel: Smart-City-App veröffentlicht

[30.07.2026] Die Stadt Kassel hat eine Smart-City-App für Bürgerinnen, Bürger und Gäste veröffentlicht. Die Anwendung bündelt städtische Informationen und Echtzeitdienste auf einer Open-Source-Plattform und soll gemeinsam mit den Nutzenden weiterentwickelt werden. mehr...

Dem Schulwerk unterstehen unter anderem Schulen in Augsburg.

Augsburg: Smart-City-Plattform wächst weiter

[23.07.2026] Augsburg hat seine Smart-City-Plattform technisch und inhaltlich erweitert. Aktuelle Stadt- und Verkehrsdaten lassen sich nun flexibler in Webseiten und Anwendungen einbinden. Teile des Angebots stehen auch in der Augsburg-App bereit. mehr...

Vier Personen aus dem Bad Belziger Smart-City-Team sitzen vor einer Infotafel
bericht

Serie Digitalstädte: Mehrwerte schaffen

[07.07.2026] Förderprojekte wie der Wettbewerb Modellprojekte Smart Cities sind für kleinere Kommunen wie die Stadt Bad Belzig wichtig, um mit der Digitalisierung voranzukommen. Es braucht aber sichtbare Mehrwerte, damit es anschließend weitergeht. mehr...

Mehrere Personen halten Sensoren in die Kamera

Gütersloh: Sensoren unterstützen Winterdienst

[07.07.2026] 
In Gütersloh geht das Smart-City-Projekt „Smarter Winterdienst“ in den Testbetrieb – an 13 Standorten im Stadtgebiet werden künftig Sensoren den Zustand der Fahrbahnoberfläche erfassen. mehr...

Die Stadt der Zukunft ist vernetzt.

BBSR: Smarte Praxisbeispiele für Kommunen

[06.07.2026] Das BBSR hat sein Kompendium „Smart Cities und Smart Regions“ und die dazugehörige Storymap erweitert. Die 30 neuen Beispiele zeigen, wie Kommunen aus konkreten Problemen digitale Lösungen entwickeln – und was andere Städte und Gemeinden daraus für eigene Projekte lernen können. mehr...

eine der Rheinbrücken zwischen Mannheim und Ludwigshafen

Mannheim: Sensoren schützen Rheinbrücken

[06.07.2026] Optische Sensoren erfassen ab sofort den Verkehr auf den beiden Rheinbrücken zwischen Mannheim und Ludwigshafen. Das von der Smart City Mannheim realisierte Monitorungprojekt soll dazu beitragen, Verkehrsströme transparent zu machen und gezielte Maßnahmen zum Schutz der Bauwerke abzuleiten. 
 mehr...

Grafik zur urbanen Datenplattform in Aalen
bericht

Aalen / Heidenheim: Hoher Praxisnutzen

[29.06.2026] In Aalen und Heidenheim wird Smart City praxisnah: Sensoren liefern Daten zu Glatteis, Pegelständen und weiteren Risiken. Eine gemeinsame Plattform verbindet diese Informationen und unterstützt Verwaltung, Feuerwehr und Bauhof im Alltag. mehr...

Fahrraddaten Screenshot Digitaler Zwilling

Wiesbaden: Positive Bilanz zum Digitalen Zwilling

[29.06.2026] Der Digitale Zwilling Wiesbaden hat sich für die Stadt seit seinem Start im Sommer vergangenen Jahres bereits zu einem wichtigen Werkzeug für Planung, Beteiligung und Information entwickelt. 
 mehr...

Mehrere Personen eröffnen die Digitalen Tage Hamm 2026 durch drücken auf einen symbolischen Startknopf

Hamm: Smart-City-Strategie beschlossen

[29.06.2026] Im Rahmen ihrer Digitalisierungsstrategie hat die Stadt Hamm in den vergangenen Jahren zahlreiche Maßnahmen angestoßen und teils bereits umgesetzt. Für den Zeitraum 2027 bis 2032 wird die Strategie nun als Smart-City-Strategie fortgeschrieben. Die Bürger können mitbestimmen, welche Themen künftig stärker in den Fokus rücken sollen. mehr...