Samstag, 24. Oktober 2026

KaiserslauternSmarte Beleuchtungsanlage eröffnet

[14.08.2019] Die bislang längste smarte Beleuchtungsanlage in Rheinland-Pfalz ist in Kaiserslautern eröffnet worden. Die zehn Anlagen lassen sich vor Ort durch die Nutzer oder aus einer Leitstelle steuern, melden selbstständig Fehler, projizieren bei Glätte Warnungen auf den Gehweg und messen Temperatur, Luftfeuchtigkeit sowie Nutzungsfrequenz.
Die längste intelligente Leuchtenstrecke in Rheinland-Pfalz ist eröffnet.

Die längste intelligente Leuchtenstrecke in Rheinland-Pfalz ist eröffnet.

v.l.: Roger Lewentz, rheinland-pfälzischer Minister des Innern, für Sport und Infrastruktur; Oberbürgermeister Dr. Klaus Weichel; KL.digital Chef Dr. Martin Verlage; CDO Prof. Dieter Rombach

(Bildquelle: Martin Koch Fotografie)

In Kaiserslautern ist jetzt die derzeit längste intelligente und vernetzte Strecke von Leuchten in Rheinland-Pfalz eröffnet. Wie das Unternehmen ICE Gateway mitteilt, hat es in den vergangenen Monaten zusammen mit der Stadt und KL.digital intensiv an der Digitalisierung des Wegs und der Umrüstung von insgesamt zehn Straßenleuchten gearbeitet. 300 Meter sei die Pilotstrecke lang. Über Taster und Bewegungsmelder lassen sich hier die Beleuchtungsstärke bedarfsgerecht von Fußgängern und Radfahrern steuern. Die Leuchten melden selbstständig Fehlfunktionen und Wartungsbedarf, Projektoren werfen bei Glätte Warnungen auf den Gehweg. Die Lampen können laut ICE Gateway außerdem ferngesteuert werden und es seien Sensoren für die Messung von Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Nutzungsfrequenz vorhanden. Durch den Einsatz moderner LED-Technik werde der Energieverbrauch bei eingeschaltetem Licht um 70 Prozent gesenkt, das Streulicht zudem erheblich reduziert. Laut eigenen Angaben hat ICE Gateway die Smart-City-Lösung entwickelt und baut das sichere Internet-of-Things-Netzwerk auf Basis programmierbarer Mobile Edge Computer (iceMEC) auf. „Wir haben die Sensorik speziell auf die Bedürfnisse der Stadt Kaiserlautern eingestellt. Im Herbst werden bereits die ersten wertvollen Erkenntnisse des Testgebiets vorliegen“, sagt ICE Gateway Geschäftsführer Ralf Gerbershagen. Warum sich die Projektpartner für die Umrüstung einer bestehenden Beleuchtung entschieden haben, begründet Oberbürgermeister Klaus Weichel: „Unser Ziel war es, eine Strecke umzurüsten, nicht eine komplett neue Anlage aus dem Boden zu stampfen. So ist erstens die Übertragbarkeit auf weitere Straßen besser gewährleistet und zweitens natürlich auch auf andere Kommunen. Diese neue Lösung spart der Verwaltung Zeit und Kosten.“ Roger Lewentz, rheinland-pfälzischer Minister des Innern, für Sport und Infrastruktur fasst zusammen: „Digitale Möglichkeiten sollten so eingesetzt werden, dass sie die Lebensqualität konkret verbessern und direkte Vorteile für die Bürgerinnen und Bürger schaffen. Mit der engen Verzahnung neuer technischer Möglichkeiten und der Stadtentwicklung hat Kaiserslautern einen deutschlandweiten Vorbildcharakter inne. Die smarten Leuchten sind erneut ein Schritt nach vorne. Auch die Entscheidung zur 5G-Modellregion und der Smart City bestätigen die positive Weiterentwicklung eindrucksvoll. Gleichzeitig kooperieren die Stadt und KL.digital im Interkommunalen Netzwerk Digitale Stadt bereits jetzt mit Andernach, Speyer, Wörth am Rhein und Zweibrücken sowie ab 2020 weiteren Städten, um Erfolgsprojekte und Ideen in die anderen Regionen des Landes zu tragen.“ Wenn die neuen Lösungen in Kaiserslautern die Leistung erbringen, die von den Projektpartnern erwartet wird, sollen weitere Straßen und Wege mit der Technik ausgestattet werden, heißt es in der Pressemeldung von ICE Gateway abschließend.





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