Donnerstag, 23. April 2026

Bad VilbelStrecke frei

[20.01.2016] Zur Planung und Dokumentation nutzt der Winterräumdienst in der Stadt Bad Vilbel eine Logistik-Software und Ortungssysteme in den Fahrzeugen.
Winterdienst lückenlos dokumentieren.

Winterdienst lückenlos dokumentieren.

(Bildquelle: PTC GPS-Services GmbH)

Ein zuverlässiger Winterdienst ist für Kommunen ebenso unerlässlich wie eine sinnvolle Einsatzplanung und der lückenlose Nachweis der Straßenräumung. In Bad Vilbel kommt deshalb die M2M-Lösung (Machine to Machine) des Anbieters PTC GPS-Services und der Deutschen Telekom zum Einsatz. Was früher einen hohen Aufwand bedeutete, läuft in der hessischen Kommune jetzt automatisiert und somit einfacher ab. Das Unternehmen PTC GPS-Services entwickelt und vertreibt GPS-gestützte Telematik-Anwendungen. Die Basis der Lösung ist ein im Fahrzeug integriertes Ortungssystem, das mit einem GPS- sowie mit einem Global System for mobile communications (GSM)-Modul zur mobilen Datenübertragung ausgestattet ist. Das Fahrzeug sendet seine so ermittelte Position mit weiteren Daten an ein webbasiertes Flottenportal, wo sich die Informationen weiter verarbeiten und analysieren lassen.

Automatische Dokumentation

Mit dieser Lösung arbeitet auch die in Bad Vilbel für den Winterräumdienst zuständige Firma Bachmann und Schumacher. In rund 100 Touren kümmert sich das Unternehmen um etwa 3.000 Liegenschaften und befreit Straßen von Schnee und Eis. Bislang war in der Kommune die manuelle Dokumentation der Einsätze mithilfe eines Online-Portals üblich: Gefahrene Routen und die dafür benötigte Zeit wurden handschriftlich vermerkt, was einen hohen zeitlichen Aufwand bedeutete. Die Möglichkeit zur automatischen Auswertung der Routen fehlte. „Mit der M2M-Lösung von PTC lässt sich die Streckenplanung und -dokumentation automatisieren“, erläutert Conrad Riedesel, Leiter Commercial Management M2M bei der Telekom. „Das Mobilfunkmodul sendet die Fahrzeugdaten – aktuelle Position, eingesetzte Räumgeräte und benötigte Zeit pro Einsatz – an eine zentrale Software. Über diese verfolgen die Disponenten die gefahrenen Routen, den Betrieb der eingesetzten Räumungsgeräte und den Verbrauch von Streusalz.“ So lässt sich die optimale Strecke im Vorfeld berechnen, was Zeit und Spritkosten spart. Zudem ist über das Web-Portal ablesbar, wo sich welches Fahrzeug gerade befindet und welcher der kürzeste Weg zum nächsten Einsatzort ist. Auch die voraussichtliche Ankunftszeit des Streufahrzeugs lässt sich vorhersagen. Das ermöglicht eine einfachere Planung des Notdienstes.

Lückenloser Nachweis

Für Bachmann und Schumacher bedeutet die Lösung von PTC mehr Sicherheit: Das System weist automatisch nach, dass der Winterräumdienst seine Pflicht erfüllt hat. Über eine Software kann die Information direkt an den Kunden weitergegeben werden. „Versicherungsfälle werden uns häufig erst viele Monate später gemeldet“, erklärt Regina Mies von Bachmann und Schumacher. „Mit der M2M-Lösung können wir im Versicherungsfall die Daten aus unserem Online-Protokoll untermauern. Wir können den Batteriestand der Fahrzeuge aus der Ferne checken und rechtzeitig vor dem Einsatz reagieren. Zudem haben wir die Kontrolle über unerlaubte Privatfahrten und die Einhaltung der Straßenverkehrsordnung unserer Mitarbeiter.“ Auch für die lückenlose Dokumentation ist die Lösung ein Gewinn: Zu welchem Zeitpunkt welcher Wagen im Einsatz war, hält das System automatisch fest.

Nadja Kirchof ist bei der Deutschen Telekom im Bereich Corporate Communications tätig.




Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Panorama
Bayerische Fahne vor blauem Himmel

Bayern: So bewerten Bürger ihre Verwaltung

[16.04.2026] Eine repräsentative Studie der Bayerischen Verwaltungsschule offenbart Chancen und Herausforderungen für Verwaltungen im Freistaat. Demnach bewerten die Bürgerinnen und Bürger digitale Verwaltungsangebote zwar grundsätzlich positiv, wünschen sich aber unter anderem, dass Kommunen transparenter mit ihnen kommunizieren. mehr...

Ein Mädchen in einer braunen Jacke sitzt auf einer Bank und schaut oder liest etwas auf einem Smartphone.

Hessen: Innovative Lösungen für krisenfeste Strukturen

[16.04.2026] In Darmstadt zeigt das LOEWE-Zentrum emergenCITY, wie Forschung zu digitaler Resilienz in Städten schneller in die Praxis gelangt. Entwickelt werden Lösungen, die digitale Systeme auch in Krisensituationen funktionsfähig halten und die Notfallkommunikation sichern. mehr...

Plakat zum zweiten Osnabrücker GovTech Hackathon

Osnabrück: Zweiter GovTech Hackathon am Start

[07.04.2026] 
Im Rahmen eines zweiten GovTech Hackathons sucht die Stadt Osnabrück wieder digitale Innovationen für die öffentliche Verwaltung. mehr...

Eine junge Frau macht per Smartphone ein Foto vom Potsdamer Rathaus.
bericht

Serie Digitalstädte: Stadt mit Gründergeist

[23.03.2026] Am Anfang war Nixdorf. Heute ist die Stadt Paderborn ein Hotspot der ostwestfälischen IT-Wirtschaft mit starkem Mittelstand, ausgezeichneter Universität und ambitionierter Verwaltung. Ein Besuch. mehr...

Ein Mann und eine Frau recken ihre Handys der Kamera entgegen.

Erfurt: Hilfe per Knopfdruck

[17.03.2026] Für viele Menschen gehören Stadtfeste und Märkte zum urbanen Lebensgefühl. Um diese sicherer zu machen, hat die Stadt Erfurt nun mit dem Anbieter der Sicherheits-App SafeNow einen Rahmenvertrag unterzeichnet. mehr...

Dreieckiges Baustellenschild mit schaufelndem Männchen aus der Untersicht aufgenommen.

Nordrhein-Westfalen: Kommunen melden ihre Baustellen digital

[13.03.2026] Werden Baustellen an der öffentlichen Infrastruktur überregional erfasst, können Terminkollisionen und Potenziale zur Bündelung leichter erkannt werden. In Nordrhein-Westfalen sollen Kommunen nun gesetzlich zur Meldung in einem zentralen digitalen Portal verpflichtet werden. mehr...

Transparente, kubische Trophäen stehen aufgereiht auf einem grauen Podest.

OSBA: Innovative Open-Source-Lösungen gesucht

[06.03.2026] Zum zweiten Mal findet der bundesweite Wettbewerb für erfolgreiche Open-Source-Lösungen aus der öffentlichen Verwaltung statt. Behörden und öffentliche Stellen aller föderalen Ebenen können sich bis Ende Juni bewerben, die Preisverleihung erfolgt im Rahmen der Smart Country Convention. mehr...

Bremen: Verwaltung punktet mit Online-Services.

Bremen: Schub für die Verwaltungsdigitalisierung

[03.03.2026] Performa Nord, ein Verwaltungsdienstleister der Freien Hansestadt Bremen, erhält aus dem Investitionssofortprogramm des Landes rund vier Millionen Euro. 2026 und 2027 sollen Terminmanagement, Heil- und Dienstunfallfürsorge sowie die IT-Ausstattung der Einrichtung digitalisiert und modernisiert werden. mehr...

Holzklötze mit Icons: Buch, Hirn, Schachfigur

Praxisleitfaden: Wissen bewahren und nutzen

[19.02.2026] Speziell an die Führungsebene in der öffentlichen Verwaltung richtet sich eine Orientierungshilfe der Innovationsstiftung Bayerische Kommune. Der Leitfaden liefert praxisnahe Impulse, wie erfolgreiches Wissensmanagement in kleinen Schritten aufgebaut werden kann. mehr...

Rotweißer Leuchtturm hinter Sünden auf der Insel Amrum

Föhr-Amrum: Digitale Lösungen für die Zukunft der Inseln

[18.02.2026] Im Rahmen der Föhr-Amrumer Zukunftsimpulse hat das Amt Föhr-Amrum den Island Future Award initiiert. Ausgezeichnet werden Projekte, die Inseln und Küstenregionen durch praxistaugliche Digitalisierung konkret stärken. mehr...

Mehrere Personen halten bunte Zahnräder aneinander.

NExT-Netzwerk: Arbeit neu strukturiert

[17.02.2026] Mit einer neuen strategischen Struktur richtet der Verein NExT seine Arbeit zur Verwaltungstransformation neu aus: Künftig sollen Austausch, Analyse und politische Einordnung enger verzahnt werden. Ein Relaunch der Website macht diesen Anspruch auch nach außen sichtbar. mehr...

Detailaufnahme Bauplan mit Bleistift

Schleswig-Holstein: Unterstützung für kommunale Bauleitplanung

[05.02.2026] Schleswig-Holstein will Bauleitpläne künftig mit dem Standard XPlanung und einer zentralen Bereitstellungsplattform landeseinheitlich digital verfügbar machen. Das Land unterstützt Kommunen bei der Umwandlung bestehender Pläne. mehr...

Zeichnung von Händen, die je ein Puzzleteil in der Hand halten, die zusammengefügt werden. Daneben steht ÖFIT-Wegbereiter geschrieben.

ÖFIT-Wegbereiter-Reihe: Kompetenzaufbau in der Verwaltungspraxis

[30.01.2026] Als niedrigschwellige, anwendungsorientierte Lern- und Arbeitsinstrumente sollen die ÖFIT-Wegbereiter die interdisziplinäre Bearbeitung von Digitalisierungsprojekten in der öffentlichen Verwaltung unterstützen. Die Reihe umfasst derzeit vier Ausgaben unter anderem zu den Themen Low Code, generative Künstliche Intelligenz und Digitale Souveränität. mehr...

Junger Mann mit Kopfhörern in einer Büroumgebung, die untere Hälfte seines Gesichts von einem Monitor verdeckt.

Vitako: Die Verwaltung der Zukunft im Podcast

[16.01.2026] Orientierung schaffen, Debatten anstoßen und zeigen, wie öffentliche IT den digitalen Staat mitgestaltet – das will der neue Podcast von Vitako, der Bundesarbeitsgemeinschaft der Kommunalen IT-Dienstleister. mehr...

KDO: IT-Wissen praxisnah vermittelt

[14.01.2026] Die KDO-Akademie vermittelt IT-Kompetenz: Im vergangenen Jahr wurden mehr als 200 Schulungen durchgeführt. Nun entwickelt sich das Angebot weiter. In verschiedenen Formaten wird neben Know-how zu konkreten IT-Lösungen auch Wissen zu übergreifenden Themen vermittelt. mehr...