Samstag, 7. November 2026

Region Digitaler KnüllVier Kommunen machen Lust auf Land

[06.09.2024] Vom intelligenten Einsatz von Sensoren über Terminals für die selbstständige Beantragung von Ausweisen bis hin zu Abholstationen für Ausweisdokumente oder Coworking Hubs reichen die Projekte, welche die Region Digitaler Knüll ausmachen werden. Es handelt sich um das gemeinsame Projekt von vier ländlichen Kommunen.
Homberg (Efze)

Homberg (Efze), Frielendorf, Knüllwald und Schwarzenborn erhalten vom Land Hessen knapp 1,7 Millionen Euro an Fördermitteln für die neue Region Digitaler Knüll.

(Bildquelle: Hessisches Ministerium für Digitalisierung und Innovation)

In einem gemeinsamen Projekt wollen Homberg (Efze), Frielendorf, Knüllwald und Schwarzenborn sowohl das Leben als auch das Arbeiten auf dem Land erleichtern. Wie das hessische Ministerium für Digitalisierung und Innovation mitteilt, sollen in der Region Digitaler Knüll nicht nur Coworking Hubs an mehreren Stellen eingerichtet werden. Auch Smart-City-Komponenten inklusive digitaler Verwaltungsservices seien geplant. Dafür erhält das Projekt knapp 1,7 Millionen Euro an Fördermitteln aus dem Programm Starke Heimat Hessen. Die vier Kommunen arbeiten bereits bei verschiedenen Verwaltungsthemen zusammen. Durch ihre Lage auf dem Land sei der Anreiz für digitale Lösungen besonders hoch, schreiben sie in ihrem Antrag. Die geplanten Coworking Hubs sollen die Attraktivität der Dörfer verbessern, indem sie dazu beitragen, von überall an der Arbeitswelt teilnehmen zu können. Mit einem Campus neues Leben und Arbeiten sollen wiederum digitale Denkräume entstehen, um bisherige Erfolge zu verstetigen. Smarte Lösungen auch für die Bürger Ein weiteres Teilprojekt sei die Installation von Sensoren. Zum Netzwerk zusammengeschlossen sollen sie die Energieverbräuche in den Coworking-Hubs, Dorfgemeinschaftshäusern und weiteren kommunalen Gebäuden ermitteln. Auch Abfallbehälter sollen mit Sensoren ausgestattet werden, die den Füllstand ermitteln. Solarbetriebene Mülleimer mit integrierter Müllpresse sollen zusätzlich zu optimierten Leerungsintervallen beitragen. Des Weiteren sind in der Region digitale Informationstafeln und Abholstationen für Ausweisdokumente geplant. Mittels Terminal soll es den Bürgern ermöglicht werden, Ausweise selbstständig zu beantragen und biometrische Fotos zu machen. Damit sie Verwaltungsangelegenheiten sicher und verschlüsselt digital erledigen können, soll außerdem die mit der eID verknüpfte E-Mail angeboten werden. Effizientere kommunale Leistungen „Die Unterstützung aus dem Förderprogramm Starke Heimat Hessen hilft unseren vier Kommunen, einen wichtigen Schritt in Richtung bürgernahe Digitalisierung zu gehen“, sagt Hombergs Bürgermeister Nico Ritz stellvertretend für die vier Gemeinden. „Der Aufbau eines Ökosystems Digitaler Knüll für Kreative und Digitalarbeitende wird ebenso gefördert wie der intelligente Einsatz von Sensoren, Informationstafeln und Abholstationen. Dies erleichtert und verstärkt die Effizienz, Koordination und Kontrolle kommunaler Leistungen und ermöglicht digitales Netzwerken. Wir danken dem hessischen Ministerium für Digitalisierung und Innovation herzlich für diese Förderung.“ Passende Anreize schaffen Die Region Digitaler Knüll macht Lust auf Land, erklärt Staatssekretär Stefan Sauer anlässlich der Förderbescheidübergabe. „Hier trifft Tradition auf Moderne. Das ist gut so. Denn Digitalisierung soll und darf nicht nur in urbanen Räumen stattfinden, sondern landesweit. Gerade ländliche Räume bieten hier viel Potenzial. Aber es sind Anreize und entsprechende Angebote nötig, um die Menschen zum Bleiben oder zum Umziehen aufs Land zu bewegen.“ Die Region Digitaler Knüll biete hierzu viele innovative Ideen mit weiteren Anknüpfungsmöglichkeiten. Sehr erfreulich sei außerdem, die Kooperation der Kommunen. „Interkommunale Zusammenarbeit ist ein wichtiger Faktor, um Digitalisierung voran zu treiben.“





Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Smart City
Feuer in einem Kiefernwald

Katastrophenschutz: Per Drohne Brände frühzeitig erkennen

[06.11.2026] Die Unternehmen NeuralDrones und Arcanus Aerial Systems haben eine Partnerschaft zur KI-gestützten Waldbrandüberwachung vereinbart. Autonome Drohnen sollen Brände frühzeitig erkennen und Einsatzkräfte bei der Brandnachwache entlasten. Erste Praxistests in Bayern verliefen nach Angaben der Projektpartner erfolgreich. mehr...

Sensor an einem Fließgewääser im Hintergrund Häuser

KielRegion: Pegeldaten für die Klimaanpassung

[05.11.2026] Mit digitalen Sensoren werden in der Region Kiel Wasserstände und Durchflussmengen in Gewässern und Rückhaltebecken überwacht. Die Messdaten stehen ab sofort auf der regionalen Datenplattform DatenDock zur Verfügung und sollen Kommunen bei der Klimaanpassung unterstützen. mehr...

Wehende Flagge mit dem Landeswappen von Sachsen.

Sachsen: Zwei Millionen für smarte Regionen

[04.11.2026] Das Land Sachsen fördert digitale Lösungen für kommunale Aufgaben mit insgesamt bis zu zwei Millionen Euro. Kommunen, kleine und mittlere Unternehmen sowie wissenschaftliche Einrichtungen können vom 10. November bis zum 8. Dezember 2026 Projektskizzen einreichen. mehr...

Kaiserslautern: KI optimiert Verkehrsmanagement

[29.10.2026] Kaiserslautern setzt auf Künstliche Intelligenz und vernetzte Verkehrstechnik, um den Verkehr effizienter und umweltfreundlicher zu gestalten. Bei einem bundesweiten Netzwerktreffen stellte die Stadt ihre Projekte KIMONO I und AORTA vor. mehr...

Frau mit VR-Brille schaut durch ein Panoramafenster auf eine Stadtlandschaft

Hamburg: Digitale Zwillinge gezielt fördern

[28.10.2026] Hamburg hat ein Zentrum Digitaler Zwilling gegründet und fördert erste Vorhaben über einen Zwillingsfonds. Die neuen Strukturen sollen Fachwissen in der Verwaltung bündeln und den Einsatz der digitalen Stadtmodelle über Ressortgrenzen hinweg voranbringen. mehr...

Zwei Frauen und vier Männer stehen neben einem der neuen smarten Mülleimer in Dortmund.

Dortmund: Smarte Mülltonnen für saubere Parks

[28.10.2026] In Grünanlagen und im Zoo der Stadt Dortmund melden smarte Abfallbehälter jetzt automatisch den Füllstand und ermöglichen so eine bedarfsgerechte Leerung. Das soll Fahrwege reduzieren, Ressourcen schonen und die Parks sauber halten. mehr...

Ein Mann und eine Frau blicken mit einem Tablet in der Hand auf einen Park, dessen digitale Version auf dem Tablet zu sehen ist
bericht

Kirchheim b. München: Digitales Herz von Smartheim

[27.10.2026] Die Gemeinde Kirchheim bei München zeigt, dass auch kleinere Kommunen groß denken und die digitale Stadtentwicklung strategisch sowie mit konkretem Nutzen für die Bürgerinnen und Bürger gestalten können. Herzstück hierfür ist ein Digitaler Zwilling. mehr...

Altstadt von Wetzlar mit Fachwerkhäusern

Wetzlar: Sensordaten für die Stadtentwicklung

[26.10.2026] Mithilfe von Lasertechnologie und der Verknüpfung verschiedener Datenquellen will die Stadt Wetzlar Verkehrs- und Besucherströme besser analysieren und steuern. Das Land Hessen fördert das Smart-City-Modellprojekt mit rund 515.000 Euro. mehr...

Radzählstation an der Wiwilibrücke

Freiburg: Beim Datenspaziergang die Smart City erleben

[21.10.2026] Wie werden Daten in einer Smart City erhoben und genutzt? Ein neuer Datenspaziergang in Freiburg zeigt an fünf Stationen, welche Technologien dahinterstecken und wie die gewonnenen Informationen zur Stadtentwicklung beitragen. mehr...

ein orangenes Winterdienstauto von hinten

Pforzheim: Ideen für die Smart City

[15.10.2026] Wie können offene Daten und Künstliche Intelligenz dazu beitragen, kommunale Herausforderungen zu lösen? Beim Smart City Hackathon in Pforzheim entwickeln die Teilnehmenden Anfang November praxisnahe Lösungen – vom Landschaftsschutz bis zum Winterdienst. mehr...

bericht

Apps: Smart City kann klein starten

[13.10.2026] Auch kleinere und mittlere Kommunen können Smart-City-Angebote mit überschaubarem Aufwand umsetzen. Ein möglicher Einstieg sind kommunale Apps: Sie bündeln Informationen, vernetzen lokale Akteure und eröffnen neue Wege für den Austausch mit der Bürgerschaft. mehr...

Vier Personen stehen rund um einen hohen Tisch auf dem beschriebene karten zu sehen sind

Smart City Summer School Dresden: Wissenstransfer für die Stadt der Zukunft

[12.10.2026] Wie lassen sich erfolgreiche Smart-City-Lösungen dauerhaft in Kommunen etablieren und auf andere Städte und Gemeinden übertragen? Mit dieser Frage beschäftigte sich die Smart City Summer School 2026 in Dresden. Forschende aus rund 50 wissenschaftlichen Einrichtungen diskutierten über Wissenstransfer, Resilienz und die Wirkung digitaler Stadtentwicklung. mehr...

Wie sehen die Städte der Zukunft aus?

Smart City: Digitale Grundversorgung dauerhaft sichern

[08.10.2026] Smarte Städte und Regionen brauchen mehr als befristete Modellprojekte. Sechs Verbände fordern dauerhaft finanzierte, übertragbare Strukturen für die digitale Daseinsvorsorge. Erprobte Lösungen sollen weiterbetrieben werden und allen Kommunen zugutekommen. mehr...

Smart Country Convention: Smart Water als Basis für weitere Anwendungen

[02.10.2026] Zenner zeigt auf der Smart Country Convention 2026, wie sich die Digitalisierung der Wasserwirtschaft mit weiteren Smart-City-Anwendungen verbinden lässt. Eine gemeinsame LoRaWAN-Infrastruktur soll dabei Daten aus unterschiedlichen kommunalen Bereichen übertragen. mehr...

Smart-City-Strategie: Für viele Kommunen eine Herausforderung.

Hamm: Digitaler Erfolgskurs

[24.09.2026] Hamm stellt die Weichen für die nächste Phase seiner Digitalisierung: Die bisherige Digitalisierungsstrategie wird zu einer Smart-City-Strategie für 2027 bis 2032 weiterentwickelt. Neue KI-Anwendungen und eine modernere Dateninfrastruktur sollen dabei eine größere Rolle spielen. mehr...