Bad HomburgAusbau der Smart-City-Aktivitäten

Übergabe des Förderbescheids für das Projekt „Digitale Stadt und Infrastruktur“.
v.l.: MdL Holger Bellino; Hessens Digitalministerin Kristina Sinemus; Bad Homburgs Oberbürgermeister Alexander Hetjes; Gregor Sommer, Bürgermeister der Gemeinde Wehrheim
(Bildquelle: HMD)
Hessens Digitalministerin Kristina Sinemus hat sich in Bad Homburg über den Umsetzungsstand des Vorhabens „Digital und smart den Limes überwinden“ informiert. Das Projekt wird vom hessischen Ministerium für Digitalisierung und Innovation im Rahmen des Programms „Starke Heimat Hessen“ mit Fördermitteln in Höhe von 1,9 Millionen unterstützt. Im Gepäck hatte die Ministerin zudem einen Förderbescheid über knapp 1,4 Millionen Euro, den sie an Bad Homburgs Oberbürgermeister Alexander Hetjes für das Projekt „Digitale Stadt und Infrastruktur“ überreichte. Bad Homburg will damit nach eigenen Angaben seinen Weg zur Smart City fortsetzen.
Vergangenes lebendig werden lassen
Gemeinsam mit der Stadt Friedrichsdorf und der Gemeinde Wehrheim hatte Bad Homburg in den vergangenen zwei Jahren im Rahmen des Programms „Digital und smart den Limes überwinden“ mehrere Digitalisierungsprojekte umgesetzt. Dazu zählen unter anderem digitale Stadtrundgänge, generationenübergreifende Digitalisierungskurse sowie als Basis eine Datenplattform.
Beim Besuch der Ministerin demonstrierte Bad Homburgs Chief Digital Officer, Michaela Pfeifer unter anderem, wie das Kurhaus einst und heute aussah und wie das Leben zur Zeit des Baus ausgesehen hat. Das Kurhaus ist laut Stadtverwaltung eine von 44 Sehenswürdigkeiten, dessen Historie Besucherinnen und Besucher künftig mittels eines QR-Codes lebendig werden lassen können. Dabei seien jeweils interaktive Inhalte und weiterführende Informationen hinterlegt. Im Wehrheimer Wald wurde der Klimaerlebnispfad mit 15 QR-Codes an den Stationen ergänzt.
Um die digitale Teilhabe in der Bevölkerung zu fördern, haben die drei Kommunen zudem die Stadtteil- und Familienzentren mit neuer Hardware ausgestattet, sodass digitale Services besser vor Ort genutzt werden können. Ein weiteres in der Umsetzung befindliches Teilprojekt ist die Installation von Sensoren, unter anderem zur Hochwasserüberwachung, zur Baumbewässerung oder zur Messung der Passantenfrequenz. Basis dafür ist eine zentrale cloudbasierte Datenplattform zur Erfassung und Verarbeitung der Daten. Über ein Smart-City-Dashboard und themenspezifische Fachanwendungen sind diese Informationen für die städtische Verwaltung sowie interessierte Bürger einsehbar.
Stadtplanung auf neuem Niveau
Auch im neuen Förderprojekt „Digitale Stadt und Infrastruktur“ sollen Teilprozesse zusammengeführt und visualisiert werden. Bisher basierten zentrale Prozesse der Stadtplanung, Verkehrsmanagement und Informationsbereitstellung auf veralteten Technologien und isolierten Insellösungen, heißt es im Antrag der Stadt Bad Homburg. Ziel sei es daher, durch digitale Technologien die Stadtplanung, Mobilitätssteuerung und Bürgerinformation auf ein neues Niveau zu heben – etwa durch die Entwicklung eines Digitalen Zwillings. Es solle eine datengetriebene Plattform etabliert werden, die Echtzeitinformationen bereitstelle und zukunftsorientierte Planungen und Simulationen ermögliche. Zudem sollen Bürgerinnen und Bürger dank dieses Modells interaktiv mittels Augmented und Virtual Reality auf Informationen zu öffentlichen Einrichtungen, Parks und Veranstaltungen zugreifen können.
Zweites Teilprojekt ist ein Smart Parking System, um den Parksuchverkehr zu reduzieren und lokale Geschäfte zu fördern. Darüber hinaus sollen künftig digitale Anzeigetafeln an strategischen Punkten in Echtzeit über Verkehr, Parkplätze und Veranstaltungen informieren. Zu guter Letzt umfasst das Vorhaben die Entwicklung eines neuen digitalen Fahrgastinformationssystems, das gleichzeitig die bestehenden Lösungen erweitert und in eine einheitliche Informationsplattform integriert wird.
Mit dem Förderprojekt ‚Digitale Stadt und Infrastruktur‘ schlage Bad Homburg ein neues Kapitel auf, so Oberbürgermeister Alexander Hetjes: „Wir verbinden moderne Technologien mit den Bedürfnissen der Menschen vor Ort – sei es durch smarte Stadtplanung, digitale Bürgerinformationen oder intelligente Mobilitätslösungen. Ich danke dem Land Hessen für die Unterstützung und freue mich, dass wir gemeinsam mit unseren Partnerkommunen den Weg zur Smart City konsequent weitergehen.“
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