MünsterSmarte Ressourcenschonung

Der KI-Einsatz soll den Abfallwirtschaftsbetrieben Münster (awm) zunächst zeigen, in welchen Straßen sie noch gezielter zur Bioabfalltrennung beraten müssen.
v.l.: awm-Revierbegleiter Marco Ackermann; Andreas Hölscher, Verkehrsleiter awm; Manfred Santjer, INFA GmbH Ahlen; Steffi Heeke, Projektleitung Smart Waste bei den awm; Dr. Daniel Baumkötter, Technischer Betriebsleiter awm; Arno Minas, Nachhaltigkeitsdezernent der Stadt Münster
(Bildquelle: awm)
Der KI-Einsatz soll den Abfallwirtschaftsbetrieben Münster (awm) zunächst zeigen, in welchen Straßen sie noch gezielter zur Bioabfalltrennung beraten müssen.
v.l.: awm-Revierbegleiter Marco Ackermann; Andreas Hölscher, Verkehrsleiter awm; Manfred Santjer, INFA GmbH Ahlen; Steffi Heeke, Projektleitung Smart Waste bei den awm; Dr. Daniel Baumkötter, Technischer Betriebsleiter awm; Arno Minas, Nachhaltigkeitsdezernent der Stadt Münster
(Bildquelle: awm)
Zwei Modellprojekte sind jetzt im Rahmen der Smart City Strategie der Stadt Münster gestartet. Wie die nordrhein-westfälische Kommune mitteilt, werden die Vorhaben bis Mitte des Jahres 2027 von den Abfallwirtschaftsbetrieben Münster (awm) im York- und Oxford-Quartier umgesetzt. Eines der beiden Projekte widme sich der Verbesserung der Bioabfallqualität. Dafür haben die awm ein Abfallsammelfahrzeug mit Künstlicher Intelligenz (KI) ausgestattet. Im Inneren des Fahrzeugs sei eine Kamera installiert. Sie erstelle während des Schüttvorgangs zur Entleerung einer Mülltonne, Bilder vom darin enthaltenen Bioabfall. Die KI erkenne, ob der Abfall Fremdstoffe enthält, die nicht in die Biotonne gehören. „Sie bewertet den Inhalt der Tonne und übermittelt das Ergebnis in Form von grünen, gelben und roten Punkten in Echtzeit ins System“, erklärt Daniel Baumkötter, technischer Betriebsleiter der awm. „Persönliche Daten werden dabei nicht erhoben.“
Eine Übersichtskarte zeigt schließlich, in welchen Straßen die awm noch gezielter zur Bioabfalltrennung beraten müssen, erklärt Münster. Dort werden dann die Biokontrolleure der awm eingesetzt und hängen vor der nächsten Leerung eine gelbe Informationskarte an die Tonne. Bei wiederholt falscher Befüllung bekomme die Biotonne die rote Karte und bleibe ungeleert stehen. Den Inhalt falsch befüllter Tonnen müssen die awm als Restmüll entsorgen und können ihn nicht zu Kompost und Biogas weiterverwerten. Somit gehen Ressourcen verloren, was künftig vermieden werden soll.
Das zweite Projekt widmet sich der Abfallvermeidung, erklärt Münster. Dafür werden bis Ende des Jahres 2025 an zentralen Orten im Quartier smarte Sharing-Schränke installiert. Sie fungieren als Leih-, Tausch- und Verschenkstationen, an denen Gegenstände des alltäglichen Bedarfs wie Bohrmaschinen, Teppichreiniger oder Sportgeräte unkompliziert an Nutzerinnen und Nutzer ausgegeben werden können. Durch die gemeinschaftliche Nutzung soll Abfall vermieden werden.
Beide Vorhaben sind Teil des übergeordneten Modellprojekts Abfallfreie Quartiere, das vom Institut für Abfall, Abwasser und Infrastruktur-Management Ahlen (INFA) wissenschaftlich begleitet wird. In dessen Rahmen werden auch die Füllstandssensoren an öffentlichen Papierkörben und Elektroschrottbehältern ausgeweitet.
Feedback, Ideen und Wünsche zum Modellprojekt Abfallfreie Quartiere können die Bewohnerinnen und Bewohner des York- und Oxford-Quartiers über die Beteiligungsplattform NRW einreichen. Die entsprechenden Informationen haben die awm per Postwurfsendung in den Vierteln verteilt.
Rüsselsheim: Modellprojekt zu KI
[27.07.2026] Vom hessischen Digitalministerium erhält die Stadt Rüsselsheim 309.000 Euro zum Aufbau eines KI-gestützten Assistenzsystems für die Verwaltung. Drei Tools sollen für mehr Effizienz sorgen und anschließend zur Nachnutzung bereitgestellt werden. mehr...
Umfrage: Wie gut sind Kommunen für KI gerüstet?
[21.07.2026] Eine Studie des Cloud-Anbieters Yorizon untersucht, wie gut Kommunen auf Digitalisierung, KI und Nachhaltigkeitsanforderungen vorbereitet sind, wo sie Defizite sehen und wie sie das Zusammenspiel dieser Themen bewerten. mehr...
Kreis Peine: KI-gestützte Dokumentenprüfung für Aufenthaltstitel
[21.07.2026] Der Landkreis Peine erweitert seine digitalen Dienstleistungen für Aufenthaltstitel um eine KI-gestützte Dokumentenprüfung. Die neue Funktion soll die Online-Antragstellung unterstützen und zunächst bei ausgewählten Antragsverfahren zum Einsatz kommen. mehr...
EU AI Act: Jetzt noch Governance-Strukturen aufbauen
[20.07.2026] Anfang August tritt der EU AI Act in vollem Umfang in Kraft. Das geht für die Kommunen mit zahlreichen Aufgaben einher: Sie müssen unter anderem wissen, welche KI-Systeme in ihrer Verwaltung betrieben werden, eine Risikobewertung vornehmen und Verantwortlichkeiten regeln. mehr...
SPARK-Hackathon: KI trifft Geodaten
[20.07.2026] Beim ersten SPARK-Hackathon des BMDS erprobte ein Team unter Beteiligung der Softwarefirma con terra, wie amtliche Geodaten die KI-Assistenz für Planungs- und Genehmigungsverfahren erweitern können. Im Fokus stand die Frage, wie GIS- und BIM-Daten in die KI-Lösung SPARK integriert werden können. mehr...
Dell-Studie: KI kommt in den Behörden an
[20.07.2026] Fast jede zweite deutsche Behörde nutzt bereits generative KI, viele weitere planen den Einstieg. Eine IDC-Studie im Auftrag des IT-Konzerns Dell Technologies zeigt zugleich: Datenschutz, Regulierung und fehlendes Fachwissen bremsen die Umsetzung. mehr...
Frankfurt am Main: Kompetenz für KI
[16.07.2026] Ein zentrales KI-Kompetenzteam baut die Stadt Frankfurt am Main auf. Damit sollen der Wissensaustausch einzelner Initiativen und Synergieeffekte gefördert sowie dem demografischen Wandel in der Verwaltung begegnet werden. mehr...
Demo Day: Vibe Modeling zum Ausprobieren
[14.07.2026] Im Rahmen eines Demo Day wurde beim NEGZ – Kompetenznetzwerk Digitale Verwaltung das Potenzial KI-gestützter Low-Code-Entwicklung für die Verwaltung aufgezeigt und über offene Fragen diskutiert. mehr...
München: KI wird noch intelligenter
[13.07.2026] München hat sein internes KI-Werkzeug MUCGPT weiterentwickelt. Die neue Version bietet eine übersichtlichere Oberfläche, technische Anbindungen über MCP und teilbare Assistenten – und steht als Open-Source-Lösung auch anderen Kommunen offen. mehr...
Studie: KI ist in deutschen Behörden angekommen
[13.07.2026] Knapp 83 Prozent der Beschäftigten im öffentlichen Sektor in Deutschland nutzen bereits Künstliche Intelligenz. Das zeigt die Studie „Global AI Adoption Survey“. Gleichzeitig fehlen nach Einschätzung vieler Befragter klare Regeln, Schulungen und technische Voraussetzungen für einen sicheren und systematischen Einsatz. mehr...
Märkischer Kreis: Hackathon zum KI-Einsatz
[09.07.2026] Im Märkischen Kreis soll Künstliche Intelligenz künftig vermehrt Routineaufgaben übernehmen und so die Abläufe in der Verwaltung beschleunigen. Im Rahmen eines Hackathons hat der Kreis jetzt für sechs praxisnahe Anwendungsfälle erste KI-Prompts entwickelt. mehr...
KI-Governance: Rahmen für agentische Prozesse
[08.07.2026] KI-Agenten werden zunehmend Teil operativer Verwaltungsprozesse. Damit Automatisierung im öffentlichen Sektor kontrollierbar, vertrauenswürdig und rechtssicher bleibt, braucht es klare Rollen, nachvollziehbare Entscheidungswege, geregelte Datenzugriffe und tragfähige Governance. mehr...
Umfrage: Echtzeitdaten schaffen Vertrauen in die KI
[07.07.2026] Der Schutz sensibler Bürgerdaten durch einheitliche Sicherheits- und Zugriffskontrollen wird zum entscheidenden Fundament für vertrauenswürdige KI im öffentlichen Sektor. Herkömmliche Datenarchitekturen erweisen sich dabei für Agentische KI als zu träge. Das zeigen die Ergebnisse einer Umfrage des Unternehmens Denodo Technologies. mehr...
St. Ingbert: Chatbot INGO gestartet
[02.07.2026] Bürgerinnen und Bürger in St. Ingbert können sich künftig auch an Chatbot INGO wenden. Rückmeldungen aus der Nutzung fließen in die Optimierung des Angebots ein. mehr...
cit: KI für Low-Code-Plattform
[02.07.2026] Mit cit intelliForm KIM hat Anbieter cit seine Low-Code-Plattform um eine KI-Komponente erweitert. Sie soll den Austausch mit den Bürgerinnen und Bürgern erleichtern, die Effizienz der Verwaltung steigern und die digitale Souveränität stärken. mehr...




















