Wikimedia-HandreichungWelche KI ist für Behörden sinnvoll?

Die viel diskutierte generative KI ist nur ein kleiner Ausschnitt des breiten Spektrums der Künstlichen Intelligenz. Eine Handreichung informiert über mögliche Alternativen für den Verwaltungseinsatz.
(Bildquelle: Wikimedia Deutschland e. V)
Aktuelle Diskussionen zu Künstlicher Intelligenz nehmen meist auf wahrscheinlichkeitsbasierte große Sprachmodelle (LLMs) Bezug – andere KI-Systeme kommen dabei oft zu kurz. Viele Verwaltungen stehen vor der Frage, welche Ansätze für ihre Anwendungsfälle überhaupt geeignet sind – während sie sich gleichzeitig einem gewissen Erwartungsdruck ausgesetzt sehen, auch „etwas mit KI“ machen zu müssen. Angesichts dieser Ausgangslage hat die Non-Profit-Organisation Wikimedia Deutschland nun eine Handreichung zum KI-Einsatz in der öffentlichen Verwaltung vorgelegt. Die Broschüre mit dem Titel „Generative KI in der öffentlichen Verwaltung?“ erklärt nicht nur die Unterschiede zwischen den verschiedenen KI-Ansätzen, sondern schlägt auch konkrete Bewertungsschablonen vor, mit denen Verwaltungen einschätzen können sollen, welche angepriesenen Werkzeuge für ihre konkreten Aufgaben geeignet sind – und wo es bessere Alternativen gibt.
Strategische Alternative für regelbasierte Verwaltungsarbeit
Die neue Handreichung setzt die wahrscheinlichkeitsbasierten KI-Modelle – zu denen auch LLMs und Chatbots gehören – den logik- und regelbasierten Systemen nach dem Modell der symbolischen KI gegenüber. Sie zeigt, dass für viele Verwaltungsaufgaben strukturierte Daten und Wissensgraphen die strategisch weitsichtigere Lösung darstellen. Damit seien auch konkrete Vorteile für die Verwaltung verbunden so Wikimedia. So seien deterministische Ergebnisse ohne Konfabulationen („Erfindungen“ der KI) möglich, die Verwaltungsgrundsätzen wie dem Gleichheitssatz entsprechen. Gleichzeitig sei eine bessere Wiederverwendbarkeit des in der Verwaltung digitalisierten Wissens gegeben. Offene Daten könnten ohne zusätzlichen Aufwand veröffentlicht und Anfragen nach Informationsfreiheitsgesetz leichter beantwortet werden. Damit einher gehe dann auch ein deutlich geringerer Ressourceneinsatz – und mitunter weniger Konflikte mit Beschlusslagen wie etwa zu Nachhaltigkeitszielen. Die benötigten Technologien seien bereits ausgereift und vielfach auch schon als quelloffene Software verfügbar.
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