Freitag, 26. Juni 2026

NiedersachsenZentrale Diensteplattform

[06.10.2011] Eine zentrale Plattform für E-Government-Prozesse steht ab sofort in Niedersachsen zur Verfügung. Als erstes Verfahren kann der Verteildienst für Gewerbemeldungen, edin-gewerbe, über die Plattform genutzt werden. Weitere Prozesse sollen folgen.

Die Gewerbeämter in Niedersachsen können ihre jährlich rund 1,5 Millionen Gewerbemeldungen an die rund 180 verschiedenen öffentlichen Stellen wie Kammern, Finanzämter oder die Statistikbehörde ab sofort elektronisch übermitteln. Möglich macht dies edin-gewerbe. Basis des IT-Verfahrens ist die Diensteplattform eGovPro, mit der Verwaltungsprozesse landesübergreifend automatisiert und genutzt werden können. „Wir standen vor der großen Herausforderung, komplexe Dienstleistungen mit vielen Beteiligten in relativ kurzer Zeit auf einer zentralen Plattform zusammenzuführen, welche die Kooperation zwischen Land, Kammern und Kommunen erleichtert und optimiert“, sagt Martin Huber, der für die niedersächsische E-Government-Strategie zuständig ist. Wie die von den kommunalen IT-Dienstleistern in Niedersachsen gegründete Firma GovConnect mitteilt, hat das Land mit dem Aufbau der Plattform eine hochmoderne Basis geschaffen, um auch weitere Verwaltungsprozesse komplett elektronisch zu unterstützen. Realisiert wurde das Projekt unter Federführung des niedersächsischen Innenministeriums mit den kommunalen Spitzenverbänden des Landes. Die Prozessplattform eGovPro wurde von der Software AG in Zusammenarbeit mit GovConnect und dem Unternehmen init unter der Projektleitung des Landesbetriebs für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen (LSKN) entwickelt. Die Software AG lieferte dabei nach eigenen Angaben sämtliche IT-Komponenten für die zugrunde liegende Service-orientierte Architektur sowie die Software für die Prozessautomatisierung und Integration der Komponenten. edin-gewerbe nimmt die Gewerbemeldungen entgegen, prüft sie auf Vollständigkeit und fachliche Korrektheit, ordnet einen qualifizierten Branchenschlüssel zu und leitet die Daten nach den gesetzlichen Vorgaben an die entsprechenden Stellen weiter. Laut Software AG werden die Kommunen dadurch erheblich entlastet. Das erwartete Einsparpotenzial wird mit ungefähr 1,2 Millionen Euro pro Jahr beziffert. Als eine der ersten Städte übermittelt Georgsmarienhütte die Gewerbemeldungen über die zentrale Plattform (wir berichteten).





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