Freitag, 24. April 2026

SolingenZoom begeistert

[20.06.2022] Die Zoom-on-Premise-Lösung von regio iT hat die Stadt Solingen überzeugt. Das System lief während der Pandemie absolut stabil und wird auch weiterhin im Einsatz bleiben. Ein Grund: Die virtuellen Zusammenkünfte sparen Zeit und Geld.
Solingen: Videokonferenz-Lösung hilft

Solingen: Videokonferenz-Lösung hilft, Wege zu sparen.

(Bildquelle: Fleming-Design/stock.adobe.com)

Von unter 100 Lizenzen im Frühjahr 2020 stieg die Zahl bundesweiter Installationen der Web-Konferenz-Anwendung Zoom on-Premise des Dienstleisters regio iT auf über 3.800 im März 2022. Einen Sondereffekt Corona sieht Thomas Rüttler, Sachgebietsleiter IT-Service und Support bei regio iT am Standort Solingen, macht aber auch eine grundsätzliche Veränderung der Arbeitswelt aus, die pandemiebedingt einen Kickstart hinlegte. Über Nacht wurden in ganz Deutschland Verwaltungsmitarbeiter ins Homeoffice geschickt und mussten quasi aus dem Stand zu Hause arbeitsfähig gemacht werden.
Für die Stadt Solingen mit ihren rund 2.200 Verwaltungsmitarbeiterinnen und -mitarbeitern mit PC-Arbeitsplatz bedeutete das, mehr als 1.700 Endgeräte für das mobile Arbeiten aufzusetzen. Ein Husarenstück, das IT-Chef Nils Gerken mit seinem Team und den Beschäftigten von regio iT in kürzester Zeit bewältigte. Teil zwei der Herausforderung lautete: eine Möglichkeit zum virtuellen Austausch der Mitarbeitenden und der Verwaltungsleitung sowie den Bürgerinnen und Bürgern schaffen oder, im Falle der Stadt Solingen, die vorhandenen Kapazitäten schnellstmöglich erweitern. Und das alles unter der Maßgabe, den höchsten Sicherheitsanforderungen gemäß der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) zu genügen, da im kommunalen Umfeld personenbezogene Daten ausgetauscht und gespeichert werden. Zugleich soll die Anwendung einfach zu installieren und intuitiv zu bedienen sein sowie eine möglichst große Anzahl Teilnehmende zu einem Webinar oder einer Videokonferenz zusammenführen können.

Wirklich sichere Sache

Dieses Rundum-Paket bietet die Zoom-on-Premise-Lösung: Es ist eine hochperformante, stabile Anwendung, die zugleich ein großes Leistungsspektrum offeriert. Je nach Lizenz sind Konferenzen mit einer unbegrenzten Anzahl an Teilnehmern möglich. Dabei erfolgt nur die Kontaktaufnahme über Server der Firma Zoom, die eigentlichen Sprach- und Videodaten laufen über die Systeme von Dienstleister regio iT. Eine wirklich sichere Sache, wie auch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) im Dezember 2021 bestätigte und den Zoom-Client 5.6.6 entsprechend zertifizierte. „Das zeigt, dass die Firma Zoom das Thema Datenschutz ernst nimmt und der Zoom-Client die Kriterien für das sichere Betreiben von Videokonferenzen erfüllt“, sagt Thomas Rüttler. Lediglich die Meeting-ID und technische Metadaten schaffen es bis in die Staaten. Was hier als Betreff zu lesen sein könnte, haben die Organisatoren der Konferenzen selbst in der Hand.
Doch es geht um mehr als die Sicherheit: „Auf den Ton kommt es an“, so Rüttler. „Im Vergleich zu anderen Videokonferenzlösungen liegt Zoom in puncto Stabilität, Leistungsfähigkeit und Qualität der Übertragung klar vorn“, beschreibt der IT-Sachgebietsleiter einen wesentlichen Vorzug. Von der Leistungsfähigkeit ist auch Gerken überzeugt: „Während der gesamten Pandemie lief das System absolut stabil.“ Gremiensitzungen wurden ebenfalls kurzerhand digitalisiert. Sofern Öffentlichkeit erforderlich war, konnten die Bürger den Verlauf auf einem Großbildschirm im Stadttheater verfolgen.

Bestens vorbereitet auf das Unerwartete

Überhaupt zeigte sich die Stadt bestens vorbereitet auf das eigentlich Unerwartete: „Wir haben uns vor der Pandemie schon intensiv mit dem Thema Videokonferenzen beschäftigt“, so Gerken, und Zoom habe mit seiner einfachen Nutzung überzeugt. Nach dem Go der Datenschutzbeauftragten wurden die ersten 200 Zugänge und zwei Räume eingerichtet und dann in der Krise zügig auf 1.700 registrierte, 550 lizensierte User sowie über 35 virtuelle Räume ausgebaut.
Digitale Konferenzräume allein reichten der Stadt Solingen aber nicht. Zeitgleich kamen die Klingenstädter mit der Bitte um Unterstützung bei der Einrichtung eines physischen Konferenzraums auf regio iT zu. Gemeinsam mit der IT-Steuerung der Stadt wurde das Ansinnen schnell umgesetzt und der Konferenzraum eingerichtet. Dieser ist auch künftig sinnvoll, denn die Verwaltung sitzt in drei größeren und weiteren kleineren Verwaltungsgebäuden im Stadtgebiet verteilt.

Videokonferenzen werden beibehalten

Die große Zahl von Dependancen – vor dem Rathausneubau waren es 32 – ist der für eine Großstadt ungewöhnlichen Topografie geschuldet. Viele kleinstädtische Siedlungskerne auf ein paar Höhenzügen des Bergischen Landes sorgen für weite Wege. Die virtuellen Zusammenkünfte sparen Zeit und Geld, da Anfahrten der Beschäftigten zum Rathaus entfallen. Das soll sich auch per­spektivisch nicht ändern. Wo manche angesichts fallender Restriktionen die Beschäftigten zügig aus dem Homeoffice holen, setzt Solingen auch zukünftig auf virtuelle Zusammenkünfte. „Die Sitzungen müssen so organisiert sein, dass eine Teilnahme online möglich ist“, betont IT-Chef Nils Gerken.
Einfache Handhabung, DSGVO-Konformität, stabile Übertragung, gute Tonqualität, Ausbaufähigkeit nach kundenindividuellem Bedarf – und auch bei der Inbetriebnahme punktet die Zoom-on-Premise-­Lösung von regio iT: „Wenn heute jemand anruft, steht der Account binnen zehn Minuten“, sagt Thomas Rüttler. Der künftige Administrator werde rund zwei Stunden geschult, damit dieser den Überblick über die umfassenden Möglichkeiten der Anwendung habe. „Natürlich stehen wir auch nach der Inbetriebnahme mit unserem Support zur Verfügung“, ergänzt der Sachgebietsleiter. Das war bis dato allerdings selten notwendig, denn die Anwendung hält, was sie verspricht: Sie läuft.

Carola Adenauer ist freie Journalistin im Auftrag von regio iT.




Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Panorama
Bayerische Fahne vor blauem Himmel

Bayern: So bewerten Bürger ihre Verwaltung

[16.04.2026] Eine repräsentative Studie der Bayerischen Verwaltungsschule offenbart Chancen und Herausforderungen für Verwaltungen im Freistaat. Demnach bewerten die Bürgerinnen und Bürger digitale Verwaltungsangebote zwar grundsätzlich positiv, wünschen sich aber unter anderem, dass Kommunen transparenter mit ihnen kommunizieren. mehr...

Ein Mädchen in einer braunen Jacke sitzt auf einer Bank und schaut oder liest etwas auf einem Smartphone.

Hessen: Innovative Lösungen für krisenfeste Strukturen

[16.04.2026] In Darmstadt zeigt das LOEWE-Zentrum emergenCITY, wie Forschung zu digitaler Resilienz in Städten schneller in die Praxis gelangt. Entwickelt werden Lösungen, die digitale Systeme auch in Krisensituationen funktionsfähig halten und die Notfallkommunikation sichern. mehr...

Plakat zum zweiten Osnabrücker GovTech Hackathon

Osnabrück: Zweiter GovTech Hackathon am Start

[07.04.2026] 
Im Rahmen eines zweiten GovTech Hackathons sucht die Stadt Osnabrück wieder digitale Innovationen für die öffentliche Verwaltung. mehr...

Eine junge Frau macht per Smartphone ein Foto vom Potsdamer Rathaus.
bericht

Serie Digitalstädte: Stadt mit Gründergeist

[23.03.2026] Am Anfang war Nixdorf. Heute ist die Stadt Paderborn ein Hotspot der ostwestfälischen IT-Wirtschaft mit starkem Mittelstand, ausgezeichneter Universität und ambitionierter Verwaltung. Ein Besuch. mehr...

Ein Mann und eine Frau recken ihre Handys der Kamera entgegen.

Erfurt: Hilfe per Knopfdruck

[17.03.2026] Für viele Menschen gehören Stadtfeste und Märkte zum urbanen Lebensgefühl. Um diese sicherer zu machen, hat die Stadt Erfurt nun mit dem Anbieter der Sicherheits-App SafeNow einen Rahmenvertrag unterzeichnet. mehr...

Dreieckiges Baustellenschild mit schaufelndem Männchen aus der Untersicht aufgenommen.

Nordrhein-Westfalen: Kommunen melden ihre Baustellen digital

[13.03.2026] Werden Baustellen an der öffentlichen Infrastruktur überregional erfasst, können Terminkollisionen und Potenziale zur Bündelung leichter erkannt werden. In Nordrhein-Westfalen sollen Kommunen nun gesetzlich zur Meldung in einem zentralen digitalen Portal verpflichtet werden. mehr...

Transparente, kubische Trophäen stehen aufgereiht auf einem grauen Podest.

OSBA: Innovative Open-Source-Lösungen gesucht

[06.03.2026] Zum zweiten Mal findet der bundesweite Wettbewerb für erfolgreiche Open-Source-Lösungen aus der öffentlichen Verwaltung statt. Behörden und öffentliche Stellen aller föderalen Ebenen können sich bis Ende Juni bewerben, die Preisverleihung erfolgt im Rahmen der Smart Country Convention. mehr...

Bremen: Verwaltung punktet mit Online-Services.

Bremen: Schub für die Verwaltungsdigitalisierung

[03.03.2026] Performa Nord, ein Verwaltungsdienstleister der Freien Hansestadt Bremen, erhält aus dem Investitionssofortprogramm des Landes rund vier Millionen Euro. 2026 und 2027 sollen Terminmanagement, Heil- und Dienstunfallfürsorge sowie die IT-Ausstattung der Einrichtung digitalisiert und modernisiert werden. mehr...

Holzklötze mit Icons: Buch, Hirn, Schachfigur

Praxisleitfaden: Wissen bewahren und nutzen

[19.02.2026] Speziell an die Führungsebene in der öffentlichen Verwaltung richtet sich eine Orientierungshilfe der Innovationsstiftung Bayerische Kommune. Der Leitfaden liefert praxisnahe Impulse, wie erfolgreiches Wissensmanagement in kleinen Schritten aufgebaut werden kann. mehr...

Rotweißer Leuchtturm hinter Sünden auf der Insel Amrum

Föhr-Amrum: Digitale Lösungen für die Zukunft der Inseln

[18.02.2026] Im Rahmen der Föhr-Amrumer Zukunftsimpulse hat das Amt Föhr-Amrum den Island Future Award initiiert. Ausgezeichnet werden Projekte, die Inseln und Küstenregionen durch praxistaugliche Digitalisierung konkret stärken. mehr...

Mehrere Personen halten bunte Zahnräder aneinander.

NExT-Netzwerk: Arbeit neu strukturiert

[17.02.2026] Mit einer neuen strategischen Struktur richtet der Verein NExT seine Arbeit zur Verwaltungstransformation neu aus: Künftig sollen Austausch, Analyse und politische Einordnung enger verzahnt werden. Ein Relaunch der Website macht diesen Anspruch auch nach außen sichtbar. mehr...

Detailaufnahme Bauplan mit Bleistift

Schleswig-Holstein: Unterstützung für kommunale Bauleitplanung

[05.02.2026] Schleswig-Holstein will Bauleitpläne künftig mit dem Standard XPlanung und einer zentralen Bereitstellungsplattform landeseinheitlich digital verfügbar machen. Das Land unterstützt Kommunen bei der Umwandlung bestehender Pläne. mehr...

Zeichnung von Händen, die je ein Puzzleteil in der Hand halten, die zusammengefügt werden. Daneben steht ÖFIT-Wegbereiter geschrieben.

ÖFIT-Wegbereiter-Reihe: Kompetenzaufbau in der Verwaltungspraxis

[30.01.2026] Als niedrigschwellige, anwendungsorientierte Lern- und Arbeitsinstrumente sollen die ÖFIT-Wegbereiter die interdisziplinäre Bearbeitung von Digitalisierungsprojekten in der öffentlichen Verwaltung unterstützen. Die Reihe umfasst derzeit vier Ausgaben unter anderem zu den Themen Low Code, generative Künstliche Intelligenz und Digitale Souveränität. mehr...

Junger Mann mit Kopfhörern in einer Büroumgebung, die untere Hälfte seines Gesichts von einem Monitor verdeckt.

Vitako: Die Verwaltung der Zukunft im Podcast

[16.01.2026] Orientierung schaffen, Debatten anstoßen und zeigen, wie öffentliche IT den digitalen Staat mitgestaltet – das will der neue Podcast von Vitako, der Bundesarbeitsgemeinschaft der Kommunalen IT-Dienstleister. mehr...

KDO: IT-Wissen praxisnah vermittelt

[14.01.2026] Die KDO-Akademie vermittelt IT-Kompetenz: Im vergangenen Jahr wurden mehr als 200 Schulungen durchgeführt. Nun entwickelt sich das Angebot weiter. In verschiedenen Formaten wird neben Know-how zu konkreten IT-Lösungen auch Wissen zu übergreifenden Themen vermittelt. mehr...