KDONeues Jugendwesen am Start
Nach dreijähriger Entwicklungsphase löst das neue KDO-Jugendwesen sukzessive die langjährige Anwendung KDO-Info51 ab. Laut einer Meldung der Kommunalen Datenverarbeitung Oldenburg (KDO) machte die Stadt Wilhelmshaven im Dezember 2015 den Anfang (wir berichteten), gefolgt von der Stadt Lippstadt. Im Laufe des Jahres sollen zwölf weitere Jugendämter umsteigen und bis 2018 dann alle Jugendämter im Verbandsgebiet mit dem neuen Programm arbeiten. Neben allen Basisfunktionen aus Info51 enthält das KDO-Jugendwesen nach Herstellerangaben viele neue Funktionen. So können etwa dank eines integrierten Genogramms Familien und deren Beziehungen untereinander transparent dargestellt werden. Die grafische Übersicht erleichtere die Hypothesenbildung zum Familiensystem und damit die Suche nach Lösungsansätzen. Innovative Fachprozesse, wie das Falleingangsmanagement und die „Hilfe zur Erziehung“ sollen die Jugendämter zudem dabei unterstützen, wiederkehrende Prozesse passgenau abzubilden. Weitere pädagogische Prozesse sind laut KDO in Planung. In die Entwicklung der neuen Software seien viele Anregungen der Anwender eingeflossen, welche die tägliche Arbeit im Jugendamt erleichtern. So können nun beispielsweise die Fallübergabe von Hilfen zwischen Sachbearbeitern oder die Einholung von fachlichen Entscheidungen über das Programm abgebildet und dokumentiert werden. Die Suche bietet individuelle Filter; so lassen sich per Knopfdruck etwa alle laufenden Fälle eines Sachbearbeiters anzeigen. Neu sei auch die Auflösung der Sachgebiete, was durch ein ausgeklügeltes Rechte- und Rollenkonzept ermöglicht werde. „Wir haben eine flexible Lösung geschaffen, die sich an der Arbeitsweise der Anwender orientiert. Statt starrer Eingabeformate haben wir kleine, überschaubare Funktionseinheiten entwickelt“, erläutert Jan Daniel Nienaber, Produkt-Manager für das neue KDO-Jugendwesen.
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