Donnerstag, 26. März 2026

OrdnungswidrigkeitenWeniger Aufwand

[29.08.2016] Dank zeitgemäßer Software-Lösungen können Bürger bei Ordnungswidrigkeiten Bußgelder medienbruchfrei digital begleichen. Eine App unterstützt außerdem die Verwaltungsmitarbeiter im Außendienst.
Ordnungswidrigkeiten effizient abarbeiten.

Ordnungswidrigkeiten effizient abarbeiten.

(Bildquelle: abriele Planthaber/pixelio.de)

Viele Verwaltungen ahnden Ordnungswidrigkeiten noch händisch oder mit Fachverfahren, die einen geringen Automatisierungsgrad bieten. Aufgrund stetig neuer Anforderungen durch Gesetze und des hohen Arbeitsaufkommens stoßen Verwaltungen dabei an ihre Grenzen. Moderne Software-Lösungen helfen, den manuellen Aufwand durch einen hohen Automatisierungsgrad des Verfahrens zu reduzieren. So gewährleistet beispielsweise die Software-Lösung pmOWI von Anbieter GovConnect durch die Online-Anhörung eine medienbruchfreie Kommunikation. Zeugenfragebögen und Anhörungen können von den Betroffenen mithilfe eines persönlichen Zugangscodes online ausgefüllt und versendet werden. Das spart nicht nur Porto, sondern auch Zeit. Rund 25 Prozent der Betroffenen nutzen bereits die Rückmeldeoption im Online-Portal – Tendenz steigend. Für die Sachbearbeitung ergeben sich gleich mehrere Vorteile. Sie kann Wiedervorlagen erstellen und die Daten direkt in den Vorgang übernehmen. Der Posteingang in der Bußgeldstelle und die vollumfängliche Datenerfassung in pmOWI entfällt, außerdem werden Fehler bei der manuellen Eingabe vermieden.

Komfort und Effizienz

Um den Bürgern ein durchgängiges E-Government anzubieten, lässt sich eine Bezahllösung wie pmPayment von GovConnect an die Online-Anhörung anbinden. Dadurch werden zum einen der Komfort und die Flexibilität aufseiten des Bürgers erhöht und zum anderen durch medienbruchfreie Prozesse die Voraussetzungen für eine effiziente Verarbeitung aufseiten der Verwaltung geschaffen.
Doch E-Government geht noch weiter: Mit dem Zusatzmodul Online-Firmenzugang in pmOWI wird registrierten Firmen die Möglichkeit gegeben, Zeugenfragebögen gesammelt online über das Internet auszufüllen und an die Bußgeldstelle zu senden. Die Sachbearbeitung kann die Daten anschließend in den Vorgang übernehmen. Zudem können mit dem Modul Gebührenverfahren der Software-Lösung pmOWI Verfahren einer Kfz-Umsetzung, einer Abschleppmaßnahme oder einer Fahrzeugsicherstellung einfach bearbeitet werden. Es werden die entsprechenden Bescheide erstellt und die Sachbearbeitung wird im Widerspruchs- und Klageverfahren unterstützt. Indem sich Vorgänge hochautomatisiert abwickeln lassen, kann mit pmOWI auch die Vermögensabschöpfung bei Ordnungswidrigkeiten umfangreich unterstützt werden – schließlich hat der Gesetzgeber mit § 17 OWiG (Höhe der Geldbuße) und § 29a OWiG (Verfall) Möglichkeiten geschaffen, den wirtschaftlichen Vorteil abzuschöpfen, den jemand mit einer begangenen Ordnungswidrigkeit erzielt hat.

Mobile Erfassung mit der pmOWI-App

Die Erfassung allgemeiner Ordnungswidrigkeiten erfolgt oft noch ganz ohne elektronische Hilfsmittel. Das Leistungsspektrum umfassender Lösungen wie pmOWI deckt diesen Bereich aber ab. Auch bei der Erfassung von Ordnungswidrigkeiten im ruhenden Verkehr erleichtert pmOWI die Arbeit der Verwaltung. Herkömmlich erfolgt die Ahndung in der Regel mit Erfassungsgeräten, die schwer und unhandlich sind. Zusätzlich muss die Verkehrsaufsicht häufig Digitalkameras und Mobiltelefone mit sich führen, um die Ordnungswidrigkeiten beweissicher zu dokumentieren und sich mit dem Fachamt auszutauschen. Für die Außendienstmitarbeiter ist dann nach jedem Dienstgang eine Rückkehr in das Amt notwendig, um die erfassten Daten manuell in ein Fachverfahren zu übertragen. Abhilfe schafft die pmOWI-App. Mithilfe dieser Anwendung kann die Verkehrsaufsicht im Außendienst Ordnungswidrigkeiten via Smartphones oder Tablet-PCs intuitiv und schnell erfassen. Die Daten werden anschließend automatisch in das Ordnungsamt gesendet und automatisiert an ein Fachverfahren übergeben. Die pmOWI-App kann sowohl mit dem Ordnungswidrigkeitsverfahren pmOWI von GovConnect als auch mit allen anderen am Markt befindlichen Fachverfahren gekoppelt werden. Da via Smartphone mit dem Fachamt kommuniziert und mit der Smartphone-Kamera die Ordnungswidrigkeit dokumentiert werden kann, sind alle benötigten Funktionalitäten in einem Gerät vereinbar.
Mit der pmOWI-App werden auch Doppelerfassungen vermieden, wie sie bei üblichen Erfassungsgeräten zustandekommen, wenn ein Parksünder von mehreren Verkehrsaufsehern verwarnt wurde. Beim Einsatz der pmOWI-App wird die Verkehrsaufsicht hingegen auf die bereits erfasste Ordnungswidrigkeit aufmerksam gemacht. Zudem wird in der App dokumentiert, wie lange das Fahrzeug bereits widerrechtlich abgestellt wurde. In Abhängigkeit von der Parkdauer kann sich die Geldbuße somit mehr als verdoppeln und die bereits erstellte Ordnungswidrigkeitenanzeige auf Knopfdruck erhöht werden. Immer mehr Kommunen bieten zudem das Handy-Parken an: Autofahrer können dabei auf speziell gekennzeichneten und gebührenpflichtigen Parkplätzen mit dem Mobiltelefon bezahlen. Die pmOWI-App bietet Online-Schnittstellen zum mobilen Datenabgleich mit diesen Systemen. Die Verkehrsaufsicht erhält mit Erfassung des Fahrzeugs automatisch eine Auskunft darüber, ob der Fahrer berechtigt ist, an diesem Ort in diesem Zeitfenster zu parken. Liegt eine Ordnungswidrigkeit vor, kann der Fall weiter erfasst werden. Eine zeitaufwendige telefonische Rücksprache mit dem Fachamt oder die Nutzung einer externen Anwendung entfällt.

E-Payment integriert

Das elektronische Bezahlen der mobil erfassten Ordnungswidrigkeit lässt sich mit der Anbindung von E-Payment-Lösungen anbieten. So kann auch die Lösung pmPayment in die pmOWI-App integriert werden. Dazu wird ein QR-Code, der alle relevanten Informationen wie den Betrag und das Kassenzeichen beinhaltet, auf die Verwarnung aufgedruckt. Anschließend kann die Verwarnung am Fahrzeug angebracht werden. Scannt der Betroffene den QR-Code mit seinem Smartphone ein, kann er das Verwarngeld direkt entrichten. Viele Verwaltungen – von der kleinen Gemeinde bis hin zur Millionenstadt – haben bereits den Mehrwert hoch automatisierter Ordnungswidrigkeitsverfahren erkannt. Deutschlandweit setzen etwa 100 Kunden in acht Bundesländern pmOWI und die pmOWI-App ein. Seit Sommer 2014 nutzt beispielsweise die Verkehrsaufsicht des Ordnungsamts der Stadt Haren (Ems) die App. Sowohl die Erfassung als auch die Verarbeitung der Daten ist seitdem deutlich schneller und komfortabler. „Wir freuen uns sehr über den Einsatz der pmOWI-App“, sagt Udo Klahsen vom städtischen Ordnungsamt. „Für uns stellt dies nachweislich eine wesentliche Entlastung bei der täglichen Arbeit dar.“ Zu den größten Kunden von pmOWI zählt die Bußgeldstelle der Polizei Berlin mit jährlich mehr als vier Millionen Verwarnungs- und Bußgeldfällen bei etwa 300 Mitarbeitern.

Jan Becker ist Produkt-Manager für die pmOWI-App bei der GovConnect GmbH in Oldenburg. Olaf Wilder ist dort Leiter der Anwendungsentwicklung für pmOWI.




Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Fachverfahren
Frau mit laptop auf dem Sofa - Start Kita-Portal cloppenbrügge

Coppenbrügge: Kitaportal gestartet

[26.03.2026] Über ein digitales Kitaportal verfügt jetzt der Flecken Coppenbrügge. Die Kommune im Kreis Hameln-Pyrmont setzt dabei auf Software vom E-Government-Spezialisten NOLIS. mehr...

Mehrere Personen stehen um einen Tisch mit einem Startknopf versammelt.

Kreis Kassel: Medienbruchfrei zur Baugenehmigung

[17.03.2026] Seit März nimmt der Kreis Kassel Bauanträge nur noch online entgegen. Somit läuft das gesamte Baugenehmigungsverfahren vollständig digital ab, was die Abläufe für alle Beteiligten vereinfachen und beschleunigen soll. mehr...

Advertorial: Digitale Transformation braucht Struktur – und konkrete Lösungen

[05.03.2026] Auf dem GovTech-Gipfel Berlin 2026 wurde deutlich: Digitale Transformation in der öffentlichen Verwaltung braucht mehr als Strategiepapiere – sie braucht sofort umsetzbare Lösungen. In der Masterclass von Christopher Bock zeigte sich, wie skalierbare Fachverfahren wie raum]für[raum bereits heute Effizienz, Transparenz und Struktur in hybride Arbeitsmodelle bringen. Der klare Tenor des Gipfels: Jetzt handeln – nicht später. mehr...

Stadt Wolfsburg will sich zukunftsorientiert aufstellen.

Wolfsburg: SAP für Finanz- und Personalprozesse

[05.03.2026] In Wolfsburg wird die bisherige Software zur Steuerung von Finanz- und Personalprozessen durch ein neues ERP-System (Enterprise Resource Planning) abgelöst. Zum Einsatz kommen die Lösungen SAP S/4HANA für das Finanzwesen sowie das Personalmanagement- und Abrechnungssystem SAP SuccessFactors. mehr...

Richter hält Hammer in der Hand im Gerichtssaal

München: Open Source für die Schöffenwahl

[04.03.2026] Einen weiteren Schritt hin zu einer modernen Justizverwaltung macht die Stadt München. Die Einführung der Open-Source-Anwendung Ehrenamtjustiz soll für effizientere Abläufe bei der Auswahl von Schöffen und ehrenamtlichen Richtern sorgen. mehr...

Advertorial: Low Code vereinfacht interkommunale Zusammenarbeit

[19.02.2026] Digitale Fachverfahren müssen heute schneller, flexibler und wirtschaftlicher entstehen – doch klassische Entwicklungsprozesse bremsen viele Verwaltungen aus. Die Low-Code-Anwendung OutSystems verschafft Abhilfe. mehr...

Bayerns Bauminister Christian Bernreiter am Rednerpult, im Vordergrund Publikum.

Bayern: Digitale Bauleitplanung flächendeckend

[17.02.2026] Die digitale Bauleitplanungs- und Beteiligungsplattform DiPlanung ist in Bayern landesweit verfügbar. Informations- und Schulungsangebote erleichtern Kommunen den Einstieg. Ein Förderprogramm unterstützt sie zudem dabei, Planungen im Standard XPlanung umzusetzen. mehr...

Kiel: Digitales Verfahren zur Geburtsanzeige

[12.02.2026] Die in Kiel realisierte elektronische Geburtsanzeige zeigt, was Digitalisierung ermöglicht: Kliniken und Hebammen sparen Zeit und vermeiden doppelte Eingaben, die Eltern bekommen Urkunden automatisch zugeschickt und Mitarbeitende des Standesamts können Anzeigen schneller prüfen und bearbeiten. mehr...

eingerüstetes Gebäude Bauwesen Baugenehmigung

Rostock: Pilot für digitalen Bauantrag

[11.02.2026] Schluss mit Papierakten und Postwegen: Rostock startet als Pilotkommune den Digitalen Bauantrag in Mecklenburg-Vorpommern – ein organisatorisch und technisch anspruchsvolles Großprojekt. mehr...

Angler hält eine Forelle in der Hand

Nordrhein-Westfalen: Fischereischein auf dem Smartphone

[10.02.2026] In Nordrhein-Westfalen können Fischereischeine ab Juli dieses Jahres auch online beantragt werden – und werden außerdem im neuen Scheckkartenformat und als elektronische Zertifikate auf dem Smartphone ausgegeben. mehr...

Beine mehrerer Personen, die auf einer Reihe von Stühlen in einem Flur sitzen

Praxis-Webinar: Digitale Entlastung für Jobcenter

[09.02.2026] Typische Herausforderungen im Jobcenter-Alltag und wie diese mit der Einführung einer digitalen Lösung zur Besuchersteuerung gemeistert werden können, stehen im Fokus eines Online-Webinars von SMART CJM gemeinsam mit dem Jobcenter des Landkreises Esslingen. mehr...

Kita-Lösungen: Neue Anwender für Little Bird

[05.02.2026] Das Unternehmen Little Bird hat zum Jahresauftakt zehn neue Kunden gewonnen: von Bautzen in Sachsen bis Lindau am Bodensee in Bayern ist der digitale Neustart in der Kinderbetreuung in vollem Gange. mehr...

Person mit Laptop auf dem Schoß; Aufsicht auf Torso, Arme, Hände und Oberschenkel

Nordrhein-Westfalen: BAföG-Fachverfahren fürs ganze Land

[02.02.2026] In Nordrhein-Westfalen wird das Gros der Anträge auf BAföG und Aufstiegs-BAföG per Post oder E-Mail eingereicht. Nun soll ein neues Fachverfahren eingeführt werden – landesweit. Den Auftrag erhielt die Firma Datagroup. mehr...

Blick auf ein Gebäude mit der Aufschrift Bürger- und Ordnungsamt.

Darmstadt: Fahrerlaubnisbehörde nimmt Fahrt auf

[02.02.2026] Mit neuen Strukturen und digitalen Angeboten konnte die Fahrerlaubnisbehörde in Darmstadt ihre Servicequalität erhöhen. Mehrere Onlineanträge, die vorherige Terminvereinbarung für den Behördenbesuch und eine digitale Schnittstelle zum TÜV-Hessen straffen dort nun die Abläufe. mehr...

Ein kleiner Junge hält ein Smartphone in der Hand, sein Gesicht ist bedeckt mit biometrischen Linien.

VG Polling: Biometric Go ergänzt PointID

[26.01.2026] In Polling können biometrische Passbilder direkt auf dem Amt erstellt werden. Die Verwaltungsgemeinschaft bietet dafür die PointID-Geräte der Bundesdruckerei an. Um Babys und Kleinkinder ablichten zu können, greift sie auf die mobile Fotolösung Biometric Go zurück. Beide Aufnahmegeräte überstellen die Bilder direkt ins Fachverfahren des Einwohnermeldeamts. mehr...