SalzburgVorbild für E-Government

Österreichische Stadt Salzburg hat vorbildliche E-Government-Lösung realisiert.
(Bildquelle: Stadtgemeinde Salzburg)
Die österreichische Stadt Salzburg hat Ende Oktober vergangenen Jahres einen E-Government-Bereich auf ihrer Website freigeschaltet und damit nach eigenen Angaben einen großen Schritt in Richtung Kundenfreundlichkeit und Ablauf-Optimierung gemacht. Wie die Stadt nun mitteilt, hat die hohe Innovationskraft sogar Microsoft-Gründer Bill Gates beeindruckt. Er habe kürzlich bei einem Europa/Afrika-Top-Meeting die E-Government-Lösung Salzburgs als eine von drei vorbildlichen Anwendungen per Video präsentiert. „Dass wir hier Vorbildwirkung haben, wurde auch bei einer von uns organisierten Fachtagung deutlich“, sagt Stadt-EDV-Chef Berthold Rauchenschwandtner.
Die Voraussetzungen für E-Government hat die Stadt Salzburg Anfang des Jahres 2000 mit der magistratsweit flächendeckenden Einführung des elektronischen Akts (Akt 2000) geschaffen. Wie die Stadt berichtet, wird diese Anwendung schrittweise für den Kundenkontakt von außen geöffnet. Für die Optimierung der internen Abläufe habe Akt 2000 bereits überzeugende Beweise erbracht: So habe unter anderem die durchschnittliche Verfahrensdauer bei Bauansuchen von 150 auf weniger als 50 Tage gesenkt werden können.
Logischer nächster Schritt sei nun die Schaffung eines elektronischen Portals, das den Verwaltungskunden die Option zu Online-Verfahren auf allen Ebenen ermögliche. In einem ersten Schritt sind in diesem digitalen Magistrat nach Angaben der Stadt Salzburg Anwendungen verfügbar, für die keine Zertifizierung nötig ist. Gleichzeitig würden komplexe Verfahren, wie beispielsweise Erklärungen und Saldenabfrage für Ortstaxe und Kommunalsteuer oder Boden- und Gewässersanierungsverfahren, mit einzelnen Testkunden in Echt-Verfahren erprobt. Für Bürgerinteraktionen per Internet, die ein höheres Niveau an Identifizierung und Sicherheit erfordern, wurde ein Verwaltungsgateway entwickelt, über das zertifizierte Bürger und Unternehmen Anträge einbringen, Statusabfragen stellen und auf ihre Verwaltungsdaten zugreifen können.
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