Digitale BildungFöderaler ID-Vermittlungsdienst

Zentraler ID-Vermittlungsdienst soll die Digitalisierung von Schulen in Deutschland voranbringen.
(Bildquelle: Univention)
In den nächsten Jahren sollen in Deutschland erhebliche Summen in das Bildungswesen investiert werden – unter anderem in dessen IT-Infrastruktur. Das Unternehmen Univention hat nun eine Lösung vorgestellt, die dafür sorgen soll, dass die technische Infrastruktur binnen zwei Jahren bereitsteht. Der Vorschlag des Anbieters von Open-Source-Lösungen für Betrieb und Management von IT-Infrastrukturen: Die unterschiedlichen IT-Systeme von Schulen, Schulträgern und Bundesländern sollen so organisiert werden, dass die Authentifizierung der Benutzer-Identitäten von Schülern und Lehrpersonal als quasi-hoheitliche Aufgabe der Institutionen erhalten bleibt. Dazu wird ein Vermittlungsdienst eingerichtet, der den Austausch der Anbieter und Schulen auf Basis vorhandener Identitätsmanagement-Systemen ermöglicht. Laut Univention lassen sich mit dem Konzept externe Angebote mit der Benutzerverwaltung von Behörden und Unternehmen in ein föderales Gesamtsystem integrieren. Ein Vermittlungsdienst ließe sich zudem erheblich schneller realisieren und flexibler weiterentwickeln als eine deutsche Bildungscloud oder eine zentrale Schüler- und Lehrerdatenbank, so das Unternehmen.
Univention-Geschäftsführer Peter Ganten erklärt: „Der Charme unseres Ansatzes liegt darin, dass er den Wettbewerb fördert und gleichzeitig die digitale Souveränität des Bildungsbereichs gegenüber großen privatwirtschaftlichen Akteuren stärkt. Schulbehörden werden in die Lage versetzt, ohne einen aufwändigen Umbau ihrer Infrastruktur frei aus einem größeren digitalen Bildungs- und Dienstleistungsangebot als bisher auszuwählen.“ Wenn der ID-Vermittlungsdienst mit Open Source Software realisiert werde, ließen sich zudem die Sicherheit und Vertrauenswürdigkeit jederzeit unabhängig überprüfen. Gleichzeitig profitierten auch die Anbieter von Lehrmaterialien und Software von dem Dienst, da sie ihre Angebote sehr viel einfacher und kostengünstiger bundesweit zur Verfügung stellen könnten, ist Peter Ganten überzeugt.
Konzept „Ein offener „IDVermittlungsdienst“: Der Schlüssel zur effizienten und sicheren Digitalisierung von Schulen in Deutschland“ (PDF, 619 KB)
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