Mittwoch, 28. Oktober 2026

BlockchainVitako befürwortet die neue Strategie

[23.09.2019] Die Blockchain-Strategie der Bundesregierung stößt bei der Bundes-Arbeitsgemeinschaft der Kommunalen IT-Dienstleister, Vitako, auf Zustimmung. Nicht zuletzt im Bereich moderner Verwaltungsleistungen weise die Strategie den Weg in die Zukunft.

Die Bundes-Arbeitsgemeinschaft der Kommunalen IT-Dienstleister, Vitako, begrüßt die neue Blockchain-Strategie der Bundesregierung (wir berichteten). Die Strategie weise insbesondere im Bereich moderner Verwaltungsleistungen in die Zukunft, nenne bereits vorhandene Ansätze und eröffne den Weg für eine ernsthafte Prüfung weiterer Projekte im kommunalen Umfeld.
Die Blockchain-Technologie kann laut Vitako zu einem Baustein für mehr digitale Souveränität in Deutschland und Europa werden. „Wir haben an bestehenden Initiativen maßgeblich mitgewirkt, Grundlagen geschaffen und sind erfreut, dass zahlreiche Anregungen in die Strategie aufgenommen wurden“, sagt Vitako-Geschäftsführer Ralf Resch. Eine flexible Strategie und Reallabor-Projekte seien dabei die richtige, der Technologie entsprechende Vorgehensweise. „Es gilt nun, Blockchain als Zukunftstechnologie für die öffentliche Verwaltung zu entwickeln, um öffentliche Leistungen künftig nicht nur digital und effizient, sondern auch sicher und verlässlich im Sinne der Bürger zu erbringen“, erklärt Resch. „Die Blockchain-Technologie bietet dafür vielversprechende Möglichkeiten.“
Vitako schlägt vor, auch den weiteren Prozess zur Schaffung einer Blockchain-Infrastruktur zu unterstützen. Die Arbeitsgemeinschaft beschäftige sich bereits seit einiger Zeit mit der Blockchain. Beispielsweise erproben sie acht kommunale IT-Dienstleister seit 2017 in einem eigenen Labor (wir berichteten). Mithilfe der Blockchain können unter anderem Identitätsprüfungen digital vorgenommen werden, wie sich am Konzept der selbstsouveränen Identität (SSI) zeige: Der jeweilige Identitätsinhaber soll jederzeit die vollständige Kontrolle über seine personenbezogenen Daten haben und nur die Daten preisgeben, die notwendig für die Nutzung eines bestimmten Online-Dienstes sind. „Mit der Blockchain-Strategie hat das Thema SSI nun die große Bühne erreicht“, sagt Dieter Rehfeld, Vorsitzender der Geschäftsführung von regio iT sowie Mitbegründer und Leiter des Blockchain-Lab von Vitako (wir berichteten). „Es ist jetzt an der Zeit, mit den Möglichkeiten zu experimentieren und unterschiedliche Anwendungsszenarien zu entwickeln.“ Die Perspektive sei, dass die Identität – einmal authentifiziert durch kommunale Stellen – beim Nutzer liegt. „Ein Tracking des Nutzerverhaltens kann so ohne Zustimmung nicht erfolgen. Und der Nutzer bestimmt letztlich, welche Daten er gegenüber welchem Portal freigibt. Auch hält kein Intermediär mehr die Hand auf die digitale Identität der Menschen und kann verfolgen, was der Einzelne tut.“





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