Freitag, 13. Februar 2026

BonnLoRaWAN-Funknetz wird aufgebaut

[24.03.2020] Die Stadtwerke Bonn arbeiten zusammen mit der Stadt Bonn daran, ein LoRaWAN-Funknetz aufzubauen. Das Projekt ist Teil der Smart-City-Strategie der nordrhein-westfälischen Bundesstadt.
Bonn: Stadt und Stadtwerke bauen gemeinsam ein LoRaWAN auf.

Bonn: Stadt und Stadtwerke bauen gemeinsam ein LoRaWAN auf.

v.l.: Mirko Heid, Bereichsleiter Konzernstrategie bei den Stadtwerken Bonn; Friedrich Fuß, CDO der Stadt Bonn; Axel Kapellen, SWB-Projektinitiator vor einem LoRaWAN-Gateway auf dem Stadthausdach

(Bildquelle: www.bonn.de)

Um ein leistungsstarkes LoRaWAN-Funknetz aufzubauen und dauerhaft zu betreiben, kooperieren Stadt und Stadtwerke Bonn (SWB). Das Pilotprojekt dient dazu, Erfahrungen im Rahmen des LoRaWAN-Netzaufbaus und der zur Verfügung stehenden Sensorik zu sammeln und neue Geschäftsfelder zu identifizieren, so die nordrhein-westfälische Bundesstadt. Für Aufbau, Installation und Betrieb des Netzes zeichnen die Stadtwerke verantwortlich.
„Der Aufbau der LoRaWAN-Infrastruktur ist ein wichtiger Bestandteil unserer Smart-City-Strategie. Durch die vielen Anwendungsfelder können Produkte und Dienstleistungen entstehen, die das Leben in unserer Stadt schneller, effizienter, gesünder, wirtschaftlicher, sozialer oder umweltfreundlicher machen. So gelingt es uns, Antworten auf die Bedürfnisse unserer Kunden und Herausforderungen unserer Stadt zu finden und damit unsere Zukunft als Unternehmen zu gestalten“, sagt Mirko Heid, Bereichsleiter Konzernstrategie bei den Stadtwerken Bonn.

Zahlreiche Einsatzmöglichkeiten

Im ersten Schritt hätten die Stadtwerke Bonn auf eigenen und städtischen Betriebsgebäuden Gateways installiert, die für die nötige Funknetzabdeckung in Bonn sorgen. Nach und nach sollen LoRaWAN-fähige Sensoren für verschiedene innerbetriebliche Anwendungsfälle getestet und verbaut werden. Im Pilotprojekt werden nach Angaben der Stadt Sensoren von der Temperaturmessung, Parkraumüberwachung, Bach-Pegelständen oder auch Füllstandsmessungen von Containern, Tanks und Silos erprobt. „Die Einsatzmöglichkeiten sind beinahe unendlich und bieten für uns sehr viele Mehrwerte“, so SWB-Projektinitiator Axel Kapellen. „LoRaWAN ist ein Geschäftsfeld, in dem wir viel Innovationspotenzial sehen und wirtschaftlich arbeiten können“, ergänzt Christian Roosen, Projektkoordinator bei den SWB.

Wichtiger Baustein

Weitere Beispiele für den alltäglichen Einsatz von LoRaWAN-Sensoren könnten künftig Folgende sein: Kühlketten kontrollieren, erfahren, ob das Fenster zu Hause offen gelassen wurde, Verkehrsströme messen, den Stromverbrauch aus der Ferne ablesen, Wasserschächte oder Vorratsbehälter automatisch kontrollieren, Feuchtigkeitsbedarf in Beeten messen oder den Heizungsverbrauch in verschiedenen Gebäuden vergleichen.
„LoRaWAN ist ein Netz mit enormem Potenzial für interessante und spannende Anwendungen und ein wichtiger Baustein der Smart City Bonn“, sagt Bonns CDO Friedrich Fuß. Im Rahmen des Pilotprojekts sollen der technische Einsatz, die Funkabdeckung bis Mitte 2020 getestet und weitere interessierte Kooperations- und Community-Partner für die nächsten Entwicklungsschritte gesucht werden. Im Anschluss an den Testbetrieb soll LoRaWAN für Unternehmen, wissenschaftliche Einrichtungen, Behörden und private Interessierte allgemein zugänglich und nutzbar sein.



Stichwörter: Smart City, Bonn, LoRaWAN


Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Smart City
Vier Personen stehen unter einer LED-Tafel, die Parkmöglichkeiten in Wolfsburg anzeigt.

Wolfsburg: City-Infosystem ersetzt Parkleitschilder

[12.02.2026] In Wolfsburg informieren jetzt smarte, frei programmierbare LED-Tafeln flexibel über freie Parkmöglichkeiten und den Verkehr in der Stadt und können auch darüber hinausgehende Hinweise ausstrahlen. Aus dem einstigen Parkleitsystem ist somit ein multifunktionales City-Informationssystem geworden. mehr...

Gruppenfoto vor weißem Lieferwagen

Marpingen: Pilotprojekt für KI-gestütztes Straßenmanagement

[02.02.2026] In Marpingen werden Schäden an Straßen und Verkehrsschildern von kommunalen Fahrzeugen bei Alltagsfahrten per Smartphone erfasst. Eine KI-gestützte Open-Source-Lösung übernimmt die Aufbereitung der Daten. Bald soll die Lösung in 25 weiteren saarländischen Kommunen ausgerollt werden. mehr...

Richard Himes und Landrat Bär halten einen Taupunktsensor, der in einem Raum steht.
bericht

Kreis Hof: Werkzeug für Winterdienst

[29.01.2026] Taupunktsensoren unterstützen im Hofer Land den Winterdienst. Dabei agieren Kreis und angehörige Kommunen gemeinsam. Die Entscheidung über das Ausrücken, Streuen oder Räumen treffen trotz der umfassenden Daten weiterhin die Beschäftigten. mehr...

Drei Personen stehen nebeneinander in einem Raum und halten eine Urkunde und den Milesight Impact Award 2025 in den Händen.

Smart Waste Hürth: Weltweites Leuchtturmprojekt

[27.01.2026] In Hürth messen Ultraschallsensoren den Füllstand öffentlicher Abfallbehältnisse und senden diese Daten an eine Künstliche Intelligenz. Die ermittelt, wann die Müllwagen welche Route nehmen sollten, um die Behälter zu leeren. Jetzt ist Smart Waste Hürth als weltweit sichtbares Leuchtturmprojekt ausgezeichnet worden. mehr...

Zwei Screenshots aus er App Park Stark: links die Umkreissuche, rechts Anzeige aller freien bzw. belegten Parkplätze im Stadtgebiet von Mannheim.

Mannheim: Orientierung für barrierefreies Parken

[20.01.2026] In Mannheim steht eine neue, barrierefreie App für die Suche nach freien Schwerbehindertenparkplätzen zur Verfügung. Park-Stark nutzt Echtzeitdaten von über 250 Stellplätzen und zeigt Verfügbarkeit, Navigation und Alternativen direkt auf dem Smartphone an. mehr...

Blick auf eine Veranstaltungshalle. Im Hintergrund ist ein Messestand zu sehen, davor stehen zahlreiche kleinere Tische, an denen Personen zusammen sitzen.

Mönchengladbach: Fünfter Smart City Summit Niederrhein

[20.01.2026] Mönchengladbach lädt am 26. Februar zur fünften Auflage des Smart City Summit Niederrhein ein. Mit Vorträgen, Workshops und einem großen Ausstellungsbereich richtet er sich an ein Fachpublikum, das sich mit der digitalen Transformation von Kommunen beschäftigt. Dabei werden strategische Perspektiven mit anschaulichen Praxisbeispielen verknüpft. mehr...

Bürgermeister Michael Gerdhenrich hält die neue Broschüre in der Hand, im Hintergrund ist auf einem Bildschirm das Video zu BE smart zu sehen.

Beckum: BE smart

[09.01.2026] Konsequent treibt Beckum die Entwicklung zur Smart City voran. Beispielsweise bietet die Stadt mittlerweile ein digitales Bürgerbüro, eine Mängelmelder-App oder einen Kita-Navigator an. Einige ihrer Digitalisierungsprojekte stellt die Kommune nun in einer digitalen Broschüre und einem Kurzfilm vor. mehr...

Porträtaufnahme von Karola Voss.
interview

Serie Digitalstädte: KI wird uns weiterhelfen

[08.01.2026] Die Ahauser Bürgermeisterin Karola Voß will im Bereich Wissensmanagement noch stärker auf Künstliche Intelligenz setzen und dadurch Ressourcen schonen. mehr...

Blick auf das Hauser Rathaus, ein großzügiger Backsteinbau.
bericht

Serie Digitalstädte: Mit Super-App unterwegs

[07.01.2026] In einer losen Serie stellt Kommune21 Digitalstädte mit Vorbildcharakter vor. Den Anfang macht Ahaus: Die nordrhein-westfälische Stadt ist ein Reallabor für digitale Anwendungen – mit einer Super-App als Schlüssel. mehr...

Screenshot der Startseite von herzlich-digital.de.

Kaiserslautern: Geordnete Liquidation von KL.digital

[06.01.2026] Die Stadt Kaiserslautern bereitet die geordnete Liquidation der KL.digital GmbH zum 30. Juni 2026 vor. An diesem Tag endet der Förderzeitraum der Modellprojekte Smart Cities, auf der die finanzielle Grundlage von KL.digital vollständig beruht. Die Projekte und Ideen sollen aber nahtlos in die Stadtverwaltung übergehen und dort weiterentwickelt werden. mehr...

Ein Netzwerk bestehend aus leuchtenden Linien.

Göttingen: Ausbau des städtischen Messnetzes

[22.12.2025] Ein Sensoriknetzwerk liefert der Stadt Göttingen wichtige Informationen über Wasserstände, die Baumgesundheit und die lokale Klimaentwicklung. Das Netz soll in den kommenden Jahren ausgebaut werden. Die Daten sollen unter anderem in Forschung, Analysen und Planungsprozesse einfließen. mehr...

Skyline der Stadt Frankfurt am Main

Frankfurt am Main: Digital Ressourcen schonen

[15.12.2025] Die Stadt Frankfurt am Main hat drei weitere Digitalisierungsprojekte umgesetzt: den Aufbau eines digitalen Wassermanagements, die Einführung der automatisierten Straßenzustandserfassung sowie die Open Library. Alle drei Projekte tragen dazu bei, Ressourcen zu schonen und Kosten zu sparen. mehr...

Screenshot der digitalen Karte auf Mainziel.de, welche die Parkhäuser der Stadt anzeigt.

Frankfurt am Main: Informiert zum Parkhaus

[12.12.2025] Viele Parkhausbelegungen in Frankfurt am Main sind jetzt in Echtzeit online einsehbar. Die erfassten Daten können von Verkehrstelematikanbietern oder Radiosendern für eigene Angebote abgerufen werden. Auch an die Mobilithek des Bundes werden sie übertragen. mehr...

Blick über den beleuchteten Frankfurter Weihnachtsmarkt am Römer.

Frankfurt am Main: Echtzeitdaten zum Weihnachtsmarkt

[05.12.2025] Ein Pilotprojekt mit LiDAR (Light Detection and Ranging)-Sensoren führt die Stadt Frankfurt am Main während des Weihnachtsmarkts am Römer durch. Die Sensoren messen dort das aktuelle Besucheraufkommen mit Laserstrahlen, die erfassten Daten stehen auf der urbanen Datenplattform in Echtzeit zur Verfügung. mehr...

Ein Parkplatzschild steht am Eingang eines Freiluftparkplatzes.

Troisdorf: Smarter parken

[03.12.2025] Mit einer smarten Lösung bereitet Troisdorf der ineffizienten Parkraumbewirtschaftung ein Ende. Parksensoren erfassen jetzt die Belegung einzelner Stellplätze, die Bürgerinnen und Bürger werden darüber in Echtzeit per App informiert. mehr...