Dienstag, 20. Oktober 2026

BonnLoRaWAN-Funknetz wird aufgebaut

[24.03.2020] Die Stadtwerke Bonn arbeiten zusammen mit der Stadt Bonn daran, ein LoRaWAN-Funknetz aufzubauen. Das Projekt ist Teil der Smart-City-Strategie der nordrhein-westfälischen Bundesstadt.
Bonn: Stadt und Stadtwerke bauen gemeinsam ein LoRaWAN auf.

Bonn: Stadt und Stadtwerke bauen gemeinsam ein LoRaWAN auf.

v.l.: Mirko Heid, Bereichsleiter Konzernstrategie bei den Stadtwerken Bonn; Friedrich Fuß, CDO der Stadt Bonn; Axel Kapellen, SWB-Projektinitiator vor einem LoRaWAN-Gateway auf dem Stadthausdach

(Bildquelle: www.bonn.de)

Um ein leistungsstarkes LoRaWAN-Funknetz aufzubauen und dauerhaft zu betreiben, kooperieren Stadt und Stadtwerke Bonn (SWB). Das Pilotprojekt dient dazu, Erfahrungen im Rahmen des LoRaWAN-Netzaufbaus und der zur Verfügung stehenden Sensorik zu sammeln und neue Geschäftsfelder zu identifizieren, so die nordrhein-westfälische Bundesstadt. Für Aufbau, Installation und Betrieb des Netzes zeichnen die Stadtwerke verantwortlich.
„Der Aufbau der LoRaWAN-Infrastruktur ist ein wichtiger Bestandteil unserer Smart-City-Strategie. Durch die vielen Anwendungsfelder können Produkte und Dienstleistungen entstehen, die das Leben in unserer Stadt schneller, effizienter, gesünder, wirtschaftlicher, sozialer oder umweltfreundlicher machen. So gelingt es uns, Antworten auf die Bedürfnisse unserer Kunden und Herausforderungen unserer Stadt zu finden und damit unsere Zukunft als Unternehmen zu gestalten“, sagt Mirko Heid, Bereichsleiter Konzernstrategie bei den Stadtwerken Bonn.

Zahlreiche Einsatzmöglichkeiten

Im ersten Schritt hätten die Stadtwerke Bonn auf eigenen und städtischen Betriebsgebäuden Gateways installiert, die für die nötige Funknetzabdeckung in Bonn sorgen. Nach und nach sollen LoRaWAN-fähige Sensoren für verschiedene innerbetriebliche Anwendungsfälle getestet und verbaut werden. Im Pilotprojekt werden nach Angaben der Stadt Sensoren von der Temperaturmessung, Parkraumüberwachung, Bach-Pegelständen oder auch Füllstandsmessungen von Containern, Tanks und Silos erprobt. „Die Einsatzmöglichkeiten sind beinahe unendlich und bieten für uns sehr viele Mehrwerte“, so SWB-Projektinitiator Axel Kapellen. „LoRaWAN ist ein Geschäftsfeld, in dem wir viel Innovationspotenzial sehen und wirtschaftlich arbeiten können“, ergänzt Christian Roosen, Projektkoordinator bei den SWB.

Wichtiger Baustein

Weitere Beispiele für den alltäglichen Einsatz von LoRaWAN-Sensoren könnten künftig Folgende sein: Kühlketten kontrollieren, erfahren, ob das Fenster zu Hause offen gelassen wurde, Verkehrsströme messen, den Stromverbrauch aus der Ferne ablesen, Wasserschächte oder Vorratsbehälter automatisch kontrollieren, Feuchtigkeitsbedarf in Beeten messen oder den Heizungsverbrauch in verschiedenen Gebäuden vergleichen.
„LoRaWAN ist ein Netz mit enormem Potenzial für interessante und spannende Anwendungen und ein wichtiger Baustein der Smart City Bonn“, sagt Bonns CDO Friedrich Fuß. Im Rahmen des Pilotprojekts sollen der technische Einsatz, die Funkabdeckung bis Mitte 2020 getestet und weitere interessierte Kooperations- und Community-Partner für die nächsten Entwicklungsschritte gesucht werden. Im Anschluss an den Testbetrieb soll LoRaWAN für Unternehmen, wissenschaftliche Einrichtungen, Behörden und private Interessierte allgemein zugänglich und nutzbar sein.



Stichwörter: Smart City, Bonn, LoRaWAN


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