AKDBFrauen in Führungspositionen

AKDB-Vorstandsmitglied Gudrun Aschenbrenner plädiert für mehr Gendergleichheit in Führungspositionen.
(Bildquelle: AKDB)
Die Anstalt für Kommunale Datenverarbeitung in Bayern (AKDB) fördert erstmals die jetzt erschienene FIT-Public Management-Studie 2021 der Zeppelin Universität Friedrichshafen. Seit vier Jahren beobachtet die Langzeitstudie die Entwicklung des Frauenanteils in Führungspositionen öffentlicher Unternehmen. Wie die AKDB mitteilt, unterstreicht sie mit Unterstützung der Studie das Engagement für das gesellschaftspolitisch wichtige Thema der Geschlechtergerechtigkeit, insbesondere in öffentlich-rechtlichen IT-Unternehmen.
„Internationale Forschungsergebnisse belegen: Unternehmen mit einem Frauenanteil von 30 Prozent in der Führungsetage haben eine um bis zu 20 Prozent höhere Rentabilität als Unternehmen ohne weibliche Führungskräfte“, sagt Gudrun Aschenbrenner, die seit 2018 Vorstandsmitglied der AKDB ist. „Dabei sind nicht nur Frauen in Vorstandspositionen wichtig, sondern auch im oberen und mittleren Management. Deshalb freuen wir uns als öffentlich-rechtliches IT-Unternehmen, dass die Diskussion der Gendergleichheit durch Studien wie diese nicht nur eine empirische Grundlage erhält, sondern auch die Sichtbarkeit, die sie verdient.“
Die AKDB berichtet, dass sie in ihren Recruiting-Kampagnen seit Jahren gezielt Frauen anspricht. Dies geschehe in dem Wissen, dass sich darunter auch die Managerinnen der Zukunft befinden. Seit Jahren treffe das Unternehmen aktiv entsprechende Besetzungsentscheidungen auf allen Management-Ebenen. 39 Prozent der Führungspositionen in der AKDB seien aktuell mit Frauen besetzt. Der Frauenanteil in der Geschäftsleitung betrage 22 Prozent.
Anstieg von Frauen im AKDB-Management
„Die Suche nach den Führungskräften von morgen fängt allerdings weit vor dem Recruiting an“, so Aschenbrenner. „Wir machen unter anderem beim bundesweiten Girls Day mit, bei dem wir Gymnasiastinnen für IT-Berufe begeistern wollen. Zudem sollten Frauen nicht mehr vor die Wahl gestellt werden: entweder Karriere oder Familie. Wenn die Gesellschaft den Wertewandel unterstützt, dann kommen die Quoten von alleine. Wir treiben bei der AKDB das Thema Diversität insgesamt voran. Zukunftsfähige Lösungen finden wir nur, wenn wir die verschiedenen Erfahrungen und Perspektiven unserer Mitarbeiter einbinden, sei es, weil sie aus verschiedenen Ländern kommen oder weil sie unterschiedliche Berufs- und Lebenserfahrungen haben.“ Die AKDB erklärt hierzu, dass sie derzeit Mitarbeitende aus 30 Nationen beschäftigt.
Professor Ulf Papenfuß, der an der Zeppelin Universität Friedrichshafen seit 2016 den Lehrstuhl für Public Management und Public Policy innehat, berichtet: „Die Diskussion um die Repräsentation von Frauen in Führungspositionen ist besonders im öffentlichen Dienst zentral: Nicht nur weil öffentliche Unternehmen die gesellschaftlichen Verhältnisse bestmöglich widerspiegeln sollen, sondern auch weil sie eine Vorbildfunktion haben. Der Diskurs um die Gendergleichheit hat erhebliche Ausstrahlung auf die digitale Transformation im öffentlichen Sektor. Ich freue mich, dass bei dieser Studie Praxis und Wissenschaft zusammengewirkt haben. Für unser demokratisches Gemeinwesen sind Forschung und Lehre im Kontext des Public Management an deutschen Universitäten ein wichtiger Zukunftsfaktor.“
Frauen in Führungspositionen weiterhin unterrepräsentiert
Laut AKDB sind in öffentlichen IT-Unternehmen Frauen in Top-Führungspositionen derzeit immer noch unterrepräsentiert. Die Studienergebnisse verzeichnen in der Branche Digitalisierung und IT einen Anteil weiblich besetzter Top-Management-Positionen von nur 1,9 Prozent.
Im kürzlich erschienenen Führungspositionengesetz II werden erstmalig explizit öffentliche Unternehmen mit Mehrheitsbeteiligung des Bundes und Körperschaften des öffentlichen Rechts adressiert. Diese müssen künftig bei Vorständen mit mehr als zwei Mitgliedern mindestens eine Frau berufen. Die Regelung gehen über die Vorgaben für börsennotierte, paritätisch mitbestimmte Unternehmen der Privatwirtschaft hinaus. Dort seien erst Vorstände mit über drei Mitgliedern verpflichtet, eine Frau zu bestellen. Im öffentlichen Dienst des Bundes sollen bis 2025 50 Prozent der Führungspositionen von Frauen besetzt sein.
Serie Digitalstädte: Stadt mit Gründergeist
[23.03.2026] Am Anfang war Nixdorf. Heute ist die Stadt Paderborn ein Hotspot der ostwestfälischen IT-Wirtschaft mit starkem Mittelstand, ausgezeichneter Universität und ambitionierter Verwaltung. Ein Besuch. mehr...
Erfurt: Hilfe per Knopfdruck
[17.03.2026] Für viele Menschen gehören Stadtfeste und Märkte zum urbanen Lebensgefühl. Um diese sicherer zu machen, hat die Stadt Erfurt nun mit dem Anbieter der Sicherheits-App SafeNow einen Rahmenvertrag unterzeichnet. mehr...
Nordrhein-Westfalen: Kommunen melden ihre Baustellen digital
[13.03.2026] Werden Baustellen an der öffentlichen Infrastruktur überregional erfasst, können Terminkollisionen und Potenziale zur Bündelung leichter erkannt werden. In Nordrhein-Westfalen sollen Kommunen nun gesetzlich zur Meldung in einem zentralen digitalen Portal verpflichtet werden. mehr...
OSBA: Innovative Open-Source-Lösungen gesucht
[06.03.2026] Zum zweiten Mal findet der bundesweite Wettbewerb für erfolgreiche Open-Source-Lösungen aus der öffentlichen Verwaltung statt. Behörden und öffentliche Stellen aller föderalen Ebenen können sich bis Ende Juni bewerben, die Preisverleihung erfolgt im Rahmen der Smart Country Convention. mehr...
Bremen: Schub für die Verwaltungsdigitalisierung
[03.03.2026] Performa Nord, ein Verwaltungsdienstleister der Freien Hansestadt Bremen, erhält aus dem Investitionssofortprogramm des Landes rund vier Millionen Euro. 2026 und 2027 sollen Terminmanagement, Heil- und Dienstunfallfürsorge sowie die IT-Ausstattung der Einrichtung digitalisiert und modernisiert werden. mehr...
Praxisleitfaden: Wissen bewahren und nutzen
[19.02.2026] Speziell an die Führungsebene in der öffentlichen Verwaltung richtet sich eine Orientierungshilfe der Innovationsstiftung Bayerische Kommune. Der Leitfaden liefert praxisnahe Impulse, wie erfolgreiches Wissensmanagement in kleinen Schritten aufgebaut werden kann. mehr...
Föhr-Amrum: Digitale Lösungen für die Zukunft der Inseln
[18.02.2026] Im Rahmen der Föhr-Amrumer Zukunftsimpulse hat das Amt Föhr-Amrum den Island Future Award initiiert. Ausgezeichnet werden Projekte, die Inseln und Küstenregionen durch praxistaugliche Digitalisierung konkret stärken. mehr...
NExT-Netzwerk: Arbeit neu strukturiert
[17.02.2026] Mit einer neuen strategischen Struktur richtet der Verein NExT seine Arbeit zur Verwaltungstransformation neu aus: Künftig sollen Austausch, Analyse und politische Einordnung enger verzahnt werden. Ein Relaunch der Website macht diesen Anspruch auch nach außen sichtbar. mehr...
Schleswig-Holstein: Unterstützung für kommunale Bauleitplanung
[05.02.2026] Schleswig-Holstein will Bauleitpläne künftig mit dem Standard XPlanung und einer zentralen Bereitstellungsplattform landeseinheitlich digital verfügbar machen. Das Land unterstützt Kommunen bei der Umwandlung bestehender Pläne. mehr...
ÖFIT-Wegbereiter-Reihe: Kompetenzaufbau in der Verwaltungspraxis
[30.01.2026] Als niedrigschwellige, anwendungsorientierte Lern- und Arbeitsinstrumente sollen die ÖFIT-Wegbereiter die interdisziplinäre Bearbeitung von Digitalisierungsprojekten in der öffentlichen Verwaltung unterstützen. Die Reihe umfasst derzeit vier Ausgaben unter anderem zu den Themen Low Code, generative Künstliche Intelligenz und Digitale Souveränität. mehr...
Vitako: Die Verwaltung der Zukunft im Podcast
[16.01.2026] Orientierung schaffen, Debatten anstoßen und zeigen, wie öffentliche IT den digitalen Staat mitgestaltet – das will der neue Podcast von Vitako, der Bundesarbeitsgemeinschaft der Kommunalen IT-Dienstleister. mehr...
KDO: IT-Wissen praxisnah vermittelt
[14.01.2026] Die KDO-Akademie vermittelt IT-Kompetenz: Im vergangenen Jahr wurden mehr als 200 Schulungen durchgeführt. Nun entwickelt sich das Angebot weiter. In verschiedenen Formaten wird neben Know-how zu konkreten IT-Lösungen auch Wissen zu übergreifenden Themen vermittelt. mehr...
Köln: Erster IT-Planungsprozess
[22.12.2025] Um die IT- und Digitalisierungsvorhaben der Verwaltung schneller bewerten und priorisieren zu können, hat Köln erstmals einen gesamtstädtischen IT-Planungsprozess umgesetzt. Er orientiert sich an Industriestandards für die IT-Planung in Unternehmen und sorgt für einen optimalen Ressourceneinsatz sowie eine nachhaltig gesteuerte digitale Transformation. mehr...
Aachen: Straßenbäume exakt dokumentiert
[19.12.2025] In Aachen wurden in den vergangenen Jahren alle Stadtbäume mit Stamm- und Zustandsdaten in ein Kataster eingepflegt. Das soll der Stadtverwaltung künftig alle Prozesse rund um Baumkontrolle und -pflege erleichtern. mehr...
Cuxhaven: Schnell informiert im Notfall
[19.12.2025] Seit 2005 informiert die Stadt Cuxhaven ihre Bürgerinnen und Bürger über regionale Gefahrenlagen oder Schadensereignisse per App. Nun erhielt die mobile Anwendung ein umfassendes Update. mehr...
























