Mittwoch, 6. Mai 2026

BerlinDigitalPakt Schule kommt voran

[01.10.2021] Ein jetzt dem Berliner Senat vorgelegter Bericht zeigt, dass die Umsetzung des DigitalPakts Schule Fortschritte macht. Gleiches gilt für das Lern-Management-System Lernraum Berlin.

Der Berliner Senat hat jetzt den von der Bildungssenatorin Sandra Scheeres vorgelegten Bericht „Umsetzungsstand DigitalPakt Schule“ zur Kenntnis genommen. Wie die Berliner Senatskanzlei mitteilt, ist das Bundesland bei der Umsetzung des DigitalPakts Schule sehr gut vorangekommen. Im bundesweiten Vergleich gehöre Berlin inzwischen zu den drei Bundesländern mit der höchsten Mittelbindung. An den öffentlichen Schulen seien bereits gut Zweidrittel der zur Verfügung stehenden Mittel fest gebunden (Stand August), bereits im April sei die Hälfte der Mittel gebunden gewesen. Die Mittel fließen hauptsächlich in längerfristig angelegte Investitionen ein, etwa LAN-Ausbau, und kommen somit der Infrastruktur der Schulen zugute.
Von den Fördermitteln des DigitalPakts Schule für den Zeitraum 2019 bis 2024 in Höhe von über 250 Millionen Euro, die der Bund dem Land Berlin zur Verfügung stellt, seien von den öffentlichen Schulen bereits 67 Prozent der Mittel gebunden gewesen. Bei den Schulen in freier Trägerschaft seien es 46 Prozent der zur Verfügung stehenden Mittel. Hierbei handele es sich um eine Mittelbindung von über 150 Millionen Euro (Stand August 2021). Da die Mittel erst abgerufen werden dürfen, wenn alle Rechnungen vorliegen, liege der aktuelle Mittelabfluss noch darunter. Die aktuell bereits abgeflossenen Mittel werden für kurzfristige Investitionen und Maßnahmen verwendet. Der Bericht zur Umsetzung des DigitalPakts Schule werde nun an das Abgeordnetenhaus weitergeleitet.

Digitalisierungsschub der Schulen

Sandra Scheeres, Senatorin für Bildung, Jugend und Familie, erläutert: „Die Digitalisierung der Berliner Schulen hat in der Pandemie einen echten Schub erhalten. Äußerst hilfreich für den nachhaltigen Ausbau der digitalen Infrastruktur ist dabei auch der DigitalPakt Schule. Ich freue mich, dass Berlin für seine Schulen bereits überdurchschnittlich viele Mittel aus dem DigitalPakt fest verplanen und damit binden konnte. Dafür danke ich auch den Bezirken als Schulträger ausdrücklich. Mit der Mittelbindung ist klar, wofür das Geld ausgegeben wird. Das gibt vielen Schulen Planungssicherheit. Darüber hinaus nimmt das Land viel zusätzliches Geld in die Hand.“
Laut der Senatskanzlei Berlin erfolgte die Beschaffung der Endgeräte für Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte an öffentlichen Schulen zentral durch die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie, während die einzelnen freien Träger Fördermittel im Rahmen ihrer Schulträgerbudgets beantragen können.

Fortschritte im Lernraum Berlin

Auch beim Lern-Management-System Lernraum Berlin seien weitere Fortschritte zu verzeichnen. Der Lernraum Berlin sei ein digitales Angebot zur Vorbereitung und Durchführung des interaktiven Lernens im Unterricht, zur Unterstützung in der Schulorganisation und zur Kommunikation aller am schulischen Bildungsprozess beteiligten Personen, das den öffentlichen Berliner Schulen kostenfrei von der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie zur Verfügung gestellt werde. Die Nutzung des Lern-Management-Systems sei von knapp 600 täglichen Anmeldungen im Februar 2020 auf bis zu 37.000 tägliche Anmeldungen während der Schulschließungen im Frühjahr 2020 gestiegen. Mit Beginn des Distanzunterrichts im Dezember 2020 haben sich bis zu 51.000 Nutzende täglich im Lernraum Berlin angemeldet, im Januar 2021 sei diese Zahl auf bis zu 83.000 tägliche Anmeldungen angestiegen. Nach der Rückkehr zum Präsenzunterricht haben die Anmeldungen Mitte Juni 2021 bei rund 34.000 Anmeldungen täglich gelegen. Mit Stand 16. Juli 2021 seien rund 237.000 Benutzerkonten registriert.
In unmittelbarer Umsetzung sei die Aufteilung des Lernraums in eine zentral verwaltete Instanz pro Schule (Mandant). In einem ersten Schritt sei bereits die Umstellung der Benutzerverwaltung des Lern-Management-Systems erfolgt.
Seit Januar 2021 werde zudem der datenschutzkonforme Videokonferenz-Dienst BigBlueButton zur Verfügung gestellt. Er bilde eine wichtige Komponente des Lern-Management-Systems auch als Ergänzung eines möglichen Wechselunterrichts, aber auch für den Präsenzunterricht generell.





Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Schul-IT

Bitkom: Schulen erhalten Smart-School-Siegel

[24.04.2026] Bundesbildungsministerin Karin Prien hat in Berlin Schulen für herausragende digitale Bildungskonzepte ausgezeichnet. Der Wettbewerb des Branchenverbands Bitkom zeigt, wie sich digitale Innovationen im Unterricht erfolgreich umsetzen lassen und künftig stärker verbreitet werden sollen. mehr...

Composite: Hand greift nach einem Cloud-Icon, blauer Hintergrund
bericht

Hannover: Lizenzpanne mit Microsoft 365

[23.04.2026] Alle 100 städtischen Schulen in Hannover haben die Cloud-Lösung Microsoft 365 aktiv eingesetzt – allerdings, ohne die passende Lizenz zu besitzen, welche die Nutzung im Schulkontext absichert. Die Stadt verhängte vorerst einen Nutzungsstopp und will prüfen, wie es zu der fehlerhaften Einschätzung kam. mehr...

Kind vor Tablet_ telli in Bremen
bericht

Bremen: Pionier für telli

[21.04.2026] Bremen hat als erstes Bundesland mit telli eine landesweite KI-Plattform für Schulen eingeführt. Finanziert über Mittel des DigitalPakts Schule steht die Plattform den Schulen der Freien Hansestadt kostenfrei zur Verfügung. mehr...

Schulranzen mit daran angelehntem Tablet, im Hintergrund eine grübe Kreidetafel.

Niedersachsen: Webshop für Schul-Hardware

[16.04.2026] Niedersachsen hat einen Webshop für die Bestellung digitaler Endgeräte an Schulen freigeschaltet. Das Land stellt dafür bis 2031 rund 800 Millionen Euro bereit. Ab dem Schuljahr 2026/2027 sollen zunächst siebte Klassen und Lehrkräfte ausgestattet werden. mehr...

Klassenzimmer-Kulisse: Eine Frau mit langen Locken (Maria Borelli) beugt sich über den Schultisch von zwei Grundschülern, die vor einem Laptop sitzen.

Berlin: Schnelles Internet für alle Schulen

[13.04.2026] In Berlin verfügen alle öffentlichen Schulen nun über schnelles Internet. Möglich wurde das durch ein vom ITDZ koordiniertes landesweites Programm. Mit einer Reform des Schulgesetzes sichert der Senat die weitere digitale Schulentwicklung rechtlich stärker ab. mehr...

auf einem stilisierten Laptop stehen Schultische und -bänke
bericht

Digitale Bildung: Zehn Jahre Smart Schools

[09.04.2026] Seit zehn Jahren würdigt der Smart-School-Wettbewerb Schulen, die digitale Bildung, Infrastruktur und Lehrkräftefortbildung zusammenbringen. Rahmenbedingungen und Schwerpunktthemen sind im Wandel – doch die Digitalisierung im Bildungsbereich geht weiter. mehr...

Pressekonferenz in einer Schule zur Einführung von telli in Thüringen

Thüringen: KI verstehen mit telli

[09.04.2026] Der KI-Chatbot telli steht ab sofort allen Schulen in Thüringen zur Nutzung zur Verfügung. Der Freistaat profitiert dabei von den Erfahrungen anderer Bundesländer und setzt zugleich eigene Schwerpunkte bei der pädagogischen Begleitung. mehr...

Das Lern-Management-System itslearning soll bald für alle baden-württembergischen Schulen verfügbar sein.

Kommunale Spitzenverbände: Digitalpakt 2.0 mit verschobenem Start?

[01.04.2026] Die kommunalen Spitzenverbände kritisieren geplante Änderungen zum Digitalpakt 2.0: Der für 2025 vereinbarte Starttermin soll um ein Jahr verschoben werden. Viele Kommunen haben mit Blick auf die Vereinbarung schon 2025 teure digitale Ausstattung beschafft – und könnten dann ohne Finanzierung dastehen. mehr...

Collage eines jungen Schülers in Schwarz-Weiß, der einen Rucksack und eine Lupe hält, vor einem Notebook-Bildschirm, isoliert auf farbigem Hintergrund.
bericht

Digitales Lernen: Eintauchen in den Lernstoff

[31.03.2026] Der Digitalpakt 2.0 fördert unter anderem die Einführung KI-gestützter, adaptiver Lernsysteme und die Entwicklung digitaler Unterrichtskonzepte. Damit eröffnet sich eine Chance für Schulen, immersive Lernräume einzurichten – ein Konzept, mit dem andere Länder bereits gute Erfahrungen gemacht haben. mehr...

Mehrere Personen stehen vor einem digitalen Monitor versammelt, auf dem der Aachener Konzept-O-Mat präsentiert wird.

Aachen: Automat für Medienkonzepte

[27.03.2026] Die StädteRegion Aachen bietet ihren Schulen ein Online-Tool an, mit dem sie ihre Medienkonzepte schneller und gezielter überarbeiten können. Der sogenannte Konzept-O-Mat erfasst den Ist-Zustand der Schule, zeigt Lücken im jeweiligen Konzept auf und gibt Verbesserungshinweise. mehr...

Aufsicht auf einen Schultisch, man sieht einen Laptop und eine Computermaus, auf der eine Kinderhand ruht.

Hannover: Zwischenbilanz zum Einsatz von Microsoft 365 an Schulen

[18.03.2026] Hannover nutzt Microsoft 365 auch im Bildungsbereich. Die Stadt ist sich des Datenschutzrisikos bewusst, lehnt europäische Open-Source-Alternativen aber ab. Nun sollen bessere Rahmenbedingungen für den Microsoft-Einsatz geschaffen werden – mit Vorbildcharakter für weitere Schulen im Land. mehr...

Stadtrat Nürnberg

Nürnberg: Schul-IT als Daueraufgabe

[16.03.2026] Im Rahmen der IT-Strategie „Lernen und Lehren an städtischen und staatlichen Schulen in Nürnberg im Digitalen Zeitalter“ wurden in den vergangenen neun Jahren zahlreiche Erfolge erzielt. Diese hat das Referat für Schule und Sport jetzt in einem umfassenden Bericht zusammengefasst. mehr...

Mehrere Schülerinnen und Schüler arbeiten im Klassenzimmer mit Tablets.

Neuwied: 2,4 Millionen Euro für die Lerninfrastruktur

[13.03.2026] Mit einem Medienentwicklungsplan für die Jahre 2026 bis 2030 stellt Neuwied rund 2,4 Millionen Euro für die digitale Ausstattung und Betreuung städtischer Schulen bereit. Mit den Mitteln soll die Lerninfrastruktur weiter modernisiert und gesichert werden. Auch ein verlässlicher IT-Support ist vorgesehen. mehr...

Eine Person bedient den Touchscreen eines Tablets.

Niedersachsen: telli lehrt KI-Einsatz

[24.02.2026] Schule sollte junge Menschen dazu befähigen, KI kritisch, reflektiert und kompetent zu nutzen. Mit diesem Ziel nimmt jetzt Schul-Chatbot Telli in Niedersachsen seine Arbeit auf. Die datenschutzkonforme Open-Source-Lösung kann sowohl für die Unterrichtsvorbereitung als auch das fächerübergreifende, individuelle Lernen herangezogen werden.  mehr...

Mehrere Schüler sitzen in einem Klassenzimmer, eine Lehrerin unterrichtet sie mit Unterstützung eines Whiteboards.

Digitalpakt 2.0: KISA begleitet Schulen

[23.01.2026] Mit dem Digitalpakt 2.0 geht das Förderprogramm zur Digitalisierung an den Schulen in die Fortsetzung. Der Zweckverband Kommunale Informationsverarbeitung Sachsen (KISA) unterstützt Schulen und Schulträger mit passgenauer Beratung, Betreuung und erprobter Hardware. mehr...