EssenStadtbäume smart bewässern

Smarte Wasserversorgung für Essener Stadtbäume.
v.l.: Dr. Silke Katharina Berger, Leiterin CONNECTED.ESSEN; Norbert Bösken, Abteilung Waldungen und Baumpflege von Grün und Gruga; Tobias Grau, Stadtwerke Essen; Melanie Ihlenfeld, Fachbereichsleitung Grün und Gruga; Simone Raskob, Dezernentin für Umwelt
(Bildquelle: Stadt Essen)
Smarte Wasserversorgung für Essener Stadtbäume.
v.l.: Dr. Silke Katharina Berger, Leiterin CONNECTED.ESSEN; Norbert Bösken, Abteilung Waldungen und Baumpflege von Grün und Gruga; Tobias Grau, Stadtwerke Essen; Melanie Ihlenfeld, Fachbereichsleitung Grün und Gruga; Simone Raskob, Dezernentin für Umwelt
(Bildquelle: Stadt Essen)
Lange Trocken- und Hitzeperioden als Auswirkungen des Klimawandels setzen den Essener Bäumen seit Jahren zu. Viele der mehr als 200.000 Stadtbäume leiden unter Trockenstress und könnten ohne intensive Bewässerung nicht überleben. Um den Baumbestand zu erhalten, möchte die Stadt Essen nach eigenen Angaben das Bewässerungsmanagement optimieren. Gemeinsam mit der Universität Trier, dem Fachbereich Grün und Gruga, dem Amt für Geoinformation, Vermessung und Kataster sowie den Stadtwerken Essen wurde daher 2020 unter dem Dach des Smart-City-Verbunds CONNECTED.ESSEN das smarte Bewässerungsmanagement-System TreeCop entwickelt. Dabei kann mithilfe von Copernicus-Satellitendaten, die einen möglichen Trockenstress an Bäumen aufzeigen und in Verbindung mit Sensoren, welche die Bodenfeuchte vor Ort am Baum messen, der tatsächliche Wässerungsbedarf ermittelt werden. Die Ergebnisse gelangen per Funk über das flächendeckende LoRaWAN der Stadtwerke Essen auf die mobilen Endgeräte von Grün und Gruga. Gefördert wird das Projekt vom Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV).
Wie die Stadt Essen weiter berichtet, wurden in einer ersten Pilotphase im vergangenen Jahr 45 ausgewählte Stadtbäume sowie Bäume, die als Baumdenkmale besonders schützenswert sind, mit den Sensoren ausgestattet. In diesem Frühjahr seien dann die Anzahl der eingebauten Sensoren noch einmal verdoppelt und zudem 500 weitere Bodenfeuchtesensoren an Jungbaumstandorten installiert worden, um deren Anwuchs zu sichern.
„Die Ergebnisse der Testphase sind sehr vielversprechend“, sagt Simone Raskob, Dezernentin für Umwelt, Verkehr und Sport bei der Stadt Essen. „Sie zeigen, dass wir die Pflege und Entwicklung unseres so wichtigen und kostbaren Stadtgrüns in Bezug auf die Bewässerung noch weiter optimieren können. Gerade in Zeiten verschärfter Wasserknappheit ist das eine wichtige Erkenntnis. Digitale Techniken können uns in Zukunft helfen, noch besser und effizienter zu werden.“
Im kommenden Jahr sollen die öffentlich zugänglichen Daten nach Angaben der Essener Stadtverwaltung eine weitere Dimension erreichen. Neben der pflichtgemäßen Erfassung der Bewässerungsmengen durch die Regiebetriebe und beauftragten Dienstleister soll dann auch den Bürgerinnen und Bürgern, allen voran die Initiative Gießkannenheld*innen, die sich für die Bewässerung der Bäume zusätzlich zur Stadt engagieren, ein geschütztes Meldeportal für die Dokumentation ihrer Leistung zur Verfügung stehen.
Hamm: Digitaler Erfolgskurs
[24.09.2026] Hamm stellt die Weichen für die nächste Phase seiner Digitalisierung: Die bisherige Digitalisierungsstrategie wird zu einer Smart-City-Strategie für 2027 bis 2032 weiterentwickelt. Neue KI-Anwendungen und eine modernere Dateninfrastruktur sollen dabei eine größere Rolle spielen. mehr...
Köln: MobilitätsCockpit verstetigt
[23.09.2026] Köln führt die Datenplattform MoCKiii nach Abschluss der Förderphase dauerhaft fort. Sie verknüpft Verkehrs-, Umwelt- und Wetterdaten in Echtzeit. Die Informationen fließen unter anderem in Verkehrsanlagen, das Brückenleitsystem und die Mobilithek ein. mehr...
Serie Smart Cities, Teil 6: Resilient und nachhaltig
[22.09.2026] Um zukunftsfähige urbane Infrastrukturen – smarte Quartiere – zu schaffen, sollten Kommunen die Digitalisierung konsequent als Hebel für ganzheitliche Nachhaltigkeit und Resilienz nutzen. Dabei können sie sich an vier Leitfragen orientieren. mehr...
Haselhorst Smart City Ranking: Ranking ohne Rangliste
[17.09.2026] Das Haselhorst Smart-City-Ranking verzichtet 2026 erstmals darauf, die Platzierungen der untersuchten Städte aktiv zu veröffentlichen. Ganz geheim bleibt die Rangliste dennoch nicht: München hat seinen erneuten ersten Platz bereits selbst bekannt gegeben. mehr...
Gütersloh: Zusammenarbeit im Urban Stack
[17.09.2026] Gemeinsam kommt man auf dem Weg zu Digitaler Souveränität besser voran: Dieser Überzeugung sind die aktuell zehn Kommunen, die sich der von der Stadt Gütersloh entwickelten Datenplattform Urban Stack bereits angeschlossen haben. Beim ersten Community-Treffen gab es jetzt konkrete Weichenstellungen und Neuigkeiten. mehr...
Mönchengladbach / Viersen: Nächtliche Kaltluftströme unter der Lupe
[16.09.2026] In einem gemeinsamen Smart-City-Projekt erforschen Mönchengladbach und Viersen über fest installierte Sensoren die Kaltluftströme in den beiden Städten. Ziel ist es, damit neue Datengrundlagen für Klimaanpassung und Stadtplanung zu schaffen. mehr...
Smart City Index 2026: Stuttgart übernimmt die Spitze
[09.09.2026] Stuttgart führt erstmals den Smart City Index des Digitalverbands Bitkom an und verdrängt München auf Rang 2. Hamburg folgt auf Platz 3. Mönchengladbach, Bremen, Erlangen und Hildesheim zählen zu den größten Aufsteigern unter den deutschen Großstädten. mehr...
Braunschweig: Innovationsstrategie für die digitale Zukunft
[09.09.2026] Für die digitale Transformation der Verwaltung hat Braunschweig eine Innovationsstrategie vorgelegt, über die der Rat Ende September entscheidet. Sie umfasst den Einsatz von Künstlicher Intelligenz und Cloud-Lösungen sowie den Aufbau einer urbanen Datenplattform. mehr...
Smart-City-Plattformen: Neuer DIN-Standard veröffentlicht
[07.09.2026] Handlungsempfehlungen für den Aufbau resilienter, skalierbarer und nachhaltiger Smart-City-Infrastrukturen liefert jetzt die neue DIN SPEC 91377 zu „Datenmodellen und Protokollen in offenen urbanen Plattformen“. mehr...
Wolfsburg: Virtuelles Modell für reale Planungen
[02.09.2026] Das virtuelle Wolfsburg ist fertig. Der vollständig auf Open-Source-Technologien basierende digitale Stadtzwilling bündelt unter anderem Klima-, Wetter- und Straßenzustandsdaten und soll städtebauliche Vorhaben anschaulicher machen – für die Planenden ebenso wie für Bürgerinnen und Bürger. mehr...
Hanau: Mit einem Klick informiert
[31.08.2026] Hanau hat eine öffentliche Datenplattform freigeschaltet, die Live-Informationen zu Parkraum, Innenstadtfrequenz und Wetter bündelt. Das browserbasierte Dashboard ist kostenlos und ohne Anmeldung verfügbar und soll um weitere Smart-City-Anwendungen ergänzt werden. mehr...
Grünpflege: Smart Gießen in Augsburg
[31.08.2026] Augsburg baut die sensorgestützte Bewässerung seiner Stadtbäume aus. Messwerte aus mehreren Bodenschichten und Wetterdaten zeigen, wann und wo gegossen werden muss. So will die Stadt Wasser sparen, Pflegefahrten reduzieren und ihr Grün besser durch Trockenperioden bringen. mehr...
Smart City: Offenheit als Schutz vor Abhängigkeiten
[24.08.2026] Kommunen sollten ihre Smart-City-Infrastruktur so aufbauen, dass Systeme verschiedener Hersteller zusammenarbeiten und Daten unter kommunaler Kontrolle bleiben. Armin Mühlberger von sixData hat in einem Interview vor langfristigen Abhängigkeiten gewarnt und sieht offene Schnittstellen als Voraussetzung für flexible und sichere digitale Infrastrukturen. mehr...
Karlsruhe: Kleinräumige Daten zum Stadtklima
[21.08.2026] Karlsruhe gehört zu den heißesten Städten in Deutschland. Hunderte Klimasensoren erheben nun detaillierte Daten zum Stadtklima, die auf einer Online-Karte ausgewertet werden können. Die Stadt hat bereits vor mehr als zehn Jahren ihre erste Klimaanpassungsstrategie veröffentlicht. mehr...
Serie Smart Cities, Teil 5: Digitalisierung verstetigen
[13.08.2026] In vielen Kommunen wurde die Einführung digitaler Lösungen mithilfe von Fördermitteln angestoßen. Was ist nun zu tun, um die Smart-City-Projekte auch nach dem Ende des Förderzeitraums finanzierbar zu machen und fest in den kommunalen Prozessen zu verankern? mehr...

















