Mittwoch, 28. Oktober 2026

AKDBSchnittstellen-Service für IT-Dienstleister

[16.03.2023] Wie finden Online-Anträge ihren Weg ins digitale Back End der Verwaltung? Oft gar nicht, Medienbrüche sind nicht selten. Der Grund: mangelnde Schnittstellen zwischen Online-Diensten und Fachverfahren. Die AKDB bietet nun einen neuartigen Service, der diese Lücke schließt.

Die Anstalt für Kommunale Datenverarbeitung in Bayern (AKDB) stellt jetzt allen kommunalen IT-Dienstleistern einen Service zur Verfügung, der unterschiedlichste OZG-Dienste mit den Fachanwendungen in den Verwaltungen verknüpft und auf diese Weise digitale Verwaltungsprozesse Ende-zu-Ende möglich machen soll.
Die neue Dienstleistung wird laut AKDB als Managed Service angeboten. Dabei werden Online-Dienste um beliebige Schnittstellen ergänzt oder bei Bedarf über ein Plug-in-System mit neuen Software-Erweiterungen versehen. Die Basis des Services ist die Middleware OK.KOMM, die sämtliche XÖV-Standards unterstützt, bei Bedarf neue schnell implementieren kann und Anbindungen an bestehende Plattformen wie FIT-Connect aufweist. Wo es keine XÖV-Standards gebe, könne der OK.KOMM-Service neue Standards auf Open-Source-Basis entwickeln. Mit OK.KOMM werden nach Angaben der AKDB bereits täglich millionenfach Nachrichten aus diversen Systemen medienbruchfrei und damit Ende-zu-Ende digital ausgetauscht.

Der sichere Weg ins Back End

Der OK.KOMM-Service wird auf monatlicher Basis abgerechnet und kann sowohl on premise als auch aus dem Rechenzentrum betrieben werden, teilt die AKDB weiter mit. Das Angebot beinhalte den Betrieb sämtlicher Schnittstellen zu Online-Diensten. Dabei können Schnittstellen beliebiger Fachverfahren auf kommunaler, Landes- oder Bundesebene unkompliziert miteinander verknüpft werden. Wo keine Fachverfahren existieren, ist der Service in der Lage, die Daten aus den Online-Anträgen der Bürgerinnen und Bürger ins Back End der Verwaltung zu transportieren.
In den vergangenen Jahren war zu beobachten, dass die Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes an mangelnden Schnittstellen zwischen Online-Diensten und Software scheitert, so Christoph Mecking, Abteilungsleiter Data Communication Services bei der AKDB. Auf diese Weise habe es immer wieder Medienbrüche gegeben. Nun biete die AKDB kommunalen IT-Dienstleistern eine einzigartige Lösung, die es bisher in Deutschland nicht gebe: Sie orientiere sich an den Antragsprozessen der Bürgerinnen und Bürger und umgehe digitale Verständigungsbarrieren, so Mecking. Dadurch erhoffe man sich eine schnellere, flächendeckende OZG-Umsetzung und ein leistungsfähiges E-Government für Bürger und Unternehmen.





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