Mittwoch, 6. Mai 2026

HamburgMeldeportal für Niedrigwasser

[22.04.2025] Nicht nur Überschwemmungen, auch Trockenheit ist ein Problem: In Hamburg können Bürgerinnen und Bürger auf einem Onlineportal melden, wenn Flüsse oder Bäche austrocknen. Die Umweltbehörde will damit Daten für Gegenmaßnahmen sammeln.
Bach in einem Waldgebiet mit sehr niedrigem Wasserstand.

Auch zu niedrige Wasserstände sind problematisch – und können in Hamburg über ein Portal gemeldet werden.

(Bildquelle: BUKEA Hamburg)

Digitale Lösungen zu klimawandelbedingten Wasserständen an Fließgewässern – das sind meist Anwendungen, die vor zu viel Wasser warnen. So informieren beispielsweise die Städte Dresden, Lübeck und Berlin mit interaktiven Karten bei Überschwemmung und Starkregen, das bayerische Eppishausen setzt auf Pegelstandsmessung mit smarten Sensoren und das Land Nordrhein-Westfalen hat die landesweite Flood-Check-App entwickelt, mit deren Hilfe Bürger ermitteln können, wie gefährdet ihr Zuhause ist.

Die Hamburger Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft (BUKEA) betreibt ein Portal, das sich mit dem entgegengesetzten Problem befasst: zu niedrige Pegelstände an Gewässern. Bisher fielen im Jahr 2025 sehr wenig Niederschläge, vor allem die Monate Februar und März waren in Hamburg laut dem Deutschen Wetterdienst (DWD) extrem regenarm. Dadurch können niedrige Wasserstände in Gewässern entstehen oder sie trocknen sogar aus. Das stellt eine große Belastung für Flüsse, Bäche und Seen dar, die Lebensraum zahlreicher Tiere und Pflanzen sind. Über das Portal „Trockener Bach“ können Hamburgerinnen und Hamburger Informationen zu niedrigen Wasserständen und trockenen Gewässern melden. Damit wird laut Behördenangaben eine gute Datenbasis geschaffen, um langfristig gezielte Maßnahmen ergreifen zu können.





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