Montag, 13. April 2026

Innovation trifft PraxisDigitale Teilhabe auf dem Land

[24.06.2025] Mit praxisnahen Vorträgen, Good Practices, Technik-Demonstrationen und Diskussionsrunden soll am 25. Juni in Schimberg ersichtlich werden, wie die Digitalisierung abseits der großen Städte gelingt. Die Veranstaltung kann kostenlos und online im Livestream oder vor Ort besucht werden.
Grafik zeigt eine ländliche Landschaft umgeben von Bergen, darüber schweben unterschiedliche Symbole zu Temperatur, Niederschlag, Mobilität, Straßen und ähnliches die miteinander verbunden sind.

Wenn Gemeinden ihre IoT-Infrastruktur und ihr Know-how im Bereich Smart Villages bündeln, entstehen smarte Regionen.

(Bildquelle: Alpha-Omega Technology)

Seit neun Jahren setzt Alpha-Omega Technology mit Martinfeld, einem Ortsteil der Gemeinde Schimberg sensorbasierte Internet-of-Things(IoT)-Anwendungen um. Wie das ortsansässige Unternehmen mitteilt, macht der Modellort SMARTinfeld erlebbar, wie IoT-Lösungen für eine ganze Gemeinde funktionieren. Das Projekt zählt zu den Gewinnern des Wettbewerbs „Digitale Orte im Land der Ideen“ (wir berichteten).

Nun will das Unternehmen seine Erfahrungen und Kenntnisse aus diesem Projekt mit einem breiten Publikum teilen. Dazu lädt es am 25. Juni 2025 zwischen 14 und 18 Uhr zu einer Veranstaltung ein, die kostenlos und online im Livestream oder vor Ort im thüringischen Schimberg besucht werden kann. Sie steht unter der Überschrift „Digitale Teilhabe auf dem Land: Innovation trifft Praxis“ und thematisiert unter anderem, worauf es beim Aufbau eines Tech-Unternehmens abseits einer großen Stadt ankommt. Ein weiterer Vortrag soll anhand realer IoT-Anwendungen veranschaulichen, wie Sensordaten schon heute dabei helfen, Energie zu sparen, Gebäude zu überwachen oder Umweltwerte zu erfassen. Den Abschluss bilde ein Ausblick auf das zukünftige Zusammenspiel von IoT, KI und Plattformen.

Die Veranstaltung richtet sich an Bürger, Kommunalvertreter, Unternehmen und alle Interessierte, die mehr über digitale Technologien und ihre Anwendungsmöglichkeiten im ländlichen Raum erfahren und sich zu dem Thema austauschen möchten. Jan Bose, Geschäftsführer von Alpha-Omega Technology erklärt: „Im Mittelpunkt stehen praxisrelevante Fragen: Wie stärkt Digitalisierung den ländlichen Raum? Was kann KI im Unternehmensalltag leisten? Und wie hilft das Internet-of-Things beim nachhaltigen Wandel? Wir wollen auch Schülerinnen und Schüler, Studierende und Lehrkräfte einladen sich anzumelden.“

Smart-City-Projekte sind in der Regel auf städtische Umgebungen beschränkt, erklärt Alpha-Omega. Das IoT-Projekt SMARTinfeld sei hingegen auf eine geringe Bevölkerungsdichte und einen engen Gemeinschaftssinn zugeschnitten. Es ziele darauf ab, eine ländliche Lebensweise beizubehalten und gleichzeitig Technologie und Innovation zu integrieren.

Um besser voranzukommen, könnten sich ländliche Gemeinden zusammenschließen und beispielsweise ihre IoT-Infrastruktur wie Sensordaten, Gateways, Plattformen und die Kosten teilen. So entstehen smarte Regionen – typischerweise in ländlichen oder stadtnahen Gebieten, in denen mehrere kleinere Gemeinden in geografischer Nähe und mit ähnlichen Herausforderungen und Bedürfnissen zusammenkommen. „Sie setzen Anwendungen zur Energieüberwachung, für das Wasser- und Abfallmanagement, die Verkehrssteuerung oder zur Erfassung von Umweltdaten um“, sagt Jan Bose und ergänzt: „Die Gemeinden profitieren gegenseitig von ihren Erfahrungen, Lösungsansätzen und Erkenntnissen. Diese Zusammenarbeit fördert ein schnelleres Lernen und eine effizientere Umsetzung.“





Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Smart City

Gera: Mit City-App auf Entdeckungstour

[10.04.2026] Eine City-App hat die Stadt Gera entwickelt. Der digitale Begleiter soll Gera für Einwohner, Besucher und Touristen gleichermaßen noch zugänglicher, informativer und komfortabler machen. mehr...

Team von Smart City Eichenzell und seine Partner auf der SCCON 2025

Eichenzell: Fundament für digitale Daseinsvorsorge

[08.04.2026] Mit einer neuen IT-Infrastruktur, einer Datenplattform und Sensoren hat die hessische Gemeinde Eichenzell das Fundament geschaffen, um eine Vielzahl an Prozessen digitalisieren und automatisieren zu können. mehr...

fünf Personen mit Preis_Gütersloh erhält DIGITAL-Award für Urban Stack

Gütersloh: Urban Stack ausgezeichnet

[02.04.2026] Für ihr Innovationsprojekt Urban Stack ist die Stadt Gütersloh mit dem DIGITAL-Award ausgezeichnet worden. In der Kategorie „Kommunen und Gemeinden über 100.000 Einwohnende“ gewann das Projekt den von der Öffentlichkeit gewählten Preis. mehr...

Fünf Personen, der in der Mitte hält ein Tablet_Gütersloh stellt Urban Stack vor
bericht

Gütersloh: Vernetzt mit Urban Stack

[01.04.2026] Von Kommunen für Kommunen: Nach diesem Prinzip hat die Stadt Gütersloh das digitale Ökosystem Urban Stack entwickelt. Durch gemeinschaftliche Weiterentwicklung können Synergien gehoben und Kosten gespart werden. Erste Interessenten gibt es bereits. mehr...

Screenshot des Digitalen Zwillings der Stadt Aachen.

Aachen / Mannheim: Verlässliche Daten für die Stadtplanung

[30.03.2026] Wie urbane Digitale Zwillinge die klimafeste Stadtplanung unterstützen können, wollen die Städte Mannheim und Aachen in dem vierjährigen Förderprojekt MACspeeDZ zeigen. Die nötigen Daten liefern im Stadtgebiet installierte Sensoren, Künstliche Intelligenz hilft bei der Aufbereitung der Messwerte. Am Ende soll ein Werkzeug entstehen, das auch andere Städte nutzen können. mehr...

Zwei Männer in neongelber Warnkleidung auf einem städtischen Platz, sie betrachten ein kleines Solarmodul

Hannover: Neue Messtechnik für alte Bäume

[27.03.2026] Im Rahmen des Projekts BlueGreenCity-KI entwickelt die Stadt Hannover KI-basierte Lösungen, um städtisches Grün klimaresilient und ressourcenschonend zu bewirtschaften. Nun wird ein neues Dendrometer erprobt, das differenzierte Analysen zum Trockenstress eines typischen Stadtbaums ermöglicht. mehr...

Pegelmessstelle der Stadt Lohmar

Lohmar: Pegel werden digital überwacht

[25.03.2026] Neue Pegelmessstellen an fließenden Gewässern liefern der Stadt Lohmar jetzt kontinuierliche Daten zur Überwachung der Wasserstände. Die Informationen sind über die städtische Datenplattform auch öffentlich einsehbar. mehr...

Eine Personengruppe steht in der Amberger Altstatt versammelt.

Amberg: Ist ein Behindertenparkplatz frei?

[25.03.2026] Künftig soll auf der Amberger Website in Echtzeit angezeigt werden, ob die Behindertenparkplätze in der Altstadt belegt oder frei sind. Die entsprechenden Daten liefern Bodensensoren. Eine automatische Kontrolle der Parkberechtigung ist damit nicht möglich. mehr...

Drei Männer sitzen nebeneinander an einem Tisch. Vor ihnen liegen Vertragsunterlagen.

Nürnberg: Digitaler Verkehrszwilling im Test

[23.03.2026] Mit einem Digitalen Zwilling will Nürnberg die Auswirkungen von Straßenbaumaßnahmen auf den Verkehr künftig im Vorfeld simulieren und somit Engpässe besser einschätzen und Baustellen noch gezielter aufeinander abstimmen können. Mit diesem Ziel hat die Stadt nun ein auf drei Jahre angelegtes Pilotprojekt gestartet. mehr...

Vier Personen stehen um einen Monitor versammelt, auf dem das Smart City Dashboard für Schlangen zu sehen ist.

Schlangen: Wetter- und Pegeldaten im Blick

[23.03.2026] Ein Smart City Dashboard zeigt für die Gemeinde Schlangen Wetter- und Pegeldaten in Echtzeit an. Messstationen und Sensoren liefern über ein offenes LoRaWAN die nötigen Werte. Neben den öffentlich zugänglichen Daten erhält die Verwaltung selbst zusätzliche Auswertungen, um beispielsweise auf kritische Wetterlagen passgenauer reagieren zu können. mehr...

Eine Person scannt mit dem Smartphone den QR-Code eines Stadtwürfels in Bremerhaven.

Bremerhaven: Stadtwürfel statt Baustellenschild

[20.03.2026] Mit QR-Code versehene Stadtwürfel sollen in Bremerhaven künftig direkt am Ort des Geschehens über Bauprojekte informieren. Der QR-Code führt zu einer ausführlichen Projektbeschreibung auf der kommunalen Website. Im Gegensatz zu Bauschildern können die Würfel flexibel platziert und verlinkt werden. mehr...

Mönchengladbach: Echtzeit-Sensoren überwachen Verkehrsflüsse

[18.03.2026] Ob ausverkaufte Heimspiele der Borussia, Konzerte populärer Bands oder internationale Sportereignisse – im Mönchengladbacher Nordpark finden zahlreiche Großveranstaltungen statt. Mithilfe smarter Daten will die Stadt die dort anfallenden Verkehrsströme besser verstehen und lenken. mehr...

Abstrakte Darstellung eines Baums, der Daten sendet.

KI: Wenn Bäume ihren Wasserbedarf selbst melden

[17.03.2026] Um Stadtbäume gesund zu erhalten, müssen sie vor Trockenstress geschützt werden. Nicht zuletzt aus Kostengründen ist aber auch eine Überwässerung zu vermeiden. Ein urbanes, mit Künstlicher Intelligenz (KI) arbeitendes Bewässerungssystem erfüllt beide Kriterien und unterstützt obendrein bei der Routenplanung. mehr...

Screenshot vom Deckblatt des Studienberichts zum Smart City Index 2025, den der Digitalverband Bitkom vorgelegt hat.

Smart City Index 2025: Studienbericht liefert Detailergebnisse

[17.03.2026] Den Smart City Index 2025 ergänzend hat der Digitalverband Bitkom nun einen Studienbericht mit bislang unveröffentlichten Teilergebnissen herausgegeben. Er macht beispielsweise ersichtlich, dass fast alle Städte bei der Energie- und Wärmeplanung auf digitale Technologien setzen. mehr...

Screenshot aus dem Simulationstool

Hamburg: Mit dem Digitalen Zwilling Verkehrslärm simulieren

[11.03.2026] Hamburg hat ein neues Tool zur Lärmsimulation entwickelt, mit dem bereits in frühen Phasen die Verkehrslärmverhältnisse für Bauvorhaben bewertet werden können. Die quelloffene Lösung steht über OpenCoDE auch anderen Städten zur Verfügung. mehr...