Dienstag, 14. Juli 2026

Innovation trifft PraxisDigitale Teilhabe auf dem Land

[24.06.2025] Mit praxisnahen Vorträgen, Good Practices, Technik-Demonstrationen und Diskussionsrunden soll am 25. Juni in Schimberg ersichtlich werden, wie die Digitalisierung abseits der großen Städte gelingt. Die Veranstaltung kann kostenlos und online im Livestream oder vor Ort besucht werden.
Grafik zeigt eine ländliche Landschaft umgeben von Bergen, darüber schweben unterschiedliche Symbole zu Temperatur, Niederschlag, Mobilität, Straßen und ähnliches die miteinander verbunden sind.

Wenn Gemeinden ihre IoT-Infrastruktur und ihr Know-how im Bereich Smart Villages bündeln, entstehen smarte Regionen.

(Bildquelle: Alpha-Omega Technology)

Seit neun Jahren setzt Alpha-Omega Technology mit Martinfeld, einem Ortsteil der Gemeinde Schimberg sensorbasierte Internet-of-Things(IoT)-Anwendungen um. Wie das ortsansässige Unternehmen mitteilt, macht der Modellort SMARTinfeld erlebbar, wie IoT-Lösungen für eine ganze Gemeinde funktionieren. Das Projekt zählt zu den Gewinnern des Wettbewerbs „Digitale Orte im Land der Ideen“ (wir berichteten).

Nun will das Unternehmen seine Erfahrungen und Kenntnisse aus diesem Projekt mit einem breiten Publikum teilen. Dazu lädt es am 25. Juni 2025 zwischen 14 und 18 Uhr zu einer Veranstaltung ein, die kostenlos und online im Livestream oder vor Ort im thüringischen Schimberg besucht werden kann. Sie steht unter der Überschrift „Digitale Teilhabe auf dem Land: Innovation trifft Praxis“ und thematisiert unter anderem, worauf es beim Aufbau eines Tech-Unternehmens abseits einer großen Stadt ankommt. Ein weiterer Vortrag soll anhand realer IoT-Anwendungen veranschaulichen, wie Sensordaten schon heute dabei helfen, Energie zu sparen, Gebäude zu überwachen oder Umweltwerte zu erfassen. Den Abschluss bilde ein Ausblick auf das zukünftige Zusammenspiel von IoT, KI und Plattformen.

Die Veranstaltung richtet sich an Bürger, Kommunalvertreter, Unternehmen und alle Interessierte, die mehr über digitale Technologien und ihre Anwendungsmöglichkeiten im ländlichen Raum erfahren und sich zu dem Thema austauschen möchten. Jan Bose, Geschäftsführer von Alpha-Omega Technology erklärt: „Im Mittelpunkt stehen praxisrelevante Fragen: Wie stärkt Digitalisierung den ländlichen Raum? Was kann KI im Unternehmensalltag leisten? Und wie hilft das Internet-of-Things beim nachhaltigen Wandel? Wir wollen auch Schülerinnen und Schüler, Studierende und Lehrkräfte einladen sich anzumelden.“

Smart-City-Projekte sind in der Regel auf städtische Umgebungen beschränkt, erklärt Alpha-Omega. Das IoT-Projekt SMARTinfeld sei hingegen auf eine geringe Bevölkerungsdichte und einen engen Gemeinschaftssinn zugeschnitten. Es ziele darauf ab, eine ländliche Lebensweise beizubehalten und gleichzeitig Technologie und Innovation zu integrieren.

Um besser voranzukommen, könnten sich ländliche Gemeinden zusammenschließen und beispielsweise ihre IoT-Infrastruktur wie Sensordaten, Gateways, Plattformen und die Kosten teilen. So entstehen smarte Regionen – typischerweise in ländlichen oder stadtnahen Gebieten, in denen mehrere kleinere Gemeinden in geografischer Nähe und mit ähnlichen Herausforderungen und Bedürfnissen zusammenkommen. „Sie setzen Anwendungen zur Energieüberwachung, für das Wasser- und Abfallmanagement, die Verkehrssteuerung oder zur Erfassung von Umweltdaten um“, sagt Jan Bose und ergänzt: „Die Gemeinden profitieren gegenseitig von ihren Erfahrungen, Lösungsansätzen und Erkenntnissen. Diese Zusammenarbeit fördert ein schnelleres Lernen und eine effizientere Umsetzung.“





Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Smart City
Vier Personen aus dem Bad Belziger Smart-City-Team sitzen vor einer Infotafel
bericht

Serie Digitalstädte: Mehrwerte schaffen

[07.07.2026] Förderprojekte wie der Wettbewerb Modellprojekte Smart Cities sind für kleinere Kommunen wie die Stadt Bad Belzig wichtig, um mit der Digitalisierung voranzukommen. Es braucht aber sichtbare Mehrwerte, damit es anschließend weitergeht. mehr...

Mehrere Personen halten Sensoren in die Kamera

Gütersloh: Sensoren unterstützen Winterdienst

[07.07.2026] 
In Gütersloh geht das Smart-City-Projekt „Smarter Winterdienst“ in den Testbetrieb – an 13 Standorten im Stadtgebiet werden künftig Sensoren den Zustand der Fahrbahnoberfläche erfassen. mehr...

Die Stadt der Zukunft ist vernetzt.

BBSR: Smarte Praxisbeispiele für Kommunen

[06.07.2026] Das BBSR hat sein Kompendium „Smart Cities und Smart Regions“ und die dazugehörige Storymap erweitert. Die 30 neuen Beispiele zeigen, wie Kommunen aus konkreten Problemen digitale Lösungen entwickeln – und was andere Städte und Gemeinden daraus für eigene Projekte lernen können. mehr...

eine der Rheinbrücken zwischen Mannheim und Ludwigshafen

Mannheim: Sensoren schützen Rheinbrücken

[06.07.2026] Optische Sensoren erfassen ab sofort den Verkehr auf den beiden Rheinbrücken zwischen Mannheim und Ludwigshafen. Das von der Smart City Mannheim realisierte Monitorungprojekt soll dazu beitragen, Verkehrsströme transparent zu machen und gezielte Maßnahmen zum Schutz der Bauwerke abzuleiten. 
 mehr...

Grafik zur urbanen Datenplattform in Aalen
bericht

Aalen / Heidenheim: Hoher Praxisnutzen

[29.06.2026] In Aalen und Heidenheim wird Smart City praxisnah: Sensoren liefern Daten zu Glatteis, Pegelständen und weiteren Risiken. Eine gemeinsame Plattform verbindet diese Informationen und unterstützt Verwaltung, Feuerwehr und Bauhof im Alltag. mehr...

Fahrraddaten Screenshot Digitaler Zwilling

Wiesbaden: Positive Bilanz zum Digitalen Zwilling

[29.06.2026] Der Digitale Zwilling Wiesbaden hat sich für die Stadt seit seinem Start im Sommer vergangenen Jahres bereits zu einem wichtigen Werkzeug für Planung, Beteiligung und Information entwickelt. 
 mehr...

Mehrere Personen eröffnen die Digitalen Tage Hamm 2026 durch drücken auf einen symbolischen Startknopf

Hamm: Smart-City-Strategie beschlossen

[29.06.2026] Im Rahmen ihrer Digitalisierungsstrategie hat die Stadt Hamm in den vergangenen Jahren zahlreiche Maßnahmen angestoßen und teils bereits umgesetzt. Für den Zeitraum 2027 bis 2032 wird die Strategie nun als Smart-City-Strategie fortgeschrieben. Die Bürger können mitbestimmen, welche Themen künftig stärker in den Fokus rücken sollen. mehr...

Auf einem Monitor ist der Digitale Zwilling einer Stadt zu sehen

Serie Smart Cities, Teil 3: Mit Zwilling planen

[25.06.2026] Urbane Digitale Zwillinge erlauben es Kommunen, Daten zu ihrem Stadtgebiet strukturiert sichtbar und für Entscheidungen nutzbar zu machen, etwa in der Verkehrs- oder Wärmeplanung. Beim Aufbau eines Digitalen Zwillings lohnt es sich, auf Kooperation zu setzen. mehr...

bericht

MPSC: Vom Piloten zur Praxis (2) – Nachnutzung braucht Struktur

[24.06.2026] Die Modellprojekte Smart Cities haben viele erfolgreiche Lösungen und auch neue Formen kommunaler Zusammenarbeit hervorgebracht. Nun geht es darum, entstandene Netzwerke, Unterstützungsangebote und Entwicklungsgemeinschaften zu verankern - nur so können die Pilotprojekte breit nachgenutzt werden. mehr...

Vektorgrafik einer Smart City.

BBSR: Die Wirkung von Smart-City-Vorhaben darstellen

[24.06.2026] Smarte digitale Projekte stärken die regionale Wirtschaft – aber oft indirekt. Das erschwert es Kommunen, den konkreten Nutzen zu benennen und argumentativ zu vertreten, etwa gegenüber Politik oder Projektpartnern. Eine Praxishilfe erklärt, wie Kommunen solche Effekte erkennen und verständlich vermitteln können. mehr...

Hand mit einem Smartphone auf dem die Temperatur mit 40 Grad Celsius angegeben wird
bericht

Klimawandel: Daten gegen den Hitzestress

[23.06.2026] Auf die Herausforderungen des Klimawandels können Städte nicht nur mit baulich-physischen Maßnahmen reagieren. Auch der Aus- und Umbau der digitalen Dateninfrastruktur und die systematische Organisation klimarelevanter Daten stärken die kommunale Resilienz. mehr...

bericht

MPSC: Vom Piloten zur Praxis (1) – Zusammenarbeit statt Insellösungen

[23.06.2026] Seit 2019 gibt es das Fördervorhaben Modellprojekte Smart Cities, über 70 Kommunen und Regionen haben bisher teilgenommen. Dabei entstanden nicht nur viele erfolgreiche technische Lösungen, sondern auch neue Formen kommunaler Zusammenarbeit – für viele Beteiligte ein entscheidender Faktor. mehr...

Bodensensor in einer Straße in Gütersloh

Gütersloh: Sensoren erfassen Parkplatzauslastung

[12.06.2026] Mit Bodensensoren erfasst die Stadt Gütersloh zurzeit die Auslastung von vier Fahrzeugstellplätzen an der Königstraße. Die Daten sollen in die Planungen zur Umgestaltung des Kreuzungsbereichs zur Hohenzollernstraße einfließen, der ein Unfallschwerpunkt ist. mehr...

Screenshot BBSR-Studie zu digitalen Zwillingen

Studie: Digitale Zwillinge in der Praxis

[10.06.2026] Das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung hat eine neue Veröffentlichung zum Thema urbane Digitale Zwillinge herausgegeben, die im Rahmen der Begleitforschung der Modellprojekte Smart Cities entstanden ist. mehr...

Stadt, Bäume und Internet of Things Sensorien Symbolisch
bericht

Serie Smart Cities, Teil 2: Sensoren sinnvoll nutzen

[20.05.2026] Sensorik und Internet of Things sind das Nervensystem der smarten Stadt – sie liefern Daten, welche Prozesse optimieren und die Entscheidungsfindung erleichtern können. Beim Aufbau einer entsprechenden Infrastruktur können Kommunen auch klein starten. mehr...