BremenSchub für die Verwaltungsdigitalisierung

Der Bremische Senat hat der Verwendung von Mitteln für die Modernisierung und Digitalisierung des Verwaltungsdienstleisters Performa Nord zugestimmt.
(Bildquelle: sergeyphoto7/123rf.com)
Performa Nord, ein Eigenbetrieb der Freien Hansestadt Bremen, bietet umfangreiche Dienstleistungen für öffentliche Verwaltungen. Darunter fallen etwa Bezügeabrechnung, Beihilfeleistungen und beamtenrechtliche Versorgung, aber auch Leistungen wie das Bürgertelefon, die Kita-Abrechnung und die arbeitsmedizinische und sicherheitstechnische Betreuung bremischer Einrichtungen. Neben der Hansestadt hat Performa Nord auch Kunden in anderen Bundesländern. Darunter fallen beispielsweise Kommunalverwaltungen, Energieversorger sowie Anstalten und Stiftungen des öffentlichen Rechts. Nun stehen für die Digitalisierung und nachhaltige Modernisierung von Verwaltungsprozessen bei Performa Nord im Rahmen des Investitionssofortprogramms rund vier Millionen Euro bereit. Dem hatte der Bremische Senat zugestimmt.
Digitalisierung nutzt allen
Wie der Senator für Finanzen berichtet, sollen in den Jahren 2026/27 vier Maßnahmen umgesetzt werden. Dies betrifft ein verbessertes System beim Terminmanagement, die Digitalisierung im Bereich der Freien Heilfürsorge und der Dienstunfallfürsorge sowie die Ausstattung von Performa Nord mit dem einheitlichen IT-Betriebsmodell der Kernverwaltung, das über standardisierte Hardware, Software und Support verfügt. Finanzsenator Björn Fecker spricht von einer Win-win-Situation. „Die Weiterentwicklung des Terminmanagements kommt den bürgernahen Dienstleistungen zugute. Vom optimierten Service profitieren die Bürgerinnen und Bürger. Aber auch die Beschäftigten haben etwas von den Maßnahmen: Die Bearbeitung von Dienstunfallanträgen beispielweise wird durch eine neue Software für die Beschäftigten komfortabler und für die Antragstellenden beschleunigt“, so der Senator.
Weniger Papier, mehr Effizienz
Insbesondere die Digitalisierung der Dienstunfallfürsorge und der Freien Heilfürsorge soll zu einer effizienten und beschleunigten Bearbeitung führen. Dort sind die Arbeitsprozesse bisher überwiegend papierbasiert und mit einem hohen manuellen Aufwand verbunden. Die Gesamtkosten für beide Maßnahmen belaufen sich auf rund 2,9 Millionen Euro.
Die Ausstattung von Performa Nord mit dem Basis.bremen PC – eine laufend aktualisierte Softwareauswahl mit einer leistungsfähigen Hardware mit einheitlichen Standards – und die Einführung des Dokumentenmanagementsystems VIS stärken unter anderem die medienbruchfreie Zusammenarbeit mit anderen Dienststellen und erhöhen die Ausfallsicherheit. Für das Vorhaben stehen insgesamt rund 974.000 Euro bereit.
Das VOIS-Baukastensystem für das Terminmanagement mit seiner einheitlichen Oberfläche verbessert die Nutzerfreundlichkeit und Effizienz der Terminverwaltung und Kundensteuerung in den Dienststellen. Dafür sind insgesamt 270.000 Euro vorgesehen.
Gespeist wird das Investitionssofortprogramm des Landes Bremen aus Mitteln des Sondervermögens für Infrastruktur und Klimaneutralität des Bundes. Dem Land Bremen stehen daraus in den kommenden Jahren insgesamt 941 Millionen Euro zur Verfügung.
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