Komm.ONE/neuraflowKI-Ökosystem für Kommunen

KI ohne Einführungsaufwand - das will ein neues Angebot für Kommunen in Baden-Württemberg bieten.
(Bildquelle: Komm.ONE)
Kommunen suchen zunehmend nach Möglichkeiten, Bürgerservice und interne Verwaltungsprozesse mithilfe von Künstlicher Intelligenz effizienter und nutzerfreundlicher zu gestalten. Der Markt bietet inzwischen zahlreiche KI-gestützte Chatbots und Einzellösungen. Diese seien jedoch häufig mit hohem Einführungs-, Pflege- und Betreuungsaufwand verbunden, so der kommunale IT-Dienstleister Komm.ONE. Auch Fragen zu Datenschutz, Hosting und langfristiger Weiterentwicklung stellten viele Kommunen vor Herausforderungen. Komm.ONE und das GovTech-Unternehmen neuraflow bieten deshalb ab Juli 2026 ein gemeinsames KI-Ökosystem für Kommunen an. Es soll den KI-Einsatz im Bürgerservice und in internen Verwaltungsprozessen standardisieren, Verwaltungen entlasten und Beschäftigten mehr Freiraum für komplexe Tätigkeiten verschaffen.
Umfassende Unterstützung
Über das Angebot erhalten Kommunen Zugang zu den Anwendungen von neuraflow, die nach Unternehmensangaben bereits in mehr als 200 Städten und Gemeinden eingesetzt werden. Dazu gehören Lösungen für die mehrsprachige und barrierefreie Kommunikation auf kommunalen Websites sowie für den telefonischen Bürgerservice. Ein KI-Arbeitsplatz soll Beschäftigte außerdem bei interner Recherche, Wissensarbeit und wiederkehrenden Arbeitsprozessen unterstützen. Mehr als 40 standardisierte Schnittstellen ermöglichen die Einbindung kommunaler Daten- und Wissensquellen. Bereits angebundene Informationen können anschließend auch für weitere KI-Anwendungen genutzt werden.
Sichere Cloud
Das Hosting übernimmt STACKIT, der Cloud-Provider von Schwarz Digits, in deutschen Rechenzentren. Chatverläufe, Wissensbasis und Konfigurationsdaten verbleiben laut Anbieter in Deutschland. Die Cloud-Infrastruktur ist unter anderem nach BSI C5 Type 2 und ISO/IEC 27001 zertifiziert. Je nach Anwendungsfall sind unterschiedliche Hostingmodelle möglich.
Grundlage der Zusammenarbeit ist eine EU-weit ausgeschriebene Rahmenvereinbarung. Wie Komm.ONE betont, können die Mitgliedskommunen in Baden-Württemberg dadurch das KI-Ökosystem ohne eigenes Vergabeverfahren nutzen und mit überschaubarem Aufwand einführen. Komm.ONE übernimmt unter anderem die Datenschutzprüfung, die Sicherheitsbewertung und die Implementierung sowie den 1st- und 2nd-Level-Support für die Mitgliedskommunen. Auch Workshops werden angeboten.
Kreis Börde: KI übersetzt fremdsprachige Notrufe
[06.11.2026] Der Kreis Börde setzt in seiner Integrierten Leitstelle in Haldensleben auf eine KI-gestützte Übersetzungslösung. Das gemeinsam mit dem Unternehmen e*Message entwickelte System e*loquentia soll Sprachbarrieren bei Notrufen überwinden und die Einsatzbearbeitung erleichtern. mehr...
Bitkom-Umfrage: Mehr Zuspruch für KI im Amt
[05.11.2026] Elf Prozent der Erwachsenen haben laut einer Bitkom-Umfrage bereits KI bei Behördenangelegenheiten genutzt. Gut die Hälfte würde lieber mit einem KI-Assistenten als mit einem Menschen sprechen, wenn sie dafür Warte- oder Öffnungszeiten vermeiden könnte. mehr...
Bürgerservice: Der Avatar als Bürgerberater
[04.11.2026] Wie muss ein Avatar gestaltet sein, um vom menschlichen Gegenüber positiv wahrgenommen zu werden? Mit dieser Frage beschäftigt sich die Frankfurt University of Applied Sciences. Zusammen mit einem Start-up werden zudem fotorealistische digitale Avatare entwickelt, die künftig etwa als Bürgerberater zum Einsatz kommen könnten. mehr...
AKDB-Kommunalforum: Bürgermeister setzen auf KI
[02.11.2026] Eine neue Studie der Universität Bremen und der KGSt zeigt: Künstliche Intelligenz ist in den Führungsetagen der Kommunalverwaltungen angekommen. 89 Prozent der Bürgermeister und Landräte in Deutschland unterstützen den KI-Einsatz, 44 Prozent nutzen die Technologie täglich. Allerdings fehlen vielerorts klare Zuständigkeiten für das Datenmanagement. mehr...
Kreis Bergstraße: EMMA entlastet die Verwaltung
[29.10.2026] Der Kreis Bergstraße setzt auf Robotic Process Automation (RPA) und die Software EMMA, um wiederkehrende Verwaltungsaufgaben zu automatisieren. Allein im Gesundheitsamt wurden rund 100 Prozesse auf ihr Automatisierungspotenzial untersucht. mehr...
Mecklenburgische Seenplatte: KI unterstützt beim Bauantrag
[22.10.2026] Der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte setzt bei der digitalen Baugenehmigung auf Künstliche Intelligenz. Ein neuer KI-Assistent soll Antragstellende durch das Verfahren führen, Fragen beantworten und die Vollständigkeit der Anträge verbessern. mehr...
Mettmann: Metti gibt Auskunft
[21.10.2026] Die Stadt Mettmann setzt auf einen KI-basierten Bürgerassistenten, der rund um die Uhr Fragen beantwortet und Informationen in mehr als zehn Sprachen bereitstellt. Die Einführung verlief nach Angaben der Stadt unkompliziert und mit geringem technischem Aufwand. mehr...
BMDS: Neue Runde für KI-Agenten
[21.10.2026] Agentische KI kann Verwaltungen bei internen Abläufen, der Antragsbearbeitung und im Bürgerservice entlasten. Im Agentic AI Hub des BMDS erproben Kommunen und Start-ups entsprechende Anwendungen. Das Vorhaben geht nach einem vielversprechenden Start nun in die zweite Runde. mehr...
Interview: Viel mehr als ein Chatbot
[20.10.2026] Künstliche Intelligenz kann nicht nur Bürgeranfragen automatisiert beantworten. Welche Potenziale KI-Agenten für Kommunen und Stadtwerke bieten, erläutert Carolin Edler-Mende, Geschäftsführerin von Aristech, im Interview mit Kommune21 auf der Smart Country Convention 2026. mehr...
Rheingau-Taunus-Kreis: Eigene KI für den Verwaltungsalltag
[19.10.2026] Texte entwerfen und zusammenfassen, Informationen schneller recherchieren oder Besprechungen automatisch dokumentieren: KI kann Beschäftigte in Verwaltungen bei vielen Aufgaben unterstützen. Der Rheingau-Taunus-Kreis will dafür ein eigenes KI-Sprachmodell aufbauen – Nachnutzung inklusive. mehr...
Wiesbaden: Stadtentwicklung mit KI erleben
[14.10.2026] Wie könnten öffentliche Räume künftig gestaltet werden? Mit dem neuen KI-Tool „Stadtvisionen Wiesbaden“ können Bürgerinnen und Bürger unterschiedliche Zukunftsszenarien für reale Orte in der Stadt entwerfen. Die Anwendung soll zum Nachdenken über Stadtgestaltung anregen. mehr...
AKDB: Weitere Kommunen können KAI nutzen
[13.10.2026] Nach einer dreimonatigen Pilotphase mit knapp 30 Kommunen stellt die AKDB ihren KI-Assistenten KAI nun weiteren Verwaltungen zur Verfügung. Die Anwendung soll Beschäftigte bei der Recherche, Texterstellung und Nutzung von Verwaltungswissen unterstützen. mehr...
Advertorial: KI im Posteingang der Verwaltung: was sie abnimmt und wo die Grenze liegt
[12.10.2026] Wenn KI Anträge, Rechnungen und Anfragen vorsortiert, bleibt in der Verwaltung mehr Zeit für die eigentliche Fallarbeit. Wie weit die Automatisierung des Posteingangs gehen kann – und warum die letzte Entscheidung beim Menschen bleiben sollte. mehr...
Bitkom: Ja zur Behörden-KI
[08.10.2026] Eine Umfrage des Digitalverbands Bitkom zeigt wachsende Zustimmung zu KI bei Behördenanträgen. Meist soll ein Mensch an der Entscheidung beteiligt sein. Gefragt sind auch Behörden, die von sich aus aktiv werden, und mehr Tempo bei der kommunalen Digitalisierung. mehr...
Arnsberg: Bürger können Arni fragen
[07.10.2026] Bürger der Stadt Arnsberg müssen nun nicht mehr auf Öffnungszeiten achten, wenn sie eine Frage an die Stadtverwaltung haben, sondern können sich damit ab sofort an den KI-gestützten Chatbot Arni wenden. mehr...

















