Donnerstag, 25. Juni 2026

Agentic AI HubMünchen erprobt KI

[25.06.2026] Im Rahmen des Agentic AI Hub wurde in München ein funktionsfähiger, KI-basierter Prototyp entwickelt, der die Bearbeitung von Anträgen im Bereich Einbürgerung und Ausländerrecht deutlich beschleunigt.
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Das Abschlussevent des Agentic AI Hub fand Mitte Juni statt.

(Bildquelle: David Jäger)

Welchen konkreten Nutzen kann Künstliche Intelligenz der öffentlichen Verwaltung bringen? Um diese Frage praktisch zu beantworten, beteiligte sich die bayerische Landeshauptstadt München als Pilotkommune am bundesweiten Agentic AI Hub des Bundesministeriums für Digitales und Staatsmodernisierung (BMDS) (wir berichteten), der Mitte Juni 2026 mit einer Präsentation aller Ergebnisse abgeschlossen wurde.

Einbürgerungs- und ausländerrechtliche Verfahren erfordern die Prüfung umfangreicher Akten und zahlreicher Dokumente. Dabei müssen Informationen aus verschiedenen Unterlagen zusammengeführt, Vollständigkeiten geprüft und relevante Daten für die weitere Bearbeitung aufbereitet werden. Diese Tätigkeiten sind notwendig, aber zeitintensiv. Vor diesem Hintergrund wurde in München laut dem IT-Blog der Stadt über Referatsgrenzen hinweg ein konkreter Anwendungsfall für den Agentic AI Hub erprobt. Im Rahmen des Pilotprojekts entwickelten das IT-Referat, das Kreisverwaltungsreferat und die Münchner Firma Celonis gemeinsam einen KI-basierten Prototypen.

Unterstützt wurde das Projekt vom Referat für Arbeit und Wirtschaft , das als Schnittstelle zwischen Verwaltung und Innovationsökosystem fungierte. Durch die enge Anbindung an das Munich Urban Colab konnten zusätzlich wertvolle Impulse aus dem Start-up- und Innovationsumfeld eingebracht werden.

Positive Bewertung

Die Zusammenarbeit zeigt nach Angaben der bayerischen Landeshauptstadt eindrucksvoll, wie Verwaltung, Wirtschaft und Technologiepartner an praxisnahen Lösungen für die Verwaltungsmodernisierung arbeiten können.

Innerhalb von nur drei Monaten entstand laut der Stadt München ein technisch funktionsfähiger Prototyp, der von den beteiligten Mitarbeitenden positiv bewertet wurde. Der Prototyp fasse Inhalte aus der E-Akte automatisch zusammen, reduziere den manuellen Aufwand bei der Vorsichtung spürbar und zeige grundsätzliches Entlastungspotenzial für hochvolumige Verwaltungsverfahren.

Einschränkend teilt die Stadt München mit, dass die bisherigen Ergebnisse ausschließlich auf synthetischen, beziehungsweise anonymisierten Daten basieren. Eine belastbare Wirtschaftlichkeitsbewertung oder Aussage zum tatsächlichen Nutzen im Echtbetrieb sei daher derzeit nicht möglich.





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