IT-DienstleisterNext Level IT

IT-Dienstleister in Niedersachsen bündeln ihre Kräfte.
(Bildquelle: champlifezy/123rf.com)
Um die digitale Landschaft in Niedersachsen zukunftsweisend zu gestalten und damit auch kommunalen Herausforderungen besser zu begegnen, intensivieren die fünf IT-Dienstleister hannIT, ITEBO, KDG, KDO und GovConnect im Programm Komm2IT ihre Zusammenarbeit und heben damit die niedersächsische IT auf das nächste Level (wir berichteten). Die Vision von Komm2IT ist es, eine vereinte, koordinierte IT-Landschaft zu schaffen, statt wie bisher in parallelen Einzelstrukturen zu agieren. Nur mit einer gemeinschaftlichen Strategie kann die kommunale IT erfolgreich weiterentwickelt und langfristig gestärkt werden. Gleichzeitig begegnen die beteiligten IT-Häuser damit systematisch den bestehenden Herausforderungen wachsende Cyber-Bedrohungen, Fachkräftemangel und steigende Erwartungen der Bevölkerung an digitale Services.
Komm2IT arbeitet deshalb konkret daran, Kompetenzen zielgerichtet zu bündeln, Doppelstrukturen zu reduzieren und landesweit einheitliche, stabile Lösungen für die Kommunen zu schaffen. Um alle weiteren Schritte zur Bündelung der fünf IT-Häuser sicherzustellen, soll zum Jahresanfang 2027 eine tragfähige gesellschaftsrechtliche Struktur gebildet werden. Die Umsetzung der Kräftebündelung erfolgt schrittweise – immer mit Blick darauf, die Betriebsstabilität der einzelnen Häuser und die Servicequalität für die Kommunen jederzeit sicherzustellen.
Synergien schaffen und nutzen
Inzwischen sammelt sich die häuserübergreifende Expertise in verschiedenen Projektgruppen, um bestmöglich Synergien zu schaffen und zu nutzen. Ein Schritt, der sich schon jetzt als zielführend erweist: Neben dem konstruktiven Austausch entstehen gemeinsame (Lern-)Prozesse und Wege, um Kommunen und Bevölkerung langfristig noch besser zu unterstützen. Erste Erfolge zeugen dabei nicht nur vom Engagement der beteiligten Häuser, sondern auch vom Innovationspotenzial über alle Teilprojekte hinweg.
Ein besonderes Beispiel bildet das Leuchtturmprojekt Security Operations Center (SOC) für Niedersachsen, das sich dem Schutz vor Cyber-Angriffen widmet. Vielen niedersächsischen Kommunen fehlten bisher die Ressourcen, um sich angemessen gegen digitale Bedrohungssituationen zu wehren. Mit dem wird erstmals ein flächendeckender Schutz vor Bedrohungen realisiert, indem diese frühzeitig identifiziert, evaluiert und abgewehrt werden. Das SOC ist zudem Bestandteil des Projekts AEGIS, dem digitalen Schutzschild des Landes Niedersachsen (wir berichteten), und wird auf kommunaler Ebene von den Komm2IT-Programmbeteiligten ausgerollt sowie langfristig betrieben. Ab Sommer 2026 haben Kommunen die Möglichkeit, Leistungen zu beauftragen und so ihre bisherigen Sicherheitsmaßnahmen gezielt zu erweitern. Dies wird künftig auch ein Cyber-Lagebild über die gesamte niedersächsische Verwaltung ermöglichen.
Dass die Verwaltungsdigitalisierung keine Aufgabe ist, die nur von einzelnen Akteuren umgesetzt werden kann, wird anhand der zunehmenden Komplexität kommunaler Anforderungen deutlich. Der Schritt in die gemeinsame Richtung wurde deshalb lange und intensiv vorbereitet. Der kommunale wie auch organisationsinterne Rückhalt für das Vorhaben ist essenziell: In enger Zusammenarbeit mit bestehenden Gremien, den Trägern der IT-Dienstleister, den Kommunalen Spitzenverbänden und dem Land Niedersachsen werden die wesentlichen Weichen für die Zeit vor und nach dem Zusammenschluss gestellt. Dank dieser starken Unterstützung schreitet das Programm konsequent voran.
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