Dienstag, 28. Juli 2026

NiedersachsenIT-Sicherheitszentrum für Kommunen

[28.07.2026] Niedersachsen stärkt den Cyberschutz seiner Verwaltung mit zwei Bausteinen: Das Land investiert in Lizenzen für den KI-gestützten Schutzschirm Aegis und lässt von fünf kommunalen IT-Dienstleistern ein gemeinsames IT-Sicherheitszentrum aufbauen, das Kommunen unterstützen soll.
Person mit neongelbem Regenzeug von hinten, auf dem Rücken steht in schwarzer Schrift: Security

Ein SOC und eine Ausweitung des Aegis-Schutzschirmes sollen für mehr IT-Sicherheit in Niedersachsens Kommunalverwaltungen sorgen.

(Bildquelle: daryl22996/123rf.com)

Die öffentliche Verwaltung sieht sich einer wachsenden Bedrohung durch Cyberangriffe ausgesetzt. Viele Angriffe auf digitale Infrastrukturen erfolgen inzwischen professionell und gezielt und können Verwaltungen, aber auch Wirtschaftsbetriebe oder andere Organisationen innerhalb kurzer Zeit lahmlegen. Das Land Niedersachsen investiert nun in Lizenzen für Aegis, einen KI-unterstützten Schutzschirm gegen Cyberangriffe, sowie in den Aufbau eines kommunalen Security Operations Centers (SOC). Das SOC soll dazu beitragen, Sicherheitsvorfälle schneller zu erkennen und besser darauf zu reagieren.

Starker Zusammenschluss

Mit der Bereitstellung des SOC auf kommunaler Ebene wurden die IT-Dienstleister GovConnect, Hannoversche Informationstechnologien (hannIT), ITEBO, Kommunale Datenverarbeitungsgesellschaft (KDG) und der Zweckverband Kommunale Datenverarbeitung Oldenburg (KDO) beaufragt. Damit soll den niedersächsischen Kommunen laut KDO zeitnah ein gemeinsames Schutzangebot zur Verfügung stehen. Die fünf kommunalen IT-Dienstleister bereiten unter dem Namen Komm2IT derzeit ihren Zusammenschluss vor.

Schutzschirm für Land und Kommunen

Mit dem Projekt Aegis will die Landesregierung einen möglichst flächendeckenden Schutz gegen Cyberangriffe aufbauen und in die föderale Cybersicherheitsarchitektur integrieren. Die Infrastruktur umfasst nach Angaben der KDO leistungsfähige Mechanismen, die mögliche Sicherheitsvorfälle beschleunigt, automatisiert und mithilfe maschinellen Lernens erkennen und abwehren sollen. Ein wesentlicher Bestandteil ist der automatisierte Austausch zuvor vereinbarter sicherheitsrelevanter Informationen. Auffälligkeiten bei einem Mitglied des Verbunds können damit schnell an die übrigen Beteiligten gemeldet werden, sodass diese ihre Schutzmaßnahmen entsprechend anpassen können. Die Sicherheitsinfrastruktur soll neben der unmittelbaren Landesverwaltung schrittweise auch den niedersächsischen Kommunen zur Verfügung gestellt werden.





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