Smart-City-PlattformenNeuer DIN-Standard veröffentlicht
Städte und Regionen stehen vor der Herausforderung, Daten aus unterschiedlichsten Fachverfahren, Sensoren und digitalen Diensten zu verknüpfen. Denn erst wenn Daten aus Bereichen wie Mobilität, Energie, Umwelt, Verwaltung oder kommunalen Infrastrukturen sicher, standardisiert und interoperabel zusammengeführt werden, entsteht ein echter Mehrwert für die Verwaltung, die Wirtschaft sowie die Bürgerinnen und Bürger. Einen wichtigen Orientierungsrahmen hierfür liefert nun die neue DIN SPEC 91377 zu „Datenmodellen und Protokollen in offenen urbanen Plattformen“, an dessen Erstellung das Fraunhofer Institut für Offene Kommunikationssysteme FOKUS maßgeblich beteiligt war.
Die DIN SPEC 91377 liefert nach Angaben von Fraunhofer FOKUS einen Orientierungsrahmen, der bewährte Standards und konkrete Anforderungen für den interoperablen Betrieb urbaner Datenplattformen beschreibt, also etwa aufzeigt, welche Datenmodelle und Protokolle verwendet werden sollten, um Daten unterschiedlicher Systeme effizient auszutauschen, auszuwerten und für innovative Anwendungen nutzbar zu machen. Im Mittelpunkt stünden offene Standards, herstellerunabhängige Schnittstellen, Datensouveränität sowie eine nachhaltige und erweiterbare Architektur, was die Integration bestehender Systeme sowie die Einführung neuer digitaler Services erleichtere.
Für Kommunen und Plattformbetreiber bedeute dies mehr Handlungsfähigkeit bei der Auswahl von Technologien, geringere Abhängigkeiten von einzelnen Anbietern und eine bessere Grundlage für datengetriebene Entscheidungen, so Fraunhofer FOKUS weiter. Mit der DIN SPEC 91377 entstehe somit eine strategische Grundlage für den Aufbau resilienter, skalierbarer und nachhaltiger Smart-City-Infrastrukturen, welche Kommunen wertvolle Handlungsempfehlungen für die Umsetzung offener urbaner Datenplattformen liefere.
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