Freitag, 2. Oktober 2026

DortmundDigitale Karten zeigen Hochwassergefahren

[02.10.2026] Die Stadt Dortmund hat erste detaillierte Hochwassergefahrenkarten für kleinere städtische Gewässer veröffentlicht. Die digitalen Karten zeigen Wassertiefen, Fließrichtungen und Strömungsgeschwindigkeiten und sollen unter anderem den Katastrophenschutz, die Stadtplanung und die private Hochwasservorsorge unterstützen.
Hochwassergebiet, knapp über der Wasserfläche sieht man ein Verkehrsschild, im Hintergrund Bäume und eine Stadtsilhouette

Die neuen Dortmunder Hochwassergefahrenkarten zeigen, wo durch über die Ufer tretende Gewässer Gefahren entstehen können.


(Bildquelle: lensw0rld/123rf.com)

Die Stadtentwässerung Dortmund stellt im städtischen Geoportal erstmals detaillierte Hochwassergefahrenkarten bereit. Wie die Stadt mitteilt, erfassen sie zunächst die Einzugsgebiete von Marksbach und Heisterbach in den Stadtbezirken Hombruch und Hörde. Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen sowie Haus- und Grundeigentümer können damit nachvollziehen, welche Flächen bei einem Flusshochwasser von Überschwemmungen betroffen sein könnten.

Wassertiefen und Strömungen im Blick

Die Karten stellen die mögliche Ausbreitung des Wassers anhand verschiedener Farbstufen dar. Je dunkler eine Fläche blau eingefärbt ist, desto größer ist die simulierte Wassertiefe. Farbige Pfeile zeigen außerdem Fließrichtung und Strömungsgeschwindigkeit an.

Dargestellt werden drei Szenarien: ein statistisch alle zehn bis 20 Jahre auftretendes Hochwasser, ein mittleres Hochwasser mit einer statistischen Wiederkehrzeit von 100 Jahren sowie ein noch selteneres Extremhochwasser. Die Simulationen können im Geoportal einzeln oder gemeinsam mit der bereits vorhandenen Dortmunder Starkregengefahrenkarte angezeigt werden. Während diese den Abfluss und die Ansammlung von Regenwasser unabhängig von Gewässern abbildet, zeigen die neuen Karten Überschwemmungen durch über die Ufer tretende Bäche und Flüsse.

Schrittweise Ausweitung geplant

Nach Angaben der Stadt Dortmund sollen in den kommenden Jahren weitere Einzugsgebiete hinzukommen. Dafür werden die Profile der städtischen Gewässer nach und nach vermessen. Benötigt werden genaue Daten über Gewässersohle und Ufer sowie über Brücken, Wehre und Verengungen, da diese den Verlauf eines Hochwassers beeinflussen können. Die Erhebung ist aufwendig, da sich unter Wasser liegende Bereiche nicht ohne Weiteres per Satellit oder Laserscanning erfassen lassen.

Die Stadtentwässerung arbeitet dabei mit dem Vermessungs- und Katasteramt sowie der Emschergenossenschaft und dem Lippeverband zusammen. Die Daten sollen fortlaufend veröffentlicht und regelmäßig aktualisiert werden, da sich Gewässerprofile beispielsweise durch Sedimente, Hochwasser oder Bewuchs verändern können. Ziel sind möglichst aktuelle Hochwassergefahrenkarten für das gesamte Stadtgebiet.

Die Stadt Dortmund will die Daten unter anderem für den Katastrophenschutz, die Stadtplanung und Infrastrukturvorhaben nutzen. Zugleich sollen sie Eigentümern und Unternehmen Hinweise für den Objektschutz geben. Ergänzt wird das Angebot durch die Hochwassergefahrenkarten der Bezirksregierung Arnsberg, die sich vor allem auf größere Fließgewässer konzentrieren. Die neuen kommunalen Karten beziehen demgegenüber auch kleinere städtische Bäche ein.

Die Karten sind im Geoportal der Stadt unter der Rubrik „Starkregen und Hochwasser“ abrufbar.





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