Mittwoch, 30. September 2026

bcsdKI hilft beim Stadtmarketing

[30.09.2026] Auch im Stadtmarketing gehören KI-Anwendungen vielerorts bereits zum Arbeitsalltag. Eine Untersuchung der bcsd und der imakomm Akademie zeigt: Die praktische Nutzung wächst schneller, als die nötigen Strategien, Kompetenzen und Regeln entstehen.
Personengruppe zum Gruppenbild aufgestellt hinter den Buchstaben "bcsd"

Impression von der Stadtmarketingbörse in Cottbus/Chóśebuz.

(Bildquelle: Peter Wieler)

Künstliche Intelligenz ist im Stadtmarketing angekommen. Das geht aus der bundesweiten Untersuchung „Digitale Stadtentwicklung – Smart City und KI im Stadtmarketing 2026“ der Bundesvereinigung City- und Stadtmarketing Deutschland (bcsd) und der imakomm Akademie hervor. Demnach nutzen bereits 48,5 Prozent der befragten Organisationen KI oder automatisierte Systeme. 94,2 Prozent halten deren Einsatz für sinnvoll oder zumindest teilweise sinnvoll. Eine dokumentierte KI-Strategie haben bislang jedoch nur 21,1 Prozent. Die vollständigen Studienergebnisse sollen laut bcsd im November 2026 erscheinen.

Praxis läuft der Strategie voraus

Besonders häufig kommt KI bereits bei der Erstellung von Inhalten, Texten und Presseinformationen sowie bei Konzeption, Planung und Recherche zum Einsatz. Nach Einschätzung der bcsd befindet sich die Branche damit in einer Übergangsphase: Während viele Organisationen die Technik bereits praktisch nutzen, fehlen häufig noch Kompetenzen, strategische Vorgaben und verbindliche Regeln. „Uns ging es darum, Chancen und Grenzen einzuordnen und vor allem zu zeigen, wie KI sinnvoll, verantwortungsvoll und konkret im Arbeitsalltag eingesetzt werden kann“, sagte bcsd-Geschäftsführer Jürgen Block.

Zwischen KI-Werkzeug und Urteilskraft

Diesen Orientierungsbedarf griff die Deutsche Stadtmarketingbörse 2026 auf, zu der die bcsd vom 13. bis 15. September nach Cottbus/Chóśebuz eingeladen hatte. In Vorträgen, Praxisbeispielen und Arbeitsformaten ging es unter anderem um generative KI, Veränderungen in Medien und Kommunikation sowie um Einsatzmöglichkeiten bei Beteiligung, Markenarbeit und datenbasierter Stadtentwicklung. Zugleich befasste sich die Veranstaltung mit Vertrauen und Glaubwürdigkeit, notwendigen Kompetenzen sowie Regeln und Verantwortlichkeiten innerhalb der Organisationen. Nach Angaben der bcsd stand dabei auch die Frage im Mittelpunkt, für welche Aufgaben KI einen konkreten Nutzen bietet und wo menschliche Urteilskraft unverzichtbar bleibt.





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