Dienstag, 5. Mai 2026

DisyDatenanalysen per Sprache steuern


[31.07.2025] Datenbasierte Entscheidungen auch dort zu ermöglichen, wo IT-Know-how oder Personalressourcen fehlen – etwa in kleineren Kommunen oder mittelständischen Unternehmen –, ist Ziel des Projekts INSPIRE-KA. Dabei soll eine Plattform entwickelt werden, mit der sich komplexe Datenanalysen per Spracheingabe steuern lassen.

Im Forschungsprojekt INSPIRE-KA soll ein barrierearmes System entwickelt werden, um komplexe Datenanalysen per Sprache zu steuern.

(Bildquelle: Disy)

Daten sind ein Schlüssel zur Lösung zentraler Zukunftsfragen wie Klimaschutz, Energiemanagement oder resiliente Stadtentwicklung – bleiben vielerorts jedoch ungenutzt, weil Fachleute nur eingeschränkten Zugang zu leistungsfähigen Analysetools haben. Hier setzt das Forschungsprojekt INSPIRE-KA („INteraktive SPrachmodellgestützte Integration und REalzeit-Orchestrierung von Datenpipelines für Klimaschutz und KlimaAnpassung) an, das die Unternehmen Disy Informationssysteme und Bytefabrik.AI jetzt gemeinsam mit dem FZI Forschungszentrum Informatik gestartet haben. 

„Unsere Vision ist es, ein barrierearmes System zu entwickeln, das auch Nicht-Informatiker befähigt, sicher, transparent und effizient mit Daten zu arbeiten“, erklärt Andreas Abecker, Leiter Forschung und Innovation bei Disy Informationssysteme. „Wir wollen komplexe Datenanalysen über natürliche Sprache zugänglich machen – damit Fachleute ohne Programmierkenntnisse datenbasierte Entscheidungen treffen können.“

Im Zentrum steht nach Angaben von Disy die Entwicklung einer KI-gestützten Analyseplattform, die Sprachmodelle nicht zur direkten Datenabfrage, sondern zur Erstellung geprüfter Daten-Pipelines nutzt. Das sorge für Datensicherheit, vermeide Fehlinformationen durch sogenannte Halluzinationen und ermögliche die vollständige Nachverfolgbarkeit der Analyseschritte. Die Komplexität datengetriebener Auswertungen werde dadurch spürbar reduziert. 

Die Entwicklung von INSPIRE-KA erfolgt entlang konkreter Anwendungsszenarien. So sollen beispielsweise kommunale Geodaten zu Stadtklima, Luftqualität oder urbanen Hitzeinseln nutzbar gemacht werden, um Maßnahmen zur Klimaanpassung und Stadtentwicklung gezielter planen zu können. Auch im Energiemanagement eröffnet das Projekt laut Disy neue Perspektiven: Zeitlich und räumlich verortete Daten auf Quartiersebene liefern wichtige Hinweise zur Energieeffizienz und sollen mithilfe intelligenter Analysen zur Identifikation bislang ungenutzter Einsparpotenziale beitragen.





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