Freitag, 30. Oktober 2026

Schleswig-HolsteinDigitale Agenda vorgelegt

[19.12.2016] Ihre Digitale Agenda für die kommenden Jahre hat die Landesregierung Schleswig-Holstein vorgelegt. Unter anderem soll die digitale Infrastruktur ausgebaut und alle Schulen bis zum Jahr 2020 an das Glasfasernetz angeschlossen werden. Eine neue E-Government-Strategie soll zudem die Verwaltung unbürokratischer, effizienter und bürgerfreundlicher machen.
Schleswig-Holstein stellt neue Digitale Agenda vor.

Schleswig-Holstein stellt neue Digitale Agenda vor.

(Bildquelle: creativ collection Verlag/PEAK Agentur für Kommunikation)

Die Digitalisierung ist Chance und Herausforderung für die Gesellschaft sowie eine große Gestaltungsaufgabe für die Politik. Das sagte Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig bei der Vorstellung der neuen Digitalen Agenda der Landesregierung. „Digitalisierung verändert unser Leben. Wir müssen sie so begleiten und gestalten, dass sie möglichst vielen Menschen in Schleswig-Holstein nützt“, sagte Albig. „Die Digitalisierung bietet viele Chancen für unser Land. Diese werden bereits an vielen Stellen genutzt, beispielsweise an vielen Hochschulen, die in Bereichen von Online-Lern-Angeboten bundesweit führend sind.“ Die digitalen Akteure seien im Land schon jetzt gut vernetzt. Ziel der Politik sei es, all diese Potenziale und Chancen im Sinne Schleswig-Holsteins zu nutzen. Wie aus einer Pressemitteilung der schleswig-holsteinischen Staatskanzlei hervorgeht, setzt die Digitale Agenda verschiedene Schwerpunkte. Ein Ziel sei es beispielsweise, die digitale Infrastruktur im Land auszubauen: Bereits heute liege Schleswig-Holstein beim Breitband-Ausbau mit 25 Prozent anschlussfähiger Haushalte an das Glasfasernetz bundesweit vorn. Bis zum Jahr 2025 soll die Abdeckung laut der Agenda bei 90 Prozent Glaserfaser liegen, bis 2030 dann bei 100 Prozent. Gleichzeitig sollen die Grundlagen für mehr öffentliches WLAN und die Einführung der fünften Mobilfunkgeneration gelegt werden. Mit einer neuen E-Government-Strategie soll die Verwaltung zudem unbürokratischer, effizienter und bürgerfreundlicher werden. Darüber hinaus will die Landesregierung den Bereich Medienkompetenz stärken und neu strukturieren: Mit zusätzlich 850.000 Euro werden die Medienkompetenzförderung an Schulen und der Offene Kanal gestärkt. Zum Lernen in einer digitalen Welt hat Schleswig-Holstein in den vergangenen Jahren ein Netzwerk von Modellschulen aufgebaut, die mit 300.000 Euro gefördert wurden. Im November 2016 startete eine zweite Wettbewerbsrunde. Bis 2020 sollen außerdem alle Schulen an das Glasfasernetz angeschlossen werden. Auch die Hochschulen will das Land bei der Digitalisierung und der Realisierung neuer Formen des Lehrens und Lernens unterstützen.





Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Politik

Hessen: Rechenzentren sollen Kommunen mehr einbringen

[26.10.2026] Rechenzentren beanspruchen kommunale Flächen und Infrastruktur. Die geplante Gewerbesteuerreform soll den Standortgemeinden höhere Einnahmen bringen. Das Land Hessen hat im Bundesrat Nachbesserungen verlangt, damit die Regelung möglichst viele Betreiber erfasst. mehr...

Wehende Flagge mit dem Landeswappen von Sachsen.

Sachsen: Fünf Online-Dienste landesweit

[26.10.2026] Der Freistaat Sachsen und der Bund haben vereinbart, fünf Online-Dienste bis Ende Juni 2027 in allen zuständigen Kommunalbehörden bereitzustellen. Der Bund finanziert die technische Anbindung, die govdigital gemeinsam mit dem kommunalen IT-Dienstleister Lecos übernimmt. mehr...

Ein neuer virtueller Marktplatz soll Kommunen die einfache Nachnutzung von EfA-Diensten ermöglichen.
bericht

Sachsen-Anhalt: Marktplatz für Lösungen

[20.10.2026] Sachsen-Anhalt treibt die Digitalisierung seiner Verwaltung mit einem klaren Fokus auf Nachnutzung und Standardisierung voran. Ein zentrales Instrument ist dabei der „eGovernment-Marktplatz Sachsen-Anhalt“. mehr...

bericht

Smart Country Convention: Wildberger kündigt weitere Schritte an

[19.10.2026] Bundesdigitalminister Karsten Wildberger hat auf der Smart Country Convention 2026 in Berlin den Ausbau zentraler digitaler Verwaltungsdienste, die Weiterentwicklung des Deutschland-Stacks und neue KI-Anwendungen angekündigt. mehr...

Baden-Württemberg: Schneller Roll-out statt vieler Einzellösungen

[19.10.2026] Baden-Württemberg hat mit dem Bund vereinbart, fünf bestehende Online-Dienste innerhalb von neun Monaten bei allen zuständigen Behörden im Land verfügbar zu machen. Ein zentral organisierter Anschlussprozess soll die Kommunen bei der Umsetzung unterstützen. mehr...

Eine Hand hält ein weißes Puzzlestück über einen Holztisch, auf dem ein weiteres Puzzleteil liegt

GovTech Kommunal: Kein Ersatz, sondern Ergänzung

[15.10.2026] In der Debatte um mögliche Parallelstrukturen bei der Verwaltungsdigitalisierung hat GovTech Deutschland auf die Kritik der Bundes-Arbeitsgemeinschaft der Kommunalen IT-Dienstleister, Vitako, reagiert. In einer Stellungnahme weisen die Verantwortlichen die Vorwürfe zurück, erläutern die Rolle von GovTech Kommunal und bieten den kommunalen IT-Dienstleistern eine Zusammenarbeit an. mehr...

Sechs leere gelbe Stühle stehen in einer Reihe vor einer weißen Wand

Bitkom-Umfragen: Online aufs Amt bleibt (noch) die Ausnahme

[15.10.2026] Die Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung macht Fortschritte, bleibt aber hinter den Erwartungen von Bürgerinnen, Bürgern und Unternehmen zurück. Das zeigen zwei aktuelle Bitkom-Umfragen. Insbesondere fehlende durchgängig digitale Verfahren und Medienbrüche sorgen für Unzufriedenheit. mehr...

Entspannter junger Mann mit Handy auf einem hellen Sofa.

Deutschland-App: Zentrale Projektdetails bleiben offen

[15.10.2026] Die Modernisierungsagenda föderal sieht unter anderem die Umsetzung einer KI-unterstützten Deutschland-App vor, die einen zentralen, komfortablen Zugang zu digitalen Verwaltungsverfahren bieten soll. Mit dem aktuellen Umsetzungsstand, der Vergabe und Auftragsvolumina befasste sich jetzt der Bundestag. mehr...

bunte Holztürme, die nebeneinander auf einem Holzfußboden stehen

Vitako: Warnung vor neuen Parallelstrukturen

[09.10.2026] Mit GovTech Kommunal ist Ende 2025 ein neuer Akteur für die kommunale Verwaltungsdigitalisierung gestartet. Der Verband Vitako sieht dessen Aktivitäten kritisch. In einem Positionspapier warnt er vor Doppelstrukturen, zusätzlichen Kosten und einer weiteren Zersplitterung der kommunalen IT-Landschaft und fordert, lieber bestehende föderale und kommunale Strukturen zu stärken. mehr...

Hessen: Positive Halbzeitbilanz

[05.10.2026] Hessen zieht eine positive Halbzeitbilanz seines Pilotprojekts mit dem Bundesdigitalministerium zur flächendeckenden Einführung digitaler Verwaltungsleistungen. Bei der An- und Ummeldung sind bereits mehr als 90 Prozent der Kommunen angeschlossen. mehr...

Körniges Schwarz-Weiß-Foto, Großraum-Büro mit vielen Arbeitsplätzen und Ordnern und Drehregister

Deutscher Städtetag: i-Kfz-Bund greift zu kurz

[24.09.2026] Der Deutsche Städtetag hält die geplante Zentralisierung der Kfz-Zulassung beim Bund für unzureichend. Der Bund wolle vor allem bereits digitalisierte Standardverfahren übernehmen, während aufwendige Fälle bei den Kommunen blieben. Eine spürbare Entlastung sei so kaum zu erwarten. mehr...

Luftbild Schweriner Schloss

Schwerin: Bund und Land bei Kommunalfinanzen gefordert

[21.09.2026] Mecklenburg-Vorpommerns Landeshauptstadt Schwerin erwartet für 2027 und 2028 Defizite in zweistelliger Millionenhöhe. Oberbürgermeister Sebastian Ehlers sieht darin kein lokales Problem, sondern verweist auf die bundesweit schwierige Finanzlage der Kommunen. Er fordert von Bund und Land eine aufgabenangemessene Finanzausstattung und Entlastungen bei gesetzlichen Leistungen. mehr...

Bundesdigitalminister Karsten Wildberger bei einer Rede im Bundestag

Bund: Eine Milliarde Euro für Verwaltungsdigitalisierung

[10.09.2026] Der Bund will die Verwaltungsdigitalisierung weiter vorantreiben. Im Haushaltsentwurf sind dafür rund eine Milliarde Euro vorgesehen. Bundesdigitalminister Karsten Wildberger kündigte zudem weitere Schritte beim Deutschland-Stack, bei digitalen Verwaltungsleistungen und der Deutschland-App an. mehr...

BU: Visualisierung des Neuen Stadthauses in Bergisch Gladbach.
bericht

Changemanagement: Veränderung steuern

[07.09.2026] Der Erfolg von großen Digitalisierungsprojekten hängt nur zu einem Teil von der Technik ab. Weitaus wichtiger sind eine saubere Strukturierung in steuerbare Einzelprojekte und der Umgang mit den Mitarbeitenden. Das zeigen Erfahrungen aus Bergisch Gladbach. mehr...

Laqptop auf Schreibtisch, am Bildschirm sieht man das Gründerportal

Schneller Gründen: Aus zwei mach eins

[28.08.2026] Unternehmensgründerinnen und -gründer wollen ihre Energie in ihr Geschäft stecken, nicht in bürokratische Formalitäten. Ein neuer Kombiantrag führt Gewerbeanmeldung und steuerliche Erfassung zusammen. Er wird zunächst an zehn Pilotstandorten erprobt. mehr...