Frankfurt am MainDigitales Lernen mit Erfolg
Tablet-PCs und WLAN statt Papier und Bleistift: An der Stauffenbergschule in Frankfurt am Main erproben seit September 2013 mehrere Berufsschüler und Lehrer den Einsatz digitaler Medien im Unterricht. 22 Auszubildende zu Fachangestellten für Markt- und Sozialforschung arbeiteten dazu in den vergangenen Monaten in je einem Schulblock mit den ElitePads der Firma Hewlett-Packard (wir berichteten). Unterstützt wird das vom Frankfurter Stadtschulamt initiierte Tablet-Modellprojekt von IT-Ausstatter Rednet. Wie der Hersteller mitteilt, wurde nun ein erstes Zwischenfazit des Projekts gezogen: „Die Tablets werden von Lehrenden und Lernenden erfolgreich eingesetzt“, sagt Karin Schad, Schulleiterin der kaufmännischen beruflichen Schule. „Es wurde bereits ein Projekt mit den Auszubildenden verwirklicht und die lernfeldübergreifende Kooperation der Lehrkräfte hat sich intensiviert.“ Auch Nico Pannier, vom Frankfurter Stadtschulamt als wissenschaftliche Projektbegleitung eingebunden, äussert sich positiv. So sei eine hohe Motivation im Unterricht bei den Schülern wie auch den Lehrkräfte zu verzeichnen, und das trotz anfänglicher Technikschwierigkeiten. Zudem könne festgestellt werden, dass die Auszubildenden sich auch außerhalb der Schule mit den Lerninhalten beschäftigen, zum Beispiel auf der morgendlichen Zugfahrt. „Es bestätigt sich, dass es grundsätzlich lerneffizient ist, wenn Schüler selbstgesteuert und autonom ihr eigenes Lernen organisieren“, so Pannier. Für die Lehrkräfte der Stauffenbergschule ergeben sich noch weitere Vorteile: „Durch die Kooperation mit den Verlagen haben die Auszubildenden ihre gesamte Fachbuchbibliothek und alle Aufzeichnungen dabei, was einen fächerübergreifenden Bezug erleichtert“, sagt Englischlehrer Marc Lucke. Zudem sei die selbstständige Entwicklung von Problemlösestrategien in den Tablet-Klassen stark ausgeprägt. Der stellvertretende Schulleiter Paul Koszuszeck: „Wo zuvor für Arbeiten an Excel oder im Internet ein allgemeines Rückenzudrehen herrschte, kann mit den Tablets nun gemeinschaftlich in der Runde gearbeitet werden. Man schaut sich ins Gesicht – und spart viel Papier.“
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