Montag, 23. Februar 2026

SaarlandDritte Auflage des E-Government-Pakts

[08.01.2026] Das Saarland und die Kommunen haben die dritte Auflage ihres E-Government-Pakts unterzeichnet. Das Land wird demnach die Kommunen bei der Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes (OZG) und beim Ausbau digitaler Angebote unterstützen. Ein gemeinsames IT-Steuerungsgremium wird die vereinbarten Maßnahmen begleiten.
Zwei Personen reichen sich die Hände.

Im Rahmen der Vereinbarung sollen im ersten Halbjahr 2026 mehrere neue Onlinedienste für das Saarland verfügbar sein.

(Bildquelle: funtap/123rf.com)

Die dritte Auflage ihres E-Government-Pakts haben jetzt das Saarland und die Kommunen unterzeichnet. Wie das Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitales und Energie (MWIDE) mitteilt, unterstützt die Vereinbarung die Kommunen bei der Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes (OZG) und beim Ausbau digitaler Angebote für Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen.

Das Land übernehme beispielsweise die Kosten für gemeinsam genutzte Basiskomponenten. Dazu gehöre das saarländische Serviceportal, auf dem alle digitalen Verwaltungsdienstleistungen von Land und Kommunen gebündelt werden. Ebenso finanziere das Land den Betrieb einer Onlineplattform, die es Bürgern und Unternehmen ermöglicht, Verwaltungsaufgaben schnell und digital zu erledigen. Zudem werde die notwendige technische Infrastruktur finanziert, um den sicheren und rechtssicheren Austausch von Daten bei der Beantragung und Bearbeitung von Leistungen online zu ermöglichen. Dies umfasse auch die Nutzung von Diensten wie der BundID und dem Unternehmenskonto.

Neue Onlinedienste im ersten Halbjahr

Ein weiterer Schwerpunkt liegt laut Ministerium auf der Unterstützung der Kommunen bei der Nutzung von Einer-für-Alle-Leistungen (EfA). Das Land übernehme zeitlich befristet die anfallenden Betriebskosten. „Damit entlasten wir die kommunalen Haushalte und beschleunigen die OZG-Umsetzung“, sagt die CIO des Saarlandes, Staatssekretärin Elena Yorgova-Ramanauskas.

Bereits im ersten Halbjahr 2026 sollen neue Onlinedienste für die Kommunen verfügbar sein, kündigt das Ministerium an. Zu den wichtigsten Projekten zähle die elektronische Wohnsitzanmeldung. Darüber hinaus werden schrittweise rund zehn gewerbebezogene Onlinedienste für Tätigkeits- und Betriebserlaubnisse eingeführt. Im sozialen Bereich sei für 2026 der digitale Antrag auf Hilfe zur Pflege vorgesehen. Zudem sollen Onlinedienste der sogenannten Sozialplattform bereitgestellt werden. Weitere digitale Angebote seien unter anderem für die Vater- und Mutterschaftserklärung, Beistandschaften sowie das Sorgeregister geplant.

Gemeinsames IT-Steuerungsgremium

Um die vereinbarten Maßnahmen zu begleiten und kontrollieren, richten das Land und die Kommunen ein gemeinsames IT-Steuerungsgremium ein. Dieses soll die Verwaltungsdigitalisierungsstrategie des Landes mit der Strategie des Zweckverbands eGo-Saar verzahnen. Außerdem werde das Gremium Vorschläge für eine deutlich vertiefte Zusammenarbeit im IT-Betrieb von Land und Kommunen erarbeiten. „Das Saarland ist zu klein für Insellösungen“, erklärt Staatssekretärin Yorgova-Ramanauskas. „Wir brauchen mehr Einheitlichkeit bei der Verwaltungsdigitalisierung – auch mit Blick auf die IT-Sicherheit.“

Andreas Maldener, Bürgermeister der Gemeinde Tholey und Vorsitzender des Aufsichtsrates des kommunalen Zweckverbands eGo-Saar, fasst zusammen: „Mit der Neufassung des E-Government-Paktes setzen wir ein klares Signal für eine koordinierte Beschleunigung der Digitalisierung der Städte und Gemeinden im Saarland – und das mit einem gestärkten Zweckverband eGo-Saar. Wir brauchen Lösungen aus einer Hand, die unseren Bürgerinnen und Bürgern und damit den Menschen vor Ort genauso dienen wie Unternehmen und Gewerbetreibenden. Diesen Weg gehen Land und kommunale Ebene nun Hand in Hand.“





Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Politik
Drei offensichtlich gut gelaunte, lachende Männer in formaler Kleidung vor einem Tisch mit Dokumenten, warme Farbstimmung im Bild.

Hessen: Land und Kommunen gestalten Zukunft

[23.02.2026] In Hessen haben das Land und die Kommunalen Spitzenverbände den Zukunftspakt vereinbart, um die kommunale Selbstverwaltung zu stärken. Dies soll durch den Abbau bürokratischer Lasten, eine faire Finanzierung und engere Zusammenarbeit der Ebenen bei der Digitalisierung erreicht werden. mehr...

Porträtaufnahme von Milen Starke.
interview

Thüringen: Digitalisierung auf Kurs

[17.02.2026] Platz vier im Bundesvergleich, Vorreiter bei digitaler Souveränität und Open Source sowie klare Pläne für 2026 – was hinter den Zahlen steckt und wo Thüringen bewusst andere Wege geht, erläutert Landes-CIO Milen Starke im Interview. mehr...

Frankfurt am Main: Neues Transformation Office

[16.02.2026] In Frankfurt am Main übernimmt nun das Transformation Office die Steuerung der Digitalisierungsvorhaben in der Verwaltung. Wurden die Projekte bislang überwiegend dezentral realisiert, sollen diese fortan beim Transformation Office gebündelt und so effizienter und wirkungsvoller umgesetzt werden. Das Office arbeitet mit allen Ämtern der Stadt zusammen. mehr...

Zwei Personen unterzeichnen eine Absichtserklärung

Heidelberg / Hochschule Ludwigsburg: Theorie und Praxis verzahnen

[09.02.2026] Mit dem Ziel, die digitale Modernisierung der Verwaltung voranzutreiben, haben die Stadt Heidelberg und die Hochschule Ludwigsburg jetzt eine Kooperation vereinbart. Geplant sind regelmäßige gemeinsame Forschungsprojekte, aus denen sich Best-Practice-Beispiele auch für andere Kommunen ableiten lassen. mehr...

Wehende Flagge des Landes Schleswig-Holstein vor schwach bewölktem Himmel.

Schleswig-Holstein: Konsequent digital

[28.01.2026] Von Anlagengenehmigung bis zum Wohngeld: Schleswig-Holstein setzt den Roll-out von Onlinediensten und die Digitalisierung der Verwaltung weiter konsequent um. Ein landeseigenes Digitalisierungs-Dashboard soll die Fortschritte künftig visualisieren. mehr...

Bundesminister Wildberger mit den Staatsministern Sinemus und Mehring in einem Sitzungssaal

OZG-Leistungen: Schub für die digitale Verwaltung

[26.01.2026] Der Bund sowie Bayern und Hessen als Pilotländer erproben einen neuen Weg, um digitale Verwaltungsdienste überall anbieten zu können. Dabei finanziert der Bund Roll-in-Teams für die Kommunen, während sich die Länder verpflichten, bis Ende 2026 fünf Online-Dienste landesweit einzuführen. Das Verfahren soll auf andere Länder übertragen werden. mehr...

Mehrere Personen stehen nebeneinander, Claudia Kalisch hält einen Blumenstrauß in den Händen.

Deutscher Städtetag: Lüneburgs OB ist neue Vizepräsidentin

[26.01.2026] Lüneburgs Oberbürgermeisterin Claudia Kalisch ist die neue Vizepräsidentin des Deutschen Städtetages. Sie folgt auf Katja Dörner, die im Herbst 2025 nicht erneut zur Oberbürgermeisterin gewählt wurde und somit auch aus dem Präsidium des DST ausgeschieden ist. mehr...

Mehrere Personen stehen nebeneinander in einem Raum.

Potsdam: Neuer Digitalisierungsrat

[19.01.2026] In Potsdam hat sich der zweite Digitalisierungsrat der Stadt konstituiert. Er soll in den kommenden drei Jahren den digitalen Wandel der brandenburgischen Landeshauptstadt begleiten und bringt dafür Expertise aus Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft ein. mehr...

Ein fehlendes Puzzleteil wird in ein Puzzle eingesetzt.

GovTech Kommunal: Kommunen digital handlungsfähig machen

[18.12.2025] Die Initiative GovTech Deutschland hat ihr Angebot um den Verein GovTech Kommunal erweitert. Es soll damit eine bundesweite Einheit geschaffen werden, welche die kommunale Digitalisierung systematisch bündelt und konsequent an den Bedarfen der Städte, Gemeinden und Landkreise ausrichtet. Die Mitgliedschaft steht mit gestaffeltem Beitragsmodell allen Kommunen offen. mehr...

Abgedunkelter Saal mit Publikum, im Bildhintergrund eine helle Bühne mit Projektion "Kick-off Roadshow Hanau", zwei Personen auf der Bühne

Hanau: Stadtweite IT neu ausgerichtet

[18.12.2025] Hanau hat sich das Ziel gesteckt, bis 2030 die Digitalisierung der gesamten „Unternehmung Stadt“ abzuschließen. Dazu werden Entscheidungs-, Verantwortungs- und Budgetstrukturen künftig an einer Stelle gebündelt, zudem soll die Stelle des CDO geschaffen werden. mehr...

Ein Bürotisch ist komplett von unterschiedlichen Stapeln an Dokumenten bedeckt.

Deutscher Landkreistag: Kommunen in Modernisierungsagenda einbinden

[11.12.2025] Die von Bund und Ländern vereinbarte föderale Modernisierungsagenda bewertet der Deutsche Landkreistag (DLT) als positiv. Damit Bürger, Unternehmen und Kommunen jedoch tatsächlich entlastet werden, ist ein enger Schulterschluss mit Landkreisen, Städten und Gemeinden bei der Umsetzung erforderlich. mehr...

Porträt von Lydia Hüskens

Sachsen-Anhalt: Zentrale Serviceagentur für Kommunen

[08.12.2025] Eine Machbarkeitsstudie aus Sachsen-Anhalt zeigt, dass eine zentrale Serviceagentur für Kommunen Verwaltungsabläufe beschleunigen und verbessern kann. Digitalministerin Lydia Hüskens kündigte an, dass ab 2026 sukzessive eine Unterstützungseinheit für Kommunen umgesetzt werden soll. mehr...

Abstrakte Darstellung eines Besprechungsraums in dem die Silhouetten mehrerer Personen zu sehen sind, die an einem Besprechungstisch sitzen.

IT-Planungsrat: Kommunalbeirat NOOTS

[08.12.2025] Das Kommunalgremium des IT-Planungsrats übernimmt im Zuge der Neuaufstellung des Nationalen Once-Only-Technical-Systems (NOOTS) zusätzlich die Rolle des Kommunalbeirats NOOTS. Es hat dabei keine Entscheidungsbefugnis, sondern erfüllt eine Resonanz- und Feedbackfunktion. mehr...

Blick in einen gut besetzten Sitzungssaal mit rechteckiger Tischanordnung.

4. Digitalministerkonferenz: Bessere Zusammenarbeit aller Ebenen

[27.11.2025] Bei der 4. Digitalministerkonferenz in Berlin setzte Niedersachsens Digitalministerin Daniela Behrens den Schwerpunkt auf föderale Zusammenarbeit: Sie forderte eine engere, effektivere Zusammenarbeit aller föderaler Ebenen und den Zugang zu Services des ITZBund auch für Länder und Kommunen. mehr...