LandkreistagE-Government-Umfrage in Runde drei
Der Deutsche Landkreistag hat in seiner mittlerweile dritten E-Government-Umfrage (wir berichteten) erneut aktuelle Entwicklungen in Kreisverwaltungen erhoben, um so einerseits den Status quo des Einsatzes von Informationstechnologien zu ermitteln und andererseits für Landkreise künftig relevante IT-Trends und -Bedarfe zu identifizieren. Das Themenspektrum der Umfrage war nach Angaben des kommunalen Spitzenverbandes umfassend und reichte von E-Government-Strategien über Geodaten-Management und elektronische Standards bis hin zu neuer Personalausweis und De-Mail. Knapp die Hälfte der Landkreise plant, künftig die sicheren und verbindlichen De-Mail-Dienste zu nutzen. Ebenso viele Kommunen halten die einheitliche Behördenrufnummer 115 für sinnvoll. Des Weiteren spielt das Geodaten-Management eine zentrale Rolle. In der Mehrheit der Landkreise werden bereits jetzt verwaltungsübergreifende Geo-Informationssysteme (GIS) genutzt und bei den Infrastrukturen mit anderen Behörden kooperiert. Auch Social-Media-Dienste und Open Government gewinnen an Bedeutung und werden von den Kreisen vor allem als nützlich angesehen, um Möglichkeiten der Bürgerbeteiligung zu schaffen sowie das Vertrauen von Bürgern und Unternehmen in das Verwaltungshandeln zu steigern. Zwar nutzen bislang nur rund ein Fünftel derartige Instrumente, in den nächsten Jahren wird aber ein deutlich steigender Einsatz erwartet. Beim Blick auf die elektronischen Standardisierungsaktivitäten geben die Kreisverwaltungen an, dass diese bisher unzureichend sind, um mit Einrichtungen anderer Verwaltungsebenen reibungslos zusammenarbeiten zu können. Um die Kooperationsmöglichkeiten zu optimieren, sollte daher der Einsatz verschiedener Standards für verbindlich erklärt sowie für weitere Anwendungsgebiete neue Standards eingeführt werden. Die Ergebnisse der Umfrage, die in Kooperation mit der Firma Wegweiser Research & Strategy konzipiert wurde, belegen nach Angaben des Deutschen Landkreistages, dass E-Government-Anwendungen schon heute untrennbar mit dem Arbeitsalltag in Kreisverwaltungen verbunden sind.
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