Donnerstag, 12. Februar 2026

HamburgKI hat Versieglung im Blick

[12.02.2025] In Hamburg wurde das städtische Versiegelungsmonitoring auf eine innovative, KI-gestützte Methode umgestellt. Dadurch kann zukünftig mit viel genaueren und aktuelleren Daten geplant werden.
Ausschnitt aus Hamburgs Versiegelungskarte.

Ausschnitt aus Hamburgs Versiegelungskarte. Das KI-gestützte Monitoring erlaubt die Planung mit genauen, aktuellen Daten.

(Bildquelle: BUKEA Hamburg)

Bodenversiegelung hat viele negative Auswirkungen – vor allem vor dem Hintergrund von Erderwärmung und Extremwetterereignissen – und ist daher Bestandteil städtischer Planungen. In Hamburg wird die Entwicklung der Bodenversiegelung seit 1984 erfasst. Bisher wurde anhand der Biotoptypenkartierung der Versiegelungsgrad für das Stadtgebiet insgesamt geschätzt. Ab sofort nutzt die Hamburger Umweltbehörde eine KI-gestützte Methode für das Versiegelungsmonitoring. Das innovative Vorgehen bildet den Anteil der versiegelten Flächen in Hamburg aktueller und zeitlich genauer ab als es mit der bisherigen Methode möglich war.

Die neue Methode basiert auf einem Datensatz aus räumlich hochaufgelösten Luftbildern und einem digitalen Oberflächenmodell, aus dem die Bodenbedeckung und damit die Versiegelung deutlich genauer abgeleitet werden kann. Dabei kommt ein Deep-Learning-Modell zum Einsatz, das die Bodenbedeckung in Hamburg als „versiegelte Flächen“, „Gebäude“, „niedrige Vegetation“, „hohe Vegetation“, „offener Boden“ und „Gewässer“ mit einer Genauigkeit von zehn Zentimetern erfassen kann.

Weitere Anpassung des KI-Modells

Zunächst wurde das Modell mit Daten des Jahres 2020 mit acht jeweils einen Quadratkilometer großen Flächen trainiert. Für diese Flächen wurde die Bodenbedeckung so detailliert wie möglich manuell erfasst. Da das trainierte Modell nicht ohne Weiteres für die Daten eines anderen Jahrgangs verwendet werden kann, ist eine Aussage zur Entwicklung versiegelter und entsiegelter Flächen in Hamburg derzeit noch nicht möglich. Das Ziel ist es aber, das KI-Modell auf Luftbilder weiterer Jahrgänge anzuwenden, um diese Entwicklungen abbilden zu können. Derzeit wird das Modell für die Auswertung der Luftbilder des Jahres 2022 angepasst.

„Die neue Methode des Versiegelungsmonitorings erlaubt uns in Verbindung mit einer verlässlichen Datengrundlage zukünftig ganz genau hinzuschauen. Aktuellere und genauere Zahlen sollen uns fortan auch gezielte Maßnahmen zur Entsiegelung ermöglichen. Ein Mehr an entsiegelten Flächen bedeutet ein Mehr für Gesundheit, Lebensqualität und Klimaschutz“, sagt Jens Kerstan, Senator für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft.





Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Künstliche Intelligenz
Roboterhand tippt auf einem Computerkeyboard

Dataport/IBM: KI-gestützter Transkriptionsservice

[12.02.2026] Ob in der Justiz, im Amt oder im Bildungsbereich: In der öffentlichen Verwaltung wird viel besprochen, manuell transkribiert und dokumentiert. Das bindet Ressourcen. Dataport stellt eine KI-Lösung vor, die diese Arbeit erleichtert – und die speziell für den öffentlichen Sektor ausgelegt ist. mehr...

Eine Frau sitzt mit Headset über einer PC-Tastatur, im Vordergrund sind die Umrisse eines die künstliche Intelligenz symbolisierenden Gehirns zu sehen.

Kreis Viersen: Sprach-KI nimmt Anrufe entgegen

[09.02.2026] Eine digitale Sprachassistentin beantwortet jetzt beim Abfallbetrieb des Kreises Viersen (ABV) die Anrufe der Bürgerinnen und Bürger. Die Künstliche Intelligenz greift dazu auf einen endlichen Wissensspeicher zurück und lernt ständig dazu. mehr...

Montage: Schreibtisch, Laptops, Hände von Jacketttragenden Männern, Überlagerung mit diversen IT-Icons

Künstliche Intelligenz: KI-Marktplatz MaKI startet

[04.02.2026] Mit dem bundesweiten KI-Marktplatz MaKI startet eine zentrale Plattform für den Austausch von KI-Anwendungen in der Verwaltung. Der MaKI schafft erstmals einen ebenenübergreifenden Überblick über KI-Anwendungen in Bund, Ländern und Kommunen und erleichtert deren gemeinsame Nutzung. mehr...

Porträtaufnahme von Alexander Stricker.

Künstliche Intelligenz: Avatare für Barrierefreiheit

[03.02.2026] Das Unternehmen alangu hat sich auf die Entwicklung von KI-gestützten 3D-Gebärdensprach-Avataren spezialisiert. Wie diese gehörlosen Menschen den Zugang zur digitalen Welt erleichtern, erläutert Geschäftsführer Alexander Stricker im Kommune21-Interview. mehr...

Mehrere Personen stehen zum Gruppenfoto versammelt auf einer Treppe, halten den Fördermittelbescheid und ein Banner mit der Aufschrift Echtzeit-Frühwarnsystem in den Händen.

Interkommunaler Hochwasserschutz: KI-gestütztes Frühwarnsystem

[30.01.2026] Die Arbeitsgemeinschaft Solidarischer Hochwasserschutz will entlang des Flusses Paar ein Echtzeit-Frühwarnsystem aufbauen, das auf Sensortechnik, Satellitendaten und Künstlicher Intelligenz basiert. Ziel ist eine frühzeitige Warnung der Bürger und Einsatzkräfte über mehrere Plattformen. mehr...

Eine Roboterhand bedient ein Touchdisplay.

KI: In risikoarmer Umgebung testen

[30.01.2026] Kommunen können geplante KI-Anwendungen nun vorab in einer geschützten Umgebung testen. Die von Ewerk Consulting bereitgestellte Infrastruktur basiert auf in Deutschland betriebenen Servern sowie Open-Source-Komponenten. mehr...

Logo Chatbot Düsseldorf

Düsseldorf: Chatbot als Pilot

[29.01.2026] Die Stadt Düsseldorf erweitert ihr Online-Serviceangebot um einen Chatbot. Der digitale Assistent läuft zunächst als befristetes Pilotprojekt und braucht noch einen Namen. Vorschläge aus der Bürgerschaft sind willkommen. mehr...

Eine Frau arbeitet an einem Computer.
bericht

Leipzig: KI-Fuchs spürt Wissen auf

[28.01.2026] Leipzig setzt mit dem KI-Fuchs neue Maßstäbe im Wissensmanagement. Das auf Open Source basierende System kombiniert ein multimodales Sprachmodell mit internem Verwaltungswissen, schafft damit Effizienzgewinne und deckt Bürokratieabbau-Potenziale auf. mehr...

Abstrakte Darstellung einer menschlich aussehenden Künstlichen Intelligenz mit Headset.

Düsseldorf: Voicebot Kira antwortet für’s Steueramt

[26.01.2026] Seit einem guten halben Jahr unterstützt die Künstliche Intelligenz für Rückfragen & Auskünfte Kira das Düsseldorfer Steueramt bei telefonischen Anfragen zur Beherbergungssteuer. Nun wurden die Fähigkeiten der virtuellen Sprachassistentin erweitert, sodass sie auch zur Grundsteuer Auskunft geben kann. mehr...

Illustration: Hände auf einer Laptop-Tastatur, auf dem Screen sieht man einen KI-Bot

Mitarbeiterqualifizierung: Fit für KI

[19.01.2026] Arbeitsentlastung, effiziente Verwaltungsabläufe und besserer Bürgerservice – KI hat das Potenzial, zentrale Herausforderungen des öffentlichen Sektors zu lösen. Ein modulares Qualifizierungsangebot von Ewerk unterstützt Verwaltungsmitarbeitende beim Umgang mit KI-Systemen. mehr...

Eine Person tippt auf einer Tastatur.

Tobit.Software: KI-Serverlösung für KAAW-Kommunen

[14.01.2026] Gemeinsam erleichtern das Unternehmen Tobit.Software und die Kommunale ADV-Anwendergemeinschaft West (KAAW) Kommunen in den Kreisen Borken und Steinfurt die Arbeit mit Künstlicher Intelligenz: Die Verwaltungen erhalten Zugang zum SideKick Server, der verschiedene KI-Sprachmodelle vereint und hohe datenschutzrechtliche Anforderungen erfüllt. mehr...

Eine Person sitzt an einem Laptop, über dessen Tastatur ein Chatbotsymbol schwebt.
bericht

KI-Agenten: Digitale Assistenten

[13.01.2026] KI-Assistenten sollen den Mitarbeitenden in der Verwaltung beim Durchführen von Routinetätigkeiten behilflich sein. Bei einigen Vorreiterkommunen kommen sie bereits zum Einsatz. Die ersten Anwendungen nehmen sich durchaus vielversprechend aus. mehr...

Eine Person hält ein Smartphone in der Hand, auf dessen Bildschirm ein Dialog mit dem Bochumer ChatBOt abgebildet ist. Im Hintergrund ist eine Luftaufnahme der Stadt Bochum zu erkennen.

Bochum: Eigens entwickelter ChatBOt

[12.01.2026] Auf der Bochumer Website unterstützt der neue ChatBOt die Bürgerinnen und Bürger bei der Suche nach Informationen über Dienstleistungen der Stadtverwaltung. Der digitale Assistent ist vollständig intern entwickelt worden und kann dank modernem KI-Ansatz auch natürliche Sprache verstehen. mehr...

käpt`n knut logo hansestadt stade

Stade: Käpt’n Knut nimmt den Dienst auf

[08.01.2026] In der Hansestadt Stade ist jetzt der KI-Chatbot Käpt’n Knut an Bord. Die Verwaltung freut sich über Feedback zu dem Angebot, das perspektivisch auch telefonisch genutzt werden kann. mehr...

Screenshot der Webseite von Hagen in der französischen Version

Hagen: Städtische Internetseite wird polyglott

[07.01.2026] Die Stadt Hagen stellt große Teile ihrer Webseite jetzt auch in fremdsprachiger Version zur Verfügung. Eine komplexe mehrsprachige Seitenstruktur im Back End und aufwendiges Aktualisieren sind dazu nicht notwendig: Zum Einsatz kommt die leicht integrierbare Lösung Conword. mehr...