BayernLandesamt für IT-Sicherheit

Für die IT-Sicherheit im Freistaat sorgt Bayern jetzt mit einem eigenen Landesamt.
(Bildquelle: putilov_denis/Fotolia.com)
„Bayern eröffnet als erstes Bundesland ein eigenes Landesamt für Sicherheit in der Informationstechnik.“ Das verkündete Markus Söder, Bayerischer Staatsminister der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat und CIO des Freistaats bei der Eröffnungsveranstaltung des LSI (29. Januar 2018, Nürnberg). „Wir wollen Bayerns IT noch sicherer machen – insbesondere auch unseren BayernServer und das bayerische Behördennetz.“ Gleichzeitig werde das neue Landesamt Kommunen und Bürger aktiv beraten und unterstützen. Vorgesehen seien beispielsweise Informationsveranstaltungen und anlassbezogene Beratungen. Schulungsangebote vor Ort soll das LSI gemeinsam mit den BayernLabs über den ganzen Freistaat verteilt ausbauen. Mit IT-Forensik und Profiling-Teams werde das Landesamt neue Bedrohungen analysieren, Gegenmaßnahmen entwickeln und bestehende Sicherheitsmaßnahmen fortentwickeln. Ferner werde es eng in IT-Sicherheitsallianzen mit dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) sowie weiteren Bundesländern eingebunden sein.
Für die IT-Sicherheit sorgt laut dem bayerischen Finanzministerium bereits seit zehn Jahren eine eigene Anti-Hacker-Einheit. Dieses BayernCERT sei in das neue Landesamt aufgenommen worden. Gegründet wurde das LSI laut Ministeriumsangaben mit Inkrafttreten des Errichtungsgesetzes am 1. Dezember 2017, seit Mitte Januar 2018 laufe der Einzug. Erste Mitarbeiter arbeiten bereits vor Ort. Kommissarisch werde das LSI vom bisherigen Leiter das Aufbaustabs, Ministerialrat Daniel Kleffel geleitet, der im Heimatministerium das Referat für IT-Sicherheit und IT-Infrastruktur führt. „Wir beginnen mit rund 30 Mitarbeitern, bis Ende 2020 sollen 200 IT-Sicherheitsexperten in Nürnberg und in den Außenstellen in Würzburg und Bad Neustadt an der Saale tätig sein“, erklärte Söder. „Damit reagieren wir vorausschauend und effizient auf die immer neuen Bedrohungen und Angriffe aus dem Internet.“
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