Dienstag, 10. Februar 2026

DigitalisierungNiedersachsen verabschiedet Leitlinien

[18.11.2016] Das Land Niedersachsen hat neue Leitlinien für die Digitalisierung verabschiedet: digital.niedersachsen – den digitalen Wandel für unser Land gestalten. Sie bilden den Rahmen für bestehende und künftige Maßnahmen der Landesregierung.

Die Niedersächsische Landesregierung hat jetzt die Leitlinien „digital.niedersachsen – den digitalen Wandel für unser Land gestalten“ beschlossen. Sie bilden den inhaltlichen Rahmen für Handlungsfelder und Maßnahmen der Landesregierung. Wie diese mitteilt, hat die Gestaltung des digitalen Wandels seit dem Jahr 2013 für sämtliche Verantwortungsbereiche eine große Bedeutung gewonnen. Alle Ministerien müssten Maßnahmen umsetzen, um das Land zukunftsfähig aufzustellen. Daher würden Innovationen und Projekte schon seit drei Jahren gezielt gefördert. Ministerpräsident Stephan Weil sagt: „Niedersachsen ist bei digitaler Infrastruktur, digitalen Innovationen und digitaler Teilhabe gut positioniert.“ Der digitale Wandel bringe enorme Chancen für die Zukunft, so Weil. Dabei müssten die großen Möglichkeiten der Digitalisierung allen Menschen gleichermaßen zugänglich gemacht werden. Zu den Themen der Leitlinien gehört etwa die Digitalisierung von Bildung, Wissenschaft und des Gesundheitswesens sowie Chancen des Wirtschaftsstandorts Niedersachsen. In diesem Zusammenhang habe der Breitband-Ausbau eine herausgehobene Bedeutung für das Land, sagt der Ministerpräsident. Insbesondere im ländlichen Raum könnten Standortnachteile kompensiert werden. „Wir sorgen dafür, dass im Jahr 2020 alle Haushalte in Niedersachsen mit einem Breitband-Anschluss für das schnelle Internet versorgt sind“, so Weil. Bereits heute stehe Niedersachsen beim Ausbau der Breitband-Infrastruktur bis 50 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) im oberen Drittel deutlich vor Bayern und Baden-Württemberg. Einen weiteren Schwerpunkt setzt die Landesregierung im Bereich Sicherheit. Staat, Wirtschaft und Gesellschaft müssten sich vor zunehmenden Angriffen aus dem Netz absichern, der Schutz individueller Rechte müsse gewahrt werden. Hierbei gelte es, eine Cyber-Sicherheitsstrategie wirkungsvoll umzusetzen. „Sicherheit im digitalen Wandel bedeutet Schutz vor Kriminalität im Internet“, sagt der Ministerpräsident. „Wir statten die Sicherheitsbehörden mit den notwendigen Ressourcen und Kompetenzen aus, um Kriminalität im Internet zu bekämpfen.“ Auch die Arbeitswelt müsse gut auf die Herausforderungen von Industrie 4.0 vorbereitet werden. Hier sieht sich die Landesregierung als Verbündete der Arbeitnehmer. Weil kündigte an, mit den Sozialpartnern einen intensiven Dialogprozess führen zu wollen: „Wir wollen gemeinsam die Chancen von Arbeit 4.0 nutzen, aber auch die Befürchtungen der betroffenen Menschen berücksichtigen.“ Als Partnerin der Wirtschaft fördere die Landesregierung zudem weiterhin Forschung und Entwicklung, so setze sich das Land Niedersachsen beispielsweise für die Weiterentwicklung des Autonohmen Fahrens ein und plane hierfür Testfeldeinrichtungen. An der Hochschule Weserbergland werde zudem der Weiterbildungsstudiengang „Management digitaler Geschäftsmodelle und -prozesse“ starten. Auch sei geplant, die Breitband-Versorgung aller niedersächsischen Seehafenstandorte sicherzustellen. Eine neue Plattform werde ab dem Jahr 2017 die Vernetzung von Digitalisierung und Kreativwirtschaft mit kleinen und mittelständischen Unternehmen fördern. Um auch die Landesverwaltung im Bereich IKT zu modernisieren, habe das Kabinett im September dieses Jahres bereits die Strategie „Digitale Verwaltung 2025“ verabschiedet (wir berichteten), Anfang November hatte Kultusministerin Frauke Heiligenstadt das landesweite Bildungscloud-Konzept (wir berichteten) vorgestellt. Ebenfalls im November hat die Landesregierung vier Projekte zur Digitalisierung in der Arbeitswelt – Industrie 4.0/Wirtschaft 4.0 an den Standorten Emden, Osnabrück, Neustadt am Rübenberge und in Goslar aufgenommen.





Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Politik
Zwei Personen unterzeichnen eine Absichtserklärung

Heidelberg / Hochschule Ludwigsburg: Theorie und Praxis verzahnen

[09.02.2026] Mit dem Ziel, die digitale Modernisierung der Verwaltung voranzutreiben, haben die Stadt Heidelberg und die Hochschule Ludwigsburg jetzt eine Kooperation vereinbart. Geplant sind regelmäßige gemeinsame Forschungsprojekte, aus denen sich Best-Practice-Beispiele auch für andere Kommunen ableiten lassen. mehr...

Wehende Flagge des Landes Schleswig-Holstein vor schwach bewölktem Himmel.

Schleswig-Holstein: Konsequent digital

[28.01.2026] Von Anlagengenehmigung bis zum Wohngeld: Schleswig-Holstein setzt den Roll-out von Onlinediensten und die Digitalisierung der Verwaltung weiter konsequent um. Ein landeseigenes Digitalisierungs-Dashboard soll die Fortschritte künftig visualisieren. mehr...

Bundesminister Wildberger mit den Staatsministern Sinemus und Mehring in einem Sitzungssaal

OZG-Leistungen: Schub für die digitale Verwaltung

[26.01.2026] Der Bund sowie Bayern und Hessen als Pilotländer erproben einen neuen Weg, um digitale Verwaltungsdienste überall anbieten zu können. Dabei finanziert der Bund Roll-in-Teams für die Kommunen, während sich die Länder verpflichten, bis Ende 2026 fünf Online-Dienste landesweit einzuführen. Das Verfahren soll auf andere Länder übertragen werden. mehr...

Mehrere Personen stehen nebeneinander, Claudia Kalisch hält einen Blumenstrauß in den Händen.

Deutscher Städtetag: Lüneburgs OB ist neue Vizepräsidentin

[26.01.2026] Lüneburgs Oberbürgermeisterin Claudia Kalisch ist die neue Vizepräsidentin des Deutschen Städtetages. Sie folgt auf Katja Dörner, die im Herbst 2025 nicht erneut zur Oberbürgermeisterin gewählt wurde und somit auch aus dem Präsidium des DST ausgeschieden ist. mehr...

Mehrere Personen stehen nebeneinander in einem Raum.

Potsdam: Neuer Digitalisierungsrat

[19.01.2026] In Potsdam hat sich der zweite Digitalisierungsrat der Stadt konstituiert. Er soll in den kommenden drei Jahren den digitalen Wandel der brandenburgischen Landeshauptstadt begleiten und bringt dafür Expertise aus Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft ein. mehr...

Zwei Personen reichen sich die Hände.

Saarland: Dritte Auflage des E-Government-Pakts

[08.01.2026] Das Saarland und die Kommunen haben die dritte Auflage ihres E-Government-Pakts unterzeichnet. Das Land wird demnach die Kommunen bei der Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes (OZG) und beim Ausbau digitaler Angebote unterstützen. Ein gemeinsames IT-Steuerungsgremium wird die vereinbarten Maßnahmen begleiten. mehr...

Ein fehlendes Puzzleteil wird in ein Puzzle eingesetzt.

GovTech Kommunal: Kommunen digital handlungsfähig machen

[18.12.2025] Die Initiative GovTech Deutschland hat ihr Angebot um den Verein GovTech Kommunal erweitert. Es soll damit eine bundesweite Einheit geschaffen werden, welche die kommunale Digitalisierung systematisch bündelt und konsequent an den Bedarfen der Städte, Gemeinden und Landkreise ausrichtet. Die Mitgliedschaft steht mit gestaffeltem Beitragsmodell allen Kommunen offen. mehr...

Abgedunkelter Saal mit Publikum, im Bildhintergrund eine helle Bühne mit Projektion "Kick-off Roadshow Hanau", zwei Personen auf der Bühne

Hanau: Stadtweite IT neu ausgerichtet

[18.12.2025] Hanau hat sich das Ziel gesteckt, bis 2030 die Digitalisierung der gesamten „Unternehmung Stadt“ abzuschließen. Dazu werden Entscheidungs-, Verantwortungs- und Budgetstrukturen künftig an einer Stelle gebündelt, zudem soll die Stelle des CDO geschaffen werden. mehr...

Ein Bürotisch ist komplett von unterschiedlichen Stapeln an Dokumenten bedeckt.

Deutscher Landkreistag: Kommunen in Modernisierungsagenda einbinden

[11.12.2025] Die von Bund und Ländern vereinbarte föderale Modernisierungsagenda bewertet der Deutsche Landkreistag (DLT) als positiv. Damit Bürger, Unternehmen und Kommunen jedoch tatsächlich entlastet werden, ist ein enger Schulterschluss mit Landkreisen, Städten und Gemeinden bei der Umsetzung erforderlich. mehr...

Porträt von Lydia Hüskens

Sachsen-Anhalt: Zentrale Serviceagentur für Kommunen

[08.12.2025] Eine Machbarkeitsstudie aus Sachsen-Anhalt zeigt, dass eine zentrale Serviceagentur für Kommunen Verwaltungsabläufe beschleunigen und verbessern kann. Digitalministerin Lydia Hüskens kündigte an, dass ab 2026 sukzessive eine Unterstützungseinheit für Kommunen umgesetzt werden soll. mehr...

Abstrakte Darstellung eines Besprechungsraums in dem die Silhouetten mehrerer Personen zu sehen sind, die an einem Besprechungstisch sitzen.

IT-Planungsrat: Kommunalbeirat NOOTS

[08.12.2025] Das Kommunalgremium des IT-Planungsrats übernimmt im Zuge der Neuaufstellung des Nationalen Once-Only-Technical-Systems (NOOTS) zusätzlich die Rolle des Kommunalbeirats NOOTS. Es hat dabei keine Entscheidungsbefugnis, sondern erfüllt eine Resonanz- und Feedbackfunktion. mehr...

Blick in einen gut besetzten Sitzungssaal mit rechteckiger Tischanordnung.

4. Digitalministerkonferenz: Bessere Zusammenarbeit aller Ebenen

[27.11.2025] Bei der 4. Digitalministerkonferenz in Berlin setzte Niedersachsens Digitalministerin Daniela Behrens den Schwerpunkt auf föderale Zusammenarbeit: Sie forderte eine engere, effektivere Zusammenarbeit aller föderaler Ebenen und den Zugang zu Services des ITZBund auch für Länder und Kommunen. mehr...

Oldenburger Rathaus und Degodehaus

Oldenburg: Mit neuem Amt in die digitale Zukunft

[27.11.2025] Alle Aufgaben rund um digitale Verwaltungsprozesse und die IT-Infrastruktur bündelt die Stadt Oldenburg ab Anfang kommenden Jahres in einem eigenen Amt für digitale Transformation. Das soll Abstimmungsaufwände reduzieren, Prozesse beschleunigen und dauerhaft zu innovativen, bürgernahen Angeboten beitragen. mehr...

Ein Zukunftskongress-Spezial nimmt den Status quo der Verwaltungsdigitalisierung hierzulande in den Blick.

Föderale Modernisierungsagenda: Jetzt muss gehandelt werden

[27.11.2025] Der Nationale Normenkontrollrat mahnt die in der Föderalen Modernisierungsagenda vorgesehene bessere Aufgabenbündelung mit Nachdruck an. Die Ministerien müssten dieses Projekt konsequent weiterverfolgen, um Effizienz und Entlastung der Kommunen zu sichern. mehr...

Gruppenfoto vor Vitako-Logo

Vitako: 20 Jahre Austausch und Innovation

[11.11.2025] Seit zwei Jahrzehnten vertritt Vitako die Interessen der kommunalen IT-Dienstleister. Bei der Jubiläumsfeier würdigte Digitalminister Karsten Wildberger in klaren Worten die Rolle der Kommunen als Ausgangspunkt digitaler Verwaltung und rief zu enger Zusammenarbeit mit Bund und Ländern auf. mehr...