KaiserslauternStädtisches Solarkataster noch genauer

Das Solarkataster der Stadt Kaiserslautern erhielt ein Update: Es berücksichtigt bei seinen Berechnungen nun auch Verschattungen durch Bäume.
(Bildquelle: folewu/123rf.com)
Wo lohnt sich der Aufbau einer Photovoltaikanlage? Diese Frage kann mithilfe von Solarkatastern beantwortet werden. Das sind interaktive Karten, die Interessierten das Potenzial für die Solarenergie-Nutzung an einem bestimmten Standort zeigen. Viele Bundesländer, aber auch einzelne Kommunen führen solche Solarkataster, die adressgenau und unter Berücksichtigung meteorologischer wie baulicher Gegebenheiten Auskunft über das Ertragspotenzial möglicher Photovoltaikanlagen geben.
Dies ist auch der Fall bei der Stadt Kaiserslautern, die ihr städtisches Solarkataster nun einem Update unterzogen hat. Damit wird die Berechnung von Potenzialflächen für Solaranlagen noch präziser, berichtet die Stadt, denn das Update beinhaltet auch die Positionen sämtlicher Bäume des städtischen Baumkatasters. Deren mögliche Abschattung wird ab sofort in die Berechnungen der solaren Erträge einbezogen. Dies liefert bessere Ergebnisse bei der Potenzialbewertung vor allem von Wandflächen. Damit kann auch ein Einsatz von Balkonkraftwerken oder Wand-Solarpanelen besser beurteilt werden.
Bei den zur Berechnung verwendeten 3D-Gebäudedaten handelt es sich um Geobasisdaten des Landesamts für Vermessung und Geobasisinformation des Landes Rheinland-Pfalz. Zur Kalibrierung des Berechnungsmodells und zur Ermittlung der solaren Eignung werden unter anderem die frei zugänglichen Daten (mit 22-jährigen Mittelwerten) der die globale Einstrahlung messenden NASA-Erdbeobachtungssatelliten herangezogen. Erarbeitet wurde das Kataster vom Referat Stadtentwicklung, Stabsstelle Graphische Datenverarbeitung; es kann kostenfrei genutzt werden. Es wurde in einem responsiven Design erstellt und kann somit auch auf mobilen Endgeräten genutzt werden. Seit Sommer 2023 basiert es zudem nicht mehr auf reinen Luftbildern der Stadt, sondern auf einem 3D-Modell, heißt es in der Pressemeldung abschließend.
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