LösungenUnterricht in der Cloud

Die Cloud-Lösung utalk4schools von regio iT ermöglicht es, endgeräte- und plattformunabhängig zu lehren und zu lernen, zu kommunizieren und zusammenzuarbeiten.
(Bildquelle: Iryna Bezianova / 123rf.com)
Über kaum etwas wird im Zuge der Corona-Pandemie so umfassend diskutiert wie über die Schulschließungen und die damit verbundenen Anforderungen an Eltern, Kinder und die mal mehr, mal weniger vorhandene Hard- und Software. Somit waren und sind neben manchen Alltagsprodukten insbesondere die Fähigkeiten von IT-Experten heiß begehrt. „Mehrere zehntausend Endgeräte wurden in den Support von regio iT überführt“, berichtet Steffen Koch, bei dem kommunalen IT-Dienstleister Leiter des Centers eSchool. Das bedeutete für die rund 55 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Center, dass sie als „Feuerwehr“ für zahlreiche Schulen im Einsatz waren. „Unterrichtsausfall wegen Corona? Nicht mit uns!“, verspricht die regio iT auf ihrer Website. „Wir haben es fast durchgängig geschafft“, zeigt sich Koch selbstbewusst.
Kapazitäten erweitert
Der Start war allerdings anspruchsvoll. Quasi über Nacht wurde im März 2020 das Homeschooling zur Pflicht. „Da sind schon einige Server in die Knie gegangen“, sagt Centerleiter Koch. „Wir haben ad hoc die Kapazitäten erweitert und erweitert und noch mal erweitert.“ Auch, um den Begehrlichkeiten der Bildungseinrichtungen gerecht werden zu können. Mancher Schulleiter gab unter dem Eindruck der Pandemie seine ablehnende Haltung gegenüber dem Lernen auf Distanz auf. „Die Pandemie hat die Digitalisierung der Schulen deutlich beschleunigt“, erklärt Koch.
Die Cloud-Lösung utalk4schools von regio iT ermöglicht es, endgeräte- und plattformunabhängig zu lehren und zu lernen, zu kommunizieren und zusammenzuarbeiten. Und das im pädagogischen wie im Verwaltungsbereich. So können private und öffentliche Kalender eingerichtet werden, was den organisatorischen Ablauf erleichtert. Office-Dokumente lassen sich mithilfe der Lösung LibreOffice ganz einfach online erstellen und bearbeiten sowie datenschutzkonform in der Cloud speichern.
Brettharte Tage
Als der Lockdown und mit ihm die Schulschließungen Anfang 2020 beschlossene Sache waren, kam binnen Stunden viel Arbeit auf den Bereich eSchool von regio iT zu. „Uns war sofort klar, dass wir die Cloud um eine für den Unterricht geeignete Videokonferenz-Software erweitern müssen“, erinnert sich Steffen Koch an 14 „brettharte Tage“ im Frühjahr 2020. Auf Basis des Open-Source-Produkts BigBlueButton (BBB) – aus Sicht des eSchool-Chefs die derzeit beste Lösung für Schulen – wurde utalk4schools entwickelt. „Es ermöglicht richtigen Unterricht“, begründet der Centerleiter die Entscheidung für BBB. Den Nutzern steht ein Whiteboard zur Verfügung, die Kinder können sich virtuell melden, PDFs und Filme können hochgeladen, die Chats am Ende der Sitzung gespeichert und als Protokoll versendet werden. Anwesenheitsliste, geteilter Bildschirm, virtuelle Gruppenarbeit – alles vorhanden für den digitalen Unterricht.
„Schauen Sie sich das am besten mal selbst an“, lädt Steffen Koch zu einer virtuellen Unterrichtsstunde ein.
Mit wenigen Klicks umsetzbar
Ein Zugangslink plus Kennwort per E-Mail trifft ein, die Anmeldung mit Namen und Kennwort genügt – schon kann der Gast das virtuelle Klassenzimmer betreten. Die Oberfläche sieht aufgeräumt aus: Im linken Bereich findet die schriftliche Kommunikation statt, zwei Drittel sind dem Whiteboard sowie den Kamerabildern der Teilnehmenden vorbehalten. Eine kurze Notiz in den öffentlichen oder privaten Chat, den die Pädagogen explizit freigeben müssen, die Führung einer Anwesenheitsliste, Erstellen von Gruppen, die anschließend separat in virtuellen Räumen arbeiten können – das alles ist mit wenigen Klicks umsetzbar und leicht verständlich auch für IT-Neulinge. Ob Powerpoint-Präsentation, ein PDF, ein Film oder Video – im Whiteboard von utalk4schools können etliche gängige Formate hochgeladen und allen präsentiert werden. Moderiert wird die Gemeinschaftsarbeit vom Klassenlehrer, welcher den Schülern das Wort erteilen oder den Zugriff auf das Dokument einräumen kann.
Es ist tatsächlich wie „echter“ Unterricht. Davon konnten sich auch die Bestandskunden von regio iT überzeugen, denen die Erweiterung für eine lange Testphase kostenfrei zur Verfügung gestellt wurde. Die Resonanz? „Super!“, meint Koch. Die Nachfrage steige, obwohl die Nutzung mittlerweile kostenpflichtig ist.
Über die Fernwartung hinaus
Und wie läuft der Support, wenn die Klienten mit verschiedensten Endgeräten zu Hause sitzen? Neue Konzepte mussten her, die über die Fernwartung hinausgehen. Apple-Produkte werden beispielsweise über den Apple School Manager in Kombination mit Mobile Device Management administriert. Wenn möglich, soll künftig alles endgeräteunabhängig über Office 365 verwaltet werden. „Die Produktvielfalt, mit der wir die Schulen bedienen, ist schon einzigartig“, verweist Koch auf die insgesamt vier verschiedenen Lösungen im Mobile Device Management.
Dazu gehört natürlich auch der Support für die diversen iPads und Notebooks, die im Zuge des DigitalPakts Schule an die Bildungseinrichtungen ausgeliefert wurden. Nach Lieferschwierigkeiten – der DigitalPakt hatte den Markt in bestimmten Preissegmenten schlicht leergefegt – wird den Schulen in diesem Jahr ein weiterer Schwung Geräte zur Verfügung gestellt. „Da kommt erneut reichlich Arbeit auf uns zu“, weiß Koch, der sich sicher ist, dass noch mehr Bildungseinrichtungen nachziehen und ebenfalls auf die Lösungen sowie den Support von regio iT setzen werden.
Dieser Beitrag ist im Spezial der Ausgabe Mai 2021 von Kommune21 erschienen. Hier können Sie ein Exemplar bestellen oder die Zeitschrift abonnieren.
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