Samstag, 20. Juni 2026

HessenDigital das Miteinander vor Ort stärken

[12.05.2020] Im Wettbewerb „Hessen Smart Gemacht – Miteinander lokal digital 2020“ hat die Staatskanzlei gemeinsam mit Digitalministerin Kristina Sinemus digitale Projekte ausgezeichnet, die das gemeinschaftliche Leben stärken. Preise gab es in vier Kategorien, insgesamt waren 96 Bewerbungen eingegangen.
Belohnt wurden bei einem hessischen Wettbewerb digitale Projekte

Belohnt wurden bei einem hessischen Wettbewerb digitale Projekte, die den lokalen Zusammenhalt unterstützen, wie beispielsweise das Projekt „Snippet – Digitale Jugendbeteiligung in Kassel“.

(Bildquelle: Mirko Vitali/123rf.com)

Erstmals hat die hessische Staatskanzlei gemeinsam mit Digitalministerin Kristina Sinemus wegweisende digitale Projekte ausgezeichnet, die das Miteinander vor Ort stärken. Chancen im Wettbewerb „Hessen Smart Gemacht – Miteinander lokal digital 2020“ hatten Lösungen, welche die Beteiligung am kommunalen Leben ermöglichen oder Familien, Senioren und Kinder bei der Gestaltung des Alltags unterstützen. Digitalministerin Sinemus betonte: „Sehr gerne hätten wir die insgesamt zwölf Preisträgerinnen und Preisträger persönlich ausgezeichnet, denn wir sind begeistert von dem großen Engagement und den vielen innovativen Ansätzen, die es in Hessen gibt. Die Projekte zeigen eindrücklich, dass der Einsatz digitaler Instrumente einen Mehrwert vor Ort erzeugt und ein spürbarer Nutzen der Digitalisierung für die Menschen in unserem Land sind.“
Staatskanzlei-Chef Axel Wintermeyer ergänzte: „Die Siegerprojekte sind ein Gewinn für ganz Hessen und zeigen eindrucksvoll, dass Technologie ein echter Mehrwert für das gesellschaftliche Miteinander sein kann. Ich bin mir sicher, dass die ausgezeichneten Preisträgerinnen und Preisträger mit ihrem Engagement zum Nachahmen anregen.“

Kinder und Jugendliche aktiv einbeziehen

Wie das Ministerium für Digitale Strategie und Entwicklung mitteilt, wurde die ursprünglich geplante Preisverleihung aus gegebenen Umständen abgesagt und die Gewinner schriftlich benachrichtigt. Die Bewerbungsfrist habe Ende Januar geendet. 96 Projekte hätten sich in vier Kategorien beworben. In jeder Kategorie seien jeweils drei Preise vergeben worden, die mit 5.000 Euro, 3.000 Euro und 2.000 Euro dotiert waren. Bewerbungen hätten von Kommunen, Vereinen, Stiftungen, Genossenschaften, Initiativen, Kirchen, Unternehmen, gemeinnützigen Einrichtungen und anderen Organisationen eingereicht werden können.
In der Kategorie Smarte Beteiligung sei der erste Preis an das Projekt „Snippet – Digitale Jugendbeteiligung in Kassel“ gegangen. „Junge Menschen setzen neue Impulse und haben frische und innovative Ideen, diese gilt es zu hören und zu nutzen,“ hob Wintermeyer hervor. „In dem Projekt ist es mit dem Einsatz digitaler Medien gelungen, Kinder und Jugendliche aktiv in die Gestaltung ihres Lebensumfelds einzubeziehen. Das ist ein gutes Vorbild für andere Kommunen.“

Dorf-App und Inklusionskompass überzeugen

In der Kategorie Smarte Gemeinschaft hätte das Projekt „Nüsttal vernetzt sich digital!“ am meisten überzeugt. „Die hessischen Bürgerinnen und Bürger sind eine starke Gemeinschaft, und wie wichtig der Zusammenhalt innerhalb der Nachbarschaft oder einer Dorfgemeinschaft ist, hat sich in den vergangenen Wochen mehr als deutlich gezeigt. Das Projekt der Gemeinde Nüsttal stellt in besonderer Weise das lokale Miteinander in den Mittelpunkt und baut diese Gemeinschaft mithilfe einer Dorf-App weiter aus. Von solchen Ideen profitieren wir alle“, betonte Wintermeyer.
In der Kategorie Smarte Helfer hätte sich der Inklusionskompass aus Fulda durchsetzen können. „Ein Projekt, das aufzeigt wie man Digitalisierung barrierearm gestaltet und gleichzeitig damit Barrieren in der analogen Welt abbaut. So dient die Digitalisierung dem Menschen und nicht umgekehrt“, sagte die Digitalministerin.
In der vierten Kategorie Smartes Lernen habe sich das Projekt „teclab & tectruck – Makerspace für Kids & Teens“ für den ersten Platz qualifiziert. „Dies ist ein so wichtiges Projekt, um unsere Kinder und Jugendlichen fit für den Arbeitsmarkt und die Gesellschaft von Morgen zu machen“, stellte Ministerin Sinemus heraus.





Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Politik
zwei Männer geben sich die Hand_Karsten Wildberger_mario Voigt

Thüringen: Wichtige Online-Dienste für alle Kommunen

[11.06.2026] Thüringen und der Bund wollen fünf Verwaltungsleistungen bis Ende März 2027 landesweit digital verfügbar machen. govdigital und KIV Thüringen sollen die Online-Dienste in den Thüringer Kommunen bis zur vollständigen Betriebsfähigkeit integrieren. mehr...

Niedersachsen: Im Maschinenraum der Verwaltungsdigitalisierung

[28.05.2026] Seit April unterstützt eine Taskforce niedersächsische Kommunen dabei, wichtige Verwaltungsleistungen online anzubinden. Die Beteiligten arbeiten eng zusammen, um technische, organisatorische und finanzielle Hürden für den Einsatz der Online-Dienste aus dem Weg zu räumen – mit Erfolg. mehr...

bericht

re:publica26: Vom Ankündigen zum Liefern

[21.05.2026] Auf der Digitalkonferenz re:publica26 zieht Bundesdigitalminister Karsten Wildberger eine Jahresbilanz und spricht sich resolut für mehr digitale Souveränität und Open Source aus. mehr...

Komm.ONE: Landesregierung strebt engere Zusammenarbeit an

[18.05.2026] Die neue Landesregierung in Baden-Württemberg will Landes-IT und kommunale IT künftig enger zusammenführen und ein gemeinsames Rechenzentrum aufbauen. Komm.ONE unterstützt die Pläne und sieht darin eine wichtige Grundlage für die weitere Digitalisierung der Verwaltung. mehr...

Offizielles Porträt von Bundesdigitalminister Karsten Wildberger

Ein Jahr BMDS: Gute Ansätze – zu wenig Verbindlichkeit

[07.05.2026] Ein Jahr nach dem Start des Digitalministeriums ziehen weitere Branchenverbände Bilanz. Die Open Source Business Alliance fordert mehr Verbindlichkeit bei Open Source und digitaler Souveränität, der BREKO verlässliche Rahmenbedingungen für den Glasfaserausbau. mehr...

Mitglieder des Digitalausschusses des DStGB

DStGB: Umsteuern zur rein digitalen Verwaltung

[30.04.2026] Wie digitale Lösungen, Automatisierung und Künstliche Intelligenz zur Modernisierung des Staates beitragen und so für die dringend nötige Entlastung der Kommunen sorgen können, diskutierte der Ausschuss für Digitalisierung des Deutschen Städte- und Gemeindebunds auf seiner Frühjahrstagung.
 mehr...

Vitako: Impulse für die Digitalisierung

[29.04.2026] Auf der Vitako-Mitgliederversammlung haben Deutschlands kommunale IT-Dienstleister zentrale Weichen für die Verwaltungsdigitalisierung gestellt. Im Fokus standen der Deutschland-Stack, die interföderale Marktentwicklung, das Zukunftsbild der kommunalen IT sowie Fragen der digitalen Souveränität.  mehr...

Bitkom: Schulen erhalten Smart-School-Siegel

[24.04.2026] Bundesbildungsministerin Karin Prien hat in Berlin Schulen für herausragende digitale Bildungskonzepte ausgezeichnet. Der Wettbewerb des Branchenverbands Bitkom zeigt, wie sich digitale Innovationen im Unterricht erfolgreich umsetzen lassen und künftig stärker verbreitet werden sollen. mehr...

Porträt von Heiko Geue

Mecklenburg-Vorpommern: Schub für die Registermodernisierung

[21.04.2026] Mecklenburg-Vorpommern hat bis zu 150 Millionen Euro für Registermodernisierung und Maßnahmen für mehr IT-Sicherheit freigegeben. Land und Kommunen betonen die Notwendigkeit einer engen Zusammenarbeit bei der Verwaltungsdigitalisierung. mehr...

Deutschland hat früh digitale Ambitionen entwickelt.

IT-Planungsrat: Kommunen scheuen EfA-Kosten

[17.04.2026] Eine neue Studie des IT-Planungsrats zeigt, warum Online-Dienste von Bürgern zu wenig genutzt und von Kommunen kaum nachgenutzt werden. Sie schlägt eine föderale Antragsplattform mit kommunalen Marken, Ende-zu-Ende-Digitalisierung und einer Cloud-Infrastruktur vor. mehr...

Niedersachsen beschließt IT-Strategie  „Digitale Verwaltung 2025“.

BMDS/Niedersachsen: Fokusleistungen in alle Kommunen

[16.04.2026] Mit einem neuen Ansatz will das BMDS digitale Verwaltungsleistungen in die Fläche bringen. Kernstück ist die Beauftragung eines Generalunternehmers, der die Ende-zu-Ende-Verantwortung für den Roll-out in den Kommunen übernimmt. Nach Bayern und Hessen hat nun Niedersachsen eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnet. mehr...

Porträt Jasmin Grünschläger
interview

Interview: Wir sitzen im gleichen Boot

[02.04.2026] Im Märkischen Kreis haben sich mehrere Kommunen zum Netzwerk Digitalisierung und E-Government zusammengeschlossen. Welchen Mehrwert der interkommunale Austausch bringt, beschreibt Jasmin Grünschläger, Digitalisierungsbeauftragte der Stadt Menden. mehr...

Digitalstrategie SH 2026

Schleswig-Holstein: Digitalstrategie 2026 vorgestellt

[19.03.2026] Schleswig-Holstein hat seine neue Digitalstrategie beschlossen. Erstmalig waren zentrale Partner aus Kommunen und Zivilgesellschaft systematisch in den Strategieprozess eingebunden, um einen breiten gesellschaftlichen Ansatz zu ermöglichen. mehr...

Vier lächelnde Männer in Anzügen sitzen nebeneinander an einem Holztisch, vor sich Dokumente, hinter sich drei drapierte Flaggen (EU; BRD, Baden-Württemberg)

Baden-Württemberg: Gemeinsam schneller digital

[18.03.2026] In Baden-Württemberg haben Land und Kommunen eine neue – die inzwischen dritte – E-Government-Vereinbarung unterzeichnet. Das Land will den Roll-out von Verwaltungsleistungen in den Kommunen mit weiteren zehn Millionen Euro finanzieren. mehr...

Porträtaufnahme von Milen Starke.

Thüringen: Land unterstützt Kommunen intensiv

[17.03.2026] Ein neuer Prüfbericht des Thüringer Rechnungshofs sieht beträchtliche Defizite bei der OZG-Umsetzung und der Digitalisierung der kommunalen Verwaltung. In einer Stellungnahme erläutert das Digitalministerium, wie das Land Kommunen unterstützt. mehr...