Donnerstag, 29. Oktober 2026

WuppertalBürger im Boot

[10.11.2022] Eine positive Zweijahresbilanz hat Wuppertals Oberbürgermeister Uwe Schneidewind gezogen. Wichtig dabei sind unter anderem die Verwaltungsdigitalisierung sowie die Einbindung der Bürger.
Wuppertals OB Uwe Schneidewind vor der Bundesbahndirektion

Wuppertals OB Uwe Schneidewind vor der Bundesbahndirektion, die zu einem modernen Dienstleistungszentrum umgebaut wird.

(Bildquelle: Stefanie vom Stein, Stadt Wuppertal Medienzentrum)

Wuppertals Oberbürgermeister Uwe Schneidewind hat nach zwei Jahren im Amt eine positive Zwischenbilanz gezogen. In einer städtischen Pressemeldung verweist er beispielhaft auf die Leistungen bei der Verwaltungsdigitalisierung sowie die starke Bürgerbeteiligung. Nach nur einem Jahr im Amt habe das Stadtoberhaupt das Schlüsselthema im Bereich Bürgerservice als erfolgreich umgesetzt erklären können: Das Einwohnermeldeamt (EMA) – mit über 300.000 Besuchern pro Jahr das Amt mit den meisten Bürgerkontakten und jahrelang in massiver Kritik – laufe weiterhin selbst unter Rekordbelastung und den zusätzlichen Herausforderungen durch den Zuzug geflüchteter Menschen reibungslos. Nach dem EMA-Vorbild würden aktuell die Prozesse des Bauordnungsamts und des Integrationsressorts optimiert.
„Nach diesem Meilenstein im direkten Bürgerkontakt lag im zweiten Amtsjahr der Fokus auf der Ausweitung der digitalen Bürgerservices“, betont Schneidewind und ergänzt: „Über 300 Verwaltungsdienstleistungen können inzwischen digital von zu Hause aus erledigt werden. Für die Smart City haben wir erfolgreich 15,7 Millionen Euro Fördermittel eingeworben und die Bürger intensiv beteiligt. Umgesetzt sind zum Beispiel ein Verwaltungs-Dashboard als Transparenzoffensive für die Leistungen der wichtigsten Ämter, die Park-App mit Ausweisung freier Parkplätze und, ganz aktuell, ein Live-Chat des Service-Centers. Damit können Bürger via Internet grundsätzliche Fragen an die Verwaltung klären, ohne am Telefon auf eine freie Leitung warten zu müssen. Und im nächsten Jahr werden wir bei den digitalen Angeboten noch einmal tüchtig zulegen.“
An einem weiteren Bürgerservice-Meilenstein arbeitet die Stadt nach Aussage von OB Schneidewind mit dem Projekt Bundesbahndirektion. Hier entstehe ein hochmodernes Dienstleistungszentrum im Herzen der Stadt, das im Zusammenspiel mit Jobcenter und Universität zu einem Vorzeigemodell werden könne. Aktuell arbeite das Projekt-Team bereits an der Feinabstimmung der Raumplanung. „Es entstehen neue Arbeitswelten für die Verwaltung, aber vor allem neue Servicewelten für die Bürgerinnen und Bürger“, so Schneidewind.

Bürgerbeteiligung weiter stärken

Die Digitalisierung sei auch ein erfolgreiches Beispiel, das von Bürgern und Verwaltung gemeinsam gestaltet und umgesetzt wurde, betont Schneidewind. „Dieser Ansatz des gemeinsamen Lernens mit den Bürgerinnen und Bürgern ist für mich essenziell und wird auch die kommenden Jahre prägen.“ Die in den vergangenen beiden Jahren gestärkte Kultur der Offenheit für Bürgerideen wolle er auch auf anderen Feldern fördern. „Das gilt vom Klimaschutzkonzept bis zur Identifizierung von Förderprojekten. Denn so können wir uns Zukunftsthemen in der Praxis nähern, ohne sie mit Grundsatzdebatten zu überfrachten.“





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